Donnerstag, 24. Mai 2012

Nussdorfer Trainer fordert mehr Siegeswillen


Nussdorfer Trainer fordert mehr Siegeswillen
Fußball-Vorschau, Kreisliga A3: Tabellenführer Roßwag tritt beim TSV Kleinsachsenheim an

Nussdorf (rkü) – Der Nussdorfer Fußballtrainer Gerd Hausmann lag schon vor Saisonbeginn mit seiner Einschätzung richtig, dass der TSV in der Kreisliga A3 gegen den Abstieg kämpfen werde. Als Ziel hat er damals ausgegeben, den Klassenerhalt zu schaffen. Derzeit steht das Team auf dem vorletzten Platz – bis zu Platz sieben sind es allerdings nur fünf Punkte Rückstand.

Gerd Hausmann fühlt sich beim TSV Nussdorf heimisch. Drei Jahre wirkte er als Trainer in dem Verein, bevor er die Mannschaft der SpVgg Zaisersweiher übernahm. Doch dem Verein in dem Maulbronner Stadtteil kehrte er schon nach kurzer Zeit wieder den Rücken. „Hier in Nussdorf komme ich mit den Leuten gut aus und ich habe in Uwe Girstl einen guten Co-Trainer.“ Was beim TSV Nussdorf fehle, seien jedoch ein paar zusätzliche Spieler. „Wir haben hier das gleiche Problem wie viele Vereine – der Kader ist sehr dünn.“ Lukas Wizemann habe den Weg von den A-Junioren in die erste Mannschaft bereits gefunden und in den vergangenen Partien auch weitgehend durchgespielt. Für die kommenden zwei Jahre hofft Hausmann auf weiteren Zuwachs. Einige Jugendspieler seien dann soweit, dass sie in die aktiven Mannschaften integriert werden können. Vorläufig gelte aber: „Verstärkungen sind nicht in Aussicht.“ Nachdem Abwehrspieler Steffen Wagner lange Zeit verletzt ausgefallen sei, habe er am Dienstag erstmals wieder mittrainiert. „Ob er am Sonntag dabei ist, entscheidet sich aber erst kurzfristig.“

Rang 14 in der Kreisliga A3 – was will der Trainer gegen diese unbefriedigende Situation unternehmen? Ein Patentrezept hat Gerd Hausmann offenbar nicht: „Die anderen waren bisher meistens nur knapp besser als wir. Vor allem gegen die direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt müssen wir mehr Willen und Engagement zeigen.“ So wie im Spiel gegen den SV Illingen, das Nussdorf dank guter Leistung mit 6:1 gewann. „Die Illinger sehe ich aber eigentlich gar nicht als Konkurrenz. Die haben eine stärkere Mannschaft“, analysiert Hausmann. Die drei Punkte ließen Nussdorf vom letzten auf den vorletzten Tabellenplatz klettern. Umso ärgerlicher für Hausmann und sein Team, dass sie die nächsten beiden Spiele verloren haben. „Beim 1:2 gegen Kirchheim haben wir ganz am Schluss einen Elfmeter verschossen.“ So heimste Kirchheim (Platz 11) alle drei Punkte ein, Nussdorf ging wieder einmal leer aus. Gegen den VfR Sersheim (13.) unterlag der TSV mit 3:4 ebenfalls denkbar knapp. „Die sind vielleicht etwas robuster zur Sache gegangen“, erinnert sich Hausmann. „Wir müssen solche Spiele mit allen Mitteln gewinnen wollen.“

Am Sonntag muss der TSV Nussdorf beim VfL Gemmrigheim antreten. Gegen den Sechsten will Hausmann sein Team defensiv aufstellen: „Wir versuchen, auf einen Punkt zu spielen.“ Gemmrigheim hat aus 13 Spielen fünf Siege geholt, Nussdorf drei. Deutlicher wird die Statistik, wenn man die Niederlagen betrachtet: Gemmrigheim verlor erst dreimal, Nussdorf schon achtmal.

Als Favorit für die Meisterscahft in der Kreisliga A3 nennt Gerd Hausmann den Tabellenführer FV Roßwag. „Die haben beste Karten.“ Der FV Roßwag werde am Sonntag wohl gegen den TSV Kleinsachsenheim gewinnen. „Spannend ist aber auch: Was kann Hellas Bietigheim investieren und können die in der Rückrunde was reißen?“ Der FV Löchgau II, Hellas Bietigheim und der TSV Phönix Lomersheim haben als Verfolger jeweils drei Siege weniger als Roßwag und damit schon einen deutlichen Abstand. Für Sonntag tippt Hausmann auf einen Heimsieg von Hellas Bietigheim gegen den TSV Häfnerhaslach – das Schlusslicht der Tabelle.

Für die Partie TSV Wiernsheim gegen TSV Bönnigheim sagt er ein Unentschieden voraus: „Beide Mannschaften sind dieses Jahr für Überraschungen gut.“ Dem TSV Phönix Lomersheim traut er einen Heimsieg gegen 08 Bissingen II zu. Löchgau II hat spielfrei. Die Begegnung Sersheim gegen Gündelbach wurde auf Februar verlegt – in Gündelbach ist am Samstag Jahresfeier. Bleibt noch die Partie Kircheim gegen Illingen. „Ich hoffe auf einen Sieg von Illingen“, sagt der Nussdorfer Trainer. Und sein eigenes Team soll einen Punkt gegen Gemmrigheim holen. Genau wie im ersten Spiel der Saison: Damals hatte der TSV zu Hause ein 1:1-Unentschieden gegen den VfL erreicht.


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