Donnerstag, 24. Mai 2012

Die Vorbereitung beginnt nur schleppend




19/08 2010

Die Vorbereitung beginnt nur schleppend

Thomas Gabriel und Tanja Weber sind Stützen ihrer jeweilgen Mannschaft der BSG Vaihingen/Sachsenheim. Fotos: Lämmle

Vaihingen (nac). Rund fünf Wochen sind es, bis die Basketballer der BSG Vaihingen/Sachsenheim in die neue Saison starten. Für die Sportler sollte dies eigentlich bedeuten, dass sie sich in schweißintensiven Trainingseinheiten auf die Runde vorbereiten. Doch nicht so bei der BSG.

Wie in jedem Jahr hat die Vaihinger Stadtverwaltung darauf bestanden, dass die Sporthallen über weite Strecken der Sommerferien geschlossen bleiben. Erst Anfang September soll die BSG Vaihingen/Sachsenheim wieder den Regeltrainingsbetrieb aufnehmen können, berichtet der Vorsitzende Günter Lämmle. Dann haben die Männer noch drei Wochen bis zum ersten Saisonspiel in der Landesliga beim TSV Eltingen am 26. September, die Frauen vier Wochen bis zu ihrem ersten Auftritt nach dem Aufstieg in die Landesliga am 3. Oktober gegen die BG Remseck.

Vor allem für Christian Flätgen ist diese Situation besonders unbefriedigend. „Wir haben auf der Homepage des Basketballbezirks gepostet, dass wir Probetrainings für interessierte Spielerinnen veranstalten, um unsere Mannschaft zu verstärken“, sagt der Trainer der Frauenmannschaft. „Die Spielerinnen kommen nun teilweise von weit her, nur um dann zu erfahren, dass wir noch nicht einmal auf den Freiplatz können, weil es regnet.“ So könne es sein, dass Spielerinnen sich anderen Vereinen anschließen, die Hallenzeiten haben und bereits mit dem Training angefangen haben. Flätgen: „Natürlich kann man nicht sagen, dass wir Zugänge bekommen hätten, wären die Hallen offen gewesen. Aber wir bieten freiwillig über die Sommerferien Training an. Doch uns wird die Grundlage dafür entzogen.“

Dennoch sieht Flätgen die Mannschaft auch für die Landesliga gut gerüstet. Der Kern der Aufstiegsmannschaft bleibt zusammen. Nur Annemarie Fiedler (Auslandsaufenthalt) und Claudia Theilig (Studium) werden nicht mehr regelmäßig zur Verfügung stehen. Ihre Spielerpässe bleiben aber beim Club, so dass sie immer wieder einsteigen können. Dafür kehrt von der BG Tamm/Bietigheim Nadja Schuldes zurück, die die BSG unter den Körben verstärken wird. Außerdem steht die „athletische, schnelle und laufstarke“ (Flätgen) Nicole Rieß aus Lauffen im Kader.

Um die jungen Spielerinnen zudem noch mehr Erfahrung sammeln zu lassen, hat die BSG eine zweite Mannschaft gemeldet. Tanja Weber, Ann-Katrin Beuttenmüller, Melanie Deisch, Merve Kücük und Patricia Roller dürfen als Jugendspielerinnen uneingeschränkt eingesetzt werden. Außerdem sollen in der Bezirksliga langsam die Talente aus den Jugendmannschaften an den Aktivenbereich herangeführt werden.

Thomas Gabriel nimmt die Hallensituation bei den Männern etwas gelassener als sein Kollege bei den Frauen. „Im vergangenen Jahr hatten wir sogar eine längere Trainingspause im Frühjahr und Sommer. Clemens Beisel ist in diesem Jahr bereits bedeutend fitter. Und Alexander Stindl scheint wieder motivierter zu sein“, sagt der Spielertrainer. Zur Mannschaft der vergangenen Runde kommen Rückkehrer Achim Klenk (Wasatch Highschool/USA), Benjamin Thiede (TSV Malmsheim) und der ehemalige Vaihinger Markus Jelden, der sich wegen des Studiums eine Auszeit gegönnt hatte, hinzu. „Wenn alles gut läuft, sind wir ein Topteam und können angreifen“, gibt sich Gabriel zuversichtlich. „Von der Besetzung sind wir deutlich stärker.“

Und auch bei den Männern gibt es Zuwachs. Es wurde eine dritte Mannschaft gemeldet. In ihr sollen unterstützt durch einige ehemalige Landesligaspieler die Jugendlichen, die auf dem Sprung in die erste und zweite Mannschaft stehen, an das Niveau bei den Männern herangeführt werden.




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