Donnerstag, 24. Mai 2012

Umbruch bei den Vaihinger Handballern




26/08 2010

Umbruch bei den Vaihinger Handballern

Haba
Rosalie Wagner (beim Wurf) soll in die Fußstapfen der verletzten Nina Röhrich treten, während Männertrainer Klaus Fengler schon vor Saisonbeginn Personalsorgen plagen. Fotos: Nachreiner

Vaihingen (nac). Die Trauer wegen des Abstiegs der beiden Aktivenmannschaften des TV Vaihingen ist verflogen. Doch an den direkten Wiederaufstieg denken nur die Handballerinnen. Die Männer werden wohl kleinere Brötchen backen müssen. Zu schwer wiegt die erneute Verletzung der beiden Rückraumspieler.

„Es sieht gar nicht gut aus“, gibt sich Klaus Fengler realistisch. Der Trainer der Handballer des TV Vaihingen kann zwar auf den gesamten Kader aus der vergangenen Saison zurückgreifen. Abgänge gibt es keine. Die Sorgen bleiben dem Übungsleiter aber auch erhalten. Die beiden Rückraumspieler Jochen Kniep und Christopher Thiedicke, die sich bereits mit ihren Verletzungen mehr schlecht als recht durch die Rückrunde der Saison 2009/2010 geschleppt hatten, müssen erneut unters Messer. „Sie fallen voraussichtlich mindestens die Vorrunde aus. Und ohne Rückraum kann man – genauso wenig wie ohne eine gute Abwehr – keine Spiele gewinnen“, erklärt Fengler. Er kann die Spieler noch nicht einmal adäquat ersetzen. Denn Zugänge gibt es keine. Stattdessen zieht der Trainer die Außenspieler auf die Halb-Positionen und zieht Außenspieler aus der zweiten Mannschaft hoch. Fengler: „So können wir wenigstens genügend durchwechseln.“

Eine zweite personelle Baustelle könnte sich noch auftun. Tobias Prasse und Torwart Hendrik Gutjahr erwarten ihre Zulassungsbescheide für das Studium. Christian Heidt absolviert gerade seine Bundeswehr-Grundausbildung in Ulm, weiß aber noch nicht, ob er danach nach Stuttgart versetzt wird.

Unter diesen Bedingungen ist der sofortige Wiederaufstieg kein Thema. Es könnte den Handballern sogar eine schwere Saison bevorstehen. „Wir können nicht in die Halle. Die Jungs bewegen sich nur im Wald“, berichtet Fengler. „Und wir haben schon nach der Auflösung der SG gemerkt, wie schnell das Ballspiel schlechter wurde, als wir nur noch einmal in der Woche trainierten. Die Jungen müssen einfach den Ball in die Hand nehmen.“

Seine Kollegin bei den Frauen, Franziska Rogall, hat aus der Not eine Tugend gemacht. Sie bot während der Ferienwochen Training auf dem Freiplatz an. „Die Integration der Neuen läuft ganz gut“, sagt die Trainerin. „Zurzeit werden nur ein paar Nickligkeiten ausgekämpft.“

Rogall muss die Abgänge von Diana Gründler, Amelie Gruber und Melanie Otto (alle Auslandsaufenthalt) verkraften. Doch am schwersten wiegt die Verletzung von Nina Röhrich. Bei der Rückraumspielerin ist es fraglich, ob sie wiederkommt. Rogall: „Sie war eine der Hauptleistungsträgerinnen und passte auch von ihrer Persönlichkeit perfekt in die Mannschaft. Sie fehlt enorm.“ Die Verantwortung, die Röhrich getragen hatte, sollen nun Claudia Irion, Sieglinde Platz und Rosalie Wagner übernehmen. Erstere werden wieder öfter zur Verfügung stehen. Und von der aus der A-Jugend zum Team gestoßenen Wagner hält Rogall viel: „Rosi hat sich im Training ziemlich gemacht. Sie wird etwas bewirken können.“ Aus der A-Jugend kommen zudem Stefanie Raskopf (Rückraum), Lisa Böhmer (Tor und Kreis) und Christina Meinert (Außenbahnen) zur Mannschaft.

Trotz eines weiteren Jahres des Umbruchs wollen die Vaihinger Handballerinnen angreifen. „Ich hoffe, dass sich die Mannschaft schnell zusammenrauft. Die Spielerinnen haben schon den Wunsch geäußert, oben anzugreifen“, sagt Rogall. „Im Rückraum sind wir auf jeden Fall stärker.“




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