Vaihinger A-Jugend muss schwer kämpfen
31/08 2010
Vaihinger A-Jugend muss schwer kämpfen
Vaihingen/Kirchenlamitz (mg). Wie in der Halle hat die U18 des TV Vaihingen auch bei den nationalen Titelkämpfen auf dem Feld den fünften Platz belegt. Deutscher Faustball-Meister der A-Jugend wurde der TV Weisel vor dem TV Wünschmichelbach und dem Ahlhorner SV.
Mit dem fünften Platz waren die Nachwuchsfaustballer des TV Vaihingen im Soll. Das Ziel war es, wenigstens die Qualifikationsspiele für das Halbfinale zu erreichen. Doch dass das kein Selbstläufer werden würde, merkten die Vaihinger gleich zu Beginn des Turniers in Kirchenlamitz.
Der als Süddeutscher Meister angereiste TVV musste bereits nach dem ersten Spiel um die Qualifikation für die Überkreuzspiele zittern. Gegen den TB Oppau, Westdeutscher Vizemeister, war eigentlich ein Sieg eingeplant. Doch die Oppauer fügten den Vaihingern mit dem 8:11 und 7:11 eine herbe und deutliche Niederlage zu. Statt mit einem Erfolg, der Selbstvertrauen gegeben hätte, ins Turnier zu starten, standen die Enzstädter bereits nach dem ersten Spiel mit dem Rücken zur Wand. Sie mussten das zweite Spiel gegen den VfL Kellinghusen unbedingt gewinnen, wollten sie nicht schon vorzeitig die Segel streichen. Im Gegensatz zur ersten Partie war die Mannschaft jedoch von Anfang an voll im Spiel und zeigte zum ersten Mal an diesem Wochenende, was sie leisten kann. Folglich fiel der Sieg der Vaihinger gegen Kellinghusen deutlicher als erwartet aus.
In Spiel drei ging es gegen den Titelfavoriten Ahlhorner SV. In diesem Spiel hatten sich die Vaihinger keine Chancen ausgerechnet. Und genau so agierte das Team auch. Ahlhorn setzte sich kontinuierlich ab. Doch die Vaihinger kämpften sich vor allem auch wegen der starken Angaben des Kapitäns der Mannschaft, Maximilian Gayer, zurück ins Spiel. Nach zwei abgewehrten Angaben der Ahlhorner sah es sogar danach aus, als könnten die Enzstädter dem Favoriten zumindest einen Satz abnehmen. Doch letztlich mussten sie sich der Übermacht der Niedersachsen geschlagen geben.
Im letzten und entscheidenden Spiel musste der TVV dann unbedingt gewinnen, um am nächsten Tag noch eine theoretische Chance auf den Titel zu haben. In diesem Endspiel trafen die Enzstädter auf den Ausrichter Kirchenlamitz, der von den TVV-Trainern Klaus und Kolja Meyer sowie den Spielern als schwächste Mannschaft der Vorrundengruppe B eingeschätzt wurde. Doch die Gastgeber hatten sich im bisherigen Turnierverlauf gut präsentiert, so dass ein Sieg keine Selbstverständlichkeit war. Daher begannen die Vaihinger sehr nervös und gerieten zunächst in Rückstand. Nach einer Aufholjagd glichen sie jedoch zum 10:10 aus. Doch danach war bei der jungen Mannschaft die Luft raus. Sie musste den ersten Satz mit 14:15 abgeben. Während des Seitenwechsels rüttelten die Trainer die Spieler mit einer eindringlichen Ansprache erst einmal wach. Und die zeigte Wirkung. Die Vaihinger riefen endlich in diesem Spiel ihr Potenzial ab und gewannen die folgenden Durchgänge mit 11:5 und 11:6.
Damit war das Minimalziel erreicht: die Qualifikationsspiele für das Halbfinale. Doch gegen den TV Wünschmichelbach, Zweiter der anderen Vorrundengruppe, erkannten die Zuschauer und Trainer schon früh, dass die Vaihinger in diesem Spiel keinen Erfolg haben würden. Trotz einer schwachen Leistung verloren sie nur knapp mit 7:11 und 8:11. Der Traum von einer Medaille war ausgeträumt.
Im Spiel um Platz fünf ging es nur noch um die Ehre. Die Partie gegen den Wardenburger TV war von Anfang an ausgeglichen. Den ersten Satz gewann der TVV mit 13:11 auch aufgrund einer starken Abwehrleistung von Felix Schindler. Auch im zweiten Durchgang konnte sich keine der Mannschaften entscheidend absetzen. Letztlich hatte der TVV wieder das bessere Ende für sich und setzte sich mit 15:14 durch.
Deutscher Meister wurde der TV Weisel, der im Endspiel mit 13:11 und 11:4 über den TV Wünschmichelbach triumphierte. Im kleinen Finale setzte sich Ahlhorn mit 11:7 und 11:5 gegen den TB Oppau durch.
Trotz der verpassten Medaille nehmen die Verantwortlichen des TV Vaihingen etwas Positives mit von der Meisterschaft. Die junge Mannschaft hat sich im Feld der besten deutschen Mannschaften behauptet. Die Hoffnungen liegen nun bereits auf der nächsten Hallensaison. Kein Stammspieler verlässt die Mannschaft. Außerdem kehrt Jan Bontrup von seinem Auslandsaufenthalt zurück und Jan Erhardt, Kapitän der U-18-Nationalmannschaft, wird mit einem Zweitspielrecht für die Jugend des TVV auf Punktejagd gehen.
TV Vaihingen: Christian Gayer, Rommel, Besserer, Schindler, Stirner, Maximilian Gayer.
