Stuttgart-Vaihingen (kom) – Nur im dritten Satz fehlte den Bundesliga-Faustballern des TV Vaihingen die Souveränität. Ansonsten gaben sie sich beim NLV Stuttgart-Vaihingen keine Blöße. Der Tabellenführer setzte sich bei seinem direkten Verfolger klar mit 5:1 Sätzen durch.
„Wir hatten zunächst einige Schwierigkeiten mit dem schnellen Ball des Gegners und dem schnellen Boden in der Vaihinger Halle“, beschreibt Daniel Wörsinger den Spielanfang. Die Abwehr des NLV Vaihingen hätte aber mit denselben Problemen zu kämpfen gehabt. Mit 11:7 und 11:7 sicherte sich der TV Vaihingen die Sätze eins und zwei. Marco Lochmahr meinte nach dem Spiel: „Für uns war es sehr wichtig, dass wir den ersten Satz mit dem Ball des NLV so souverän gewonnen haben. Das war für mich schon eine kleine Vorentscheidung.“ Wie in den ersten beiden Sätzen waren die Angaben von Markus Löwe auch im dritten Satz druckvoll. Er punktete beinahe in Serie, während TVV-Angreifer Kolja Meyer mit seinen Services nicht mehr mithalten konnte: „Zu viele meiner Angaben waren zu kurz, zu langsam oder zu genau auf den Mann. Ich bin im zweiten Satz, in dem ich mit unserem langsamen Ball viele kurze Angaben gespielt habe, aus dem Rhythmus gekommen.“ Mit 5:11 schaffte die Heimmannschaft den Anschlusssatz zum 1:2.
Nach der Pause wurde es dann deutlich für den Tabellenführer. Mit 11:4, 11:5 und 11:5 gewann der TV Vaihingen gegen den Namensvetter aus Stuttgart, der von Spielbeginn an auf Abwehrspieler Sebastian Buck verzichten musste und der wegen einer Zerrung ohne Zuspieler Christian Löwe begann. Zudem hatte sich Angreifer Christoph Baittinger im zweiten Satz wegen einer alten Zerrung auswechseln lassen.
NLV-Spielertrainer und Co-Bundestrainer Christian Löwe gab nach dem Spiel folgende Einschätzung zum weiteren Saisonverlauf ab: „Mein Bruder ist gerade sehr fit, musste aber vergangene Woche durch Baitis (Anmerkung der Redaktion: Christoph Baitingers) Verletzung als einziger Angreifer eine hohe Belastung schultern. Ich hoffe, dass wir bis zu den entscheidenden Spielen wieder eine funktionierende Mannschaft aufstellen können.“ Damit, dass seine Mannschaft so weit vorne steht, hatte er nicht gerechnet. „Ich hätte eher Offenburg und Rosenheim vorne gesehen. Nun hoffe ich aber, dass wir uns für die deutsche Meisterschaft qualifizieren.“
Der TV Vaihingen setzte sich in der Tabelle an diesem Wochenende wieder etwas ab. Den TV Stammheim, der mit 5:3 in Rosenheim gewann, schüttelten die Vaihinger zwar nicht ab, dafür sind aber der NLV und der TV Waibstadt, der daheim überraschend mit 0:5 gegen Abstiegskandidat Öschelbronn verlor, zwei Punkte abgerutscht. Für Öschelbronn war dieser Sieg enorm wichtig, denn damit ist das Team nach wie vor punktgleich mit dem Drittletzten, der FFW Offenburg, die am Samstagabend mit 5:1 in Grafenau gewann. Für den TSV Grafenau und seinen Trainer Karl Katz steht der Abstieg mit 0:16 Punkten nun schon so gut wie fest: „Für uns wäre der Abstieg kein Weltuntergang. Wir haben eine junge Mannschaft und werden wiederkommen. Die gesammelte Erfahrung nimmt uns jedenfalls keiner mehr.“
Vor Weihnachten steht nun nur noch ein Bundesligaspiel aus. Am kommenden Sonntag um 10 Uhr wird der Tabellenvierte TV Waibstadt beim Spitzenreiter zu Gast sein. Kolja Meyer rechnet für dieses Spiel wieder mit einem Zuschauerrekord: „Da an diesem Wochenende keine anderen Bundesligaspiele stattfinden, hoffen wir auf eine ähnlich volle Halle wie im vergangenen Jahr gegen Waibstadt. Und nicht nur für uns wird das Waibstadtspiel die Generalprobe für den drei Wochen später stattfindenden Europapokal. Auch unser Fanclub, der gerade entsteht, hat angekündigt, das nächste Wochenende als Probe für den Europapokal nutzen zu wollen.“
TV Vaihingen: Rothmaier, Lochmahr, Wörsinger, Krauß, Meyer.
