Sersheim gewinnt den Eichwald-Cup und Nussdorf den Plattenpokal
Illingen/Wiernsheim (rkü/js). Der VfR Sersheim befindet sich in bestechender Frühform. Mit nur einer Niederlage marschierte der A-Ligist beim Eichwald-Cup in Illingen zum Turniersieg. Die Sersheimer ließen dabei am Ende sogar den Bezirksligisten aus Schwieberdingen hinter sich.
Was hatten die Illinger doch für einen guten Draht zu Petrus gehabt. Trotz anders lautender Prognosen fanden die Kicker bei meist nur leichter Bewölkung und angenehmen Temperaturen eigentlich beste Bedingungen vor. Doch das schlug sich zumindest nicht von Anfang an auf die Leistungen nieder. Einige der ersten Spiele waren recht schwach. Dies lag wohl aber auch an der zu großen Diskrepanz in der Leistungsfähigkeit der teilnehmenden Teams. So fertigte Sersheim beispielsweise Erligheim in nur 40 Minuten Gesamtspielzeit mit 7:0 ab. Illingen schaffte gegen Niefern immerhin ein 4:0.
Zu diesem frühen Zeitpunkt sah es ganz so aus, als ob die beiden A-Ligisten aus der Region gemeinsam den Durchmarsch ins Finale schaffen könnten. Denn Illingen hatte das Auftakt-0:0 gegen Sersheims Zweite schnell verdaut und zeigte anschließend ansprechendere Leistungen. Wobei bei allen Teams immer wieder noch leichte Abstimmungsschwierigkeiten vor allem in der Defensive sichtbar wurden. Was immer wieder zu Toren führte. Allerdings dürfte dies den im Turnierverlauf immer zahlreicher werdenden Zuschauern nicht unrecht gewesen sein.
Solche Abstimmungsprobleme zeigte auch Sersheim, das im letzten Gruppenspiel gegen Schwieberdingen zunächst in Führung ging, dann aber quasi im Gegenzug den Ausgleich hinnehmen musste. In der zweiten Hälfte drehte der Bezirksligist dann die Partie und gewann noch 3:1. Sersheim war damit nur Gruppenzweiter und traf deshalb im Halbfinale ausgerechnet auf den bis dahin ungeschlagenen Gastgeber. Aber hier zeigten sich die Mettertäler gut von der Niederlage erholt und setzten sich schließlich mit 3:1 durch. Damit wartete im Finale wieder Schwieberdingen, das sich klar mit 4:0 gegen die Sportfreunde aus Mühlacker durchgesetzt hatte. Sersheim hatte allerdings aus der Niederlage gelernt und holte sich schließlich mit 2:1 den Turniersieg. Das kleine Finale wurde im Elfmeterschießen ausgetragen. Hier holten sich die Gastgeber ihren zweiten Sieg gegen die SF Mühlacker ab.
Enttäuschend war der Auftritt des VfB Vaihingen. Der fand nämlich überhaupt nicht statt. Der A-Liga-Absteiger hatte kurzfristig abgesagt. Spielleiter Volker Kreb erklärte gegenüber der VKZ: „Wir haben absagen müssen, weil erst am Freitagabend im Training klar geworden ist, dass wir keine Mannschaft zusammenbekommen. Das tut mir leid für die Illinger. Am Donnerstag hatte es noch ganz gut ausgesehen.“ Üppig sei der Vaihinger Spielerkader da zwar auch nicht gewesen, doch hätte es für die Turnierteilnahme gereicht – wenn sich nicht am Freitagabend mehrere Spieler kurzfristig wegen anderer Wochenendpläne abgemeldet hätten.
Michael Scheying, der neue Trainer des TSV Nussdorf, ist zufrieden mit seiner Mannschaft, die im Frühsommer aus der Kreisliga A 3 abgestiegen ist. Gestern gewann der TSV Nussdorf in Wiernsheim den Plattenpokal. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die versucht, die Vorgaben umzusetzen.“ Dafür wurde sie beim Turnier mit vier Siegen belohnt.
Im Endspiel gewann Nussdorf mit 2:0 gegen den A-Ligisten TSV Wiernsheim. Tobias Benz schoss beide Tore. „Wiernsheim war sehr destruktiv“, analysiert Scheying. „Im Halbfinale gegen Mönsheim haben wir unsere Offensivstärke aber zeigen können, denn die Mannschaft hat gut mit uns mitgespielt.“ Das Halbfinale endete 5:2 für Nussdorf, Benz erzielte drei der Treffer.
Das Spiel um Platz drei ging an den SV Iptingen. In der Partie gegen die SpVgg Mönsheim schoss der Iptinger Marc Nowotny das einzige Tor. Iptingen hatte im Halbfinale das Derby gegen den TSV Wiernsheim mit 5:6 verloren. Diese Entscheidung war erst im Elfmeterschießen gefallen, nach regulärer Spielzeit stand es 1:1. „Wir hatten früh genügend Chancen, um das Spiel in der regulären Spielzeit für uns zu entscheiden“, berichtet Karl-Heinz Rapp, der die Iptinger Mannschaft vom Spielfeldrand aus dirigierte. „Der Torabschluss ist unser großes Problem.“ Turnierleiter Patrick Diaz-Garcia vom TSV Wiernsheim sagte: „Unsere Mannschaft wird es so nie wieder geben – acht Stammspieler aus der Ersten sind ersetzt.“ Die spontan zusammengewürfelte TSV-Elf schlug sich gut und fand erst im Finale ihren Meister, als sie 0:2 gegen Nussdorf unterlag.
Für den TSV Großglattbach lief das Turnier nicht so positiv. In der Vorrunde unterlag die Mannschaft zweimal mit nur einem Tor Unterschied, doch damit war sie als Gruppenletzter ausgeschieden. Spielleiter Christian Leimbert: „Gegen Nussdorf haben wir eine Halbzeit gut gespielt und durch Steffen Kurfiß auch 1:0 geführt. Aber dann haben wir beim 1:1 einmal geschlafen und am Schluss hat die Kraft nachgelassen.“ Die Partie endete 2:1 für Nussdorf. Gegen Iptingen war es ebenfalls ausgeglichen, versichert Leimbert. „Aber es war wieder eine Unkonzentriertheit von mehreren Spielern, die zum Gegentor geführt hat.“ Nach einem Freistoß hatte ein Iptinger Angreifer zu viel freien Raum und konnte unbedrängt einschießen. Iptingen stand damit im Halbfinale, Großglattbach war raus. Nur der TSV Wurmberg war schlechter, er verlor gegen Wiernsheim 0:5.
