Donnerstag, 24. Mai 2012

Ein Illinger beim Deutschlandcup


Trotz Niederlage erreichte Wurdig die K.o.-Runde.
Georg Wurdig war der beste badische Teilnehmer beim Turnier.

Dresden/Illingen (ost) – In Dresden fand der Deutschlandcup statt. Das Turnier wurde parallel zur Schacholympiade ausgetragen. Unter den über 800 Schachspielern aus der gesamten Bundesrepublik, die in 15 Gruppen gegeneinander antraten, war auch der Illinger Schachspieler Georg Wurdig.

Die Teilnehmer mussten sich über Vorturniere für den vom Deutschen Schachbund ausgeschriebenen Wettbewerb qualifizieren. Über 10000 Denksportler versuchten es. Wurdig konnte sich bei den Vorturnieren in Pforzheim und Neuhausen durchsetzen.

Da die Schachspieler in Gruppen eingeteilt waren, bei denen die Teilnehmer in etwa dieselbe Spielstärke vorweisen konnten, endeten in der ersten Runde viele Partien Remis. So auch die des Illingers. Da aber nach dem Schweizer K.o.-System gespielt wurde, musste es einen Sieger geben. Daher wurden im Anschluss die Sieger durch zwei Blitzpartien ermittelt (je fünf Minuten Bedenkzeit, abwechselnd mit weiß und schwarz).

„Das war alles sehr spannend und aufregend. Auch für die unzähligen Zuschauer“, berichtete der Illinger, der beide Blitzpartien verlor. Trotzdem durfte er in der K.o.-Runde weiterspielen, da nicht wie vorgesehen 64 Spieler in seiner Gruppe teilnahmen, sondern nur 48. Deshalb wurden acht Remisspieler hochgelost.

Auch das zweite Spiel des Illingers endete Remis, wie auch die anschließenden zwei Blitzpartien. Im dritten, dem Entscheidungsblitz, spielte Wurdig mit den schwarzen Figuren. In den fünf Minuten, die im blieben, setzte sich der Schachfreund durch. Am dritten Tag absolvierten die Teilnehmer des Deutschlandcups eine Doppelrunde. Wurdig holte sich seinen ersten Sieg und zog ins Viertelfinale ein. Die vierte Partie verlief zunächst vielversprechend.

Wurdig lehnte die beiden Remisangebote seines Kontrahenten ab, um nicht eine Entscheidung durch Blitzpartien herbeirufen zu müssen. Am Ende verlor der Illinger jedoch. In der fünften Runde wurde nun im Schweizer System weitergespielt.

 Nach langem, zähem Kampf zwang der Illinger Schachspieler seinen Gegner im Endspiel zur Aufgabe. Die sechste und letzte Runde war für Wurdig sehr schnell vorbei. Sein Gegner tauschte die Damen und die Angriffsfiguren ab und die beiden einigte sich in ausgeglichener Stellung bald auf Remis.

Mit 3,5 Punkten aus sechs Partien landete der Illinger Schachfreund schließlich (als bester badischer Teilnehmer in seiner Gruppe) auf dem elften Rang.


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