Donnerstag, 24. Mai 2012

Hockey-Damen holen "Bonuspunkte"


Foto vom Spiel CEV gegen Mannheim 2.
Charlotte Schmid (rechts) hat viermal getroffen. (Foto: Bofinger)

Vaihingen (mb) – Wenn eine Mannschaft in einem Hockeyspiel 14 Strafecken ausführen darf und die andere gerade einmal zwei, dann ist die Chance groß, dass diese Mannschaft auch gewinnt. Das war aber bei der Partie zwischen Vaihingen und Mannheim 2 nicht der Fall. Je siebenmal pro Halbzeit durften die Gäste zur kurzen Ecke ran. Doch Zählbares sprang dabei nur ein einziges Mal raus. Vor allem Charlotte Schmid passte in den Reihen der Gastgeberinnen gut auf und zerstörte die Angriffsbemühungen der Gäste oft frühzeitig.
Da der CEV neben Stefanie Gerds (wieder zurück in Berlin) auch auf Elvira Perleß (Augenentzündung) verzichten musste, standen Vaihingens Trainer Müller nur zwei Angreiferinnen (Charlotte Schmid und Julia Knudsen) zur Verfügung. Um variieren zu können, wurden daher auch Gudrun Römischer und Michaela Gerds phasenweise in der Offensive eingesetzt. Auch die Gäste konnten nicht mit ihrer Idealbesetzung antreten, einige Spielerinnen mussten bei der ersten Mannschaft aushelfen, doch hatte die MHC-Zweite dennoch genügend gute Akteure in ihren Reihen.
Das Spiel begann torreich. In der dritten Minute war Charlotte Schmid im Anschluss an die erste von nur zwei CEV-Strafecken zur Stelle, im Gegenzug glich Svenja Müller-Eising aus. Und eine weitere Zeigerumdrehung später konnte Hanna Gantenbein ein Zuspiel von Mareike Brust verwerten (4.). Der Spielstand von 2:1 hatte lange Bestand. Nach einer Viertelstunde reagierten die Gäste und stellten auf Manndeckung um. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel konnten die Mannheimer Damen ausgleichen. Wiederum war es Svenja Müller-Eising, die für den Treffer verantwortlich war. Es war das einzige Mal an diesem Tag, dass eine Mannheimer Ecke zum Torerfolg führte.
 Gleich nach dem Wiederbeginn fielen zwei Vaihinger Treffer. In der 32. Minute erzielte Annika Brust das schönste Tor der Partie. In der eigenen Hälfte setzte sie zu einem Sololauf an, ließ einige Gegenspielerinnen aussteigen und es hieß 3:2. Gleich darauf erhöhte Charlotte Schmid auf 4:2. Schmid war es auch, die nach einer Dreiviertelstunde für den fünften Vaihinger Treffer sorgte. Ihren ersten Schussversuch konnte Mannheims Torfrau zwar noch abwehren, doch war sie beim Nachschuss erfolgreich.
Kurz nachdem Melanie Polster in der 48. Minute den Spielstand verkürzt hatte, reagierte Mannheims Trainer. Er nahm zehn Minuten vor Schluss bereits seine Torfrau vom Feld und brachte dafür eine weitere Feldspielerin. Da die Mannheimer Damen aber sehr stocksicher sind, ist das Risiko dieser Maßnahme dann doch überschaubar.
 Allerdings konnten die Gäste mit dieser Überzahl wenig anfangen. Im Gegenteil. Fünf Minuten vor Schluss patzte die MHC-Zweite dann doch einmal; Charlotte Schmid konnte aufs leere Tor zulaufen und den 6:3-Endstand markieren.
„Vielleicht wäre es ja gut, wenn es für uns in jedem Spiel um Bonuspunkte gehen würde“, feixte CEV-Torfrau Heike Tapken-Brust hinterher. Diesen Wunsch erfüllt ihr der Spielplan. Denn am kommenden Wochenende steht für den Club an der Enz neben dem Spiel gegen den HC Ludwigsburg (15. Dezember) auch die Partie gegen den Tabellenführer Heidelberg (16. Dezember) auf dem Programm. Sollte der CEV gegen den HC Heidelberg zu Zählern kommen, dann würde es sich ganz sicher erneut um „Bonuspunkte“ handeln.

 

Club an der Enz Vaihingen: Tapken-Brust – Annika Brust, Reich, Mareike Brust, Michaela Gerds, Gantenbein, Knudsen, Schmid, Römischer.


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