Handballfreunde fördern Sport in Vaihingen
Vaihingen (rkü). Am 23. April war die Gründungsversammlung, jetzt ist die offizielle Eintragung ins Vereinsregister erfolgt. Die Handballfreunde Vaihingen haben sich die Förderung des Handballsports in Vaihingen auf die Fahnen geschrieben. In erster Linie im TVV, aber auch darüber hinaus.
20 Personen sind zur Gründungsversammlung der Handballfreunde erschienen – alle 20 trugen sich als Gründungsmitglieder in die Liste ein. Inzwischen hat der Verein 24 Mitglieder, eine Satzung und ein erstes Informationsblatt. Der Vorsitzende Bernd Trostel sagt: „Das erste Vierteljahr haben wir dazu gebraucht, die Regularien abzuwickeln, damit alles auch rechtlich standhält.“ Jetzt kann die eigentliche Arbeit beginnen – die Förderung des Handballsports in der Stadt unterm Kaltenstein.
„Wir wollen die Arbeit auf mehr Schultern verteilen als bisher“, sagt Trostel zu den Gründen, warum der Förderverein jetzt ins Leben gerufen wurde. „Außerdem soll es ein Stückweit eine Trennung geben zwischen dem klassischen Handballverein und dem Fördern, das über dessen Aufgaben hinaus geht.“ Helmuth Lindner, der Leiter der Handballabteilung im TV Vaihingen, freut sich, dass es die Handballfreunde jetzt endlich gibt. „Ich wollte die Gründung eines Fördervereins schon seit Jahren haben.“ Trostel ergänzt: „Jetzt haben genug Menschen die Überzeugung gefunden, dass ein Förderverein den Handballsport in Vaihingen weiterbringen sollte. Es ist ein schöner und schneller Sport, man sollte noch mehr jungen Menschen die Möglichkeit geben, ihn auszuüben.“ Wirtschaftliche Gründe wie ein zu hoher Jahresumsatz, der die steuerliche Begünstigung des Vereins gefährdet hätte, seien nicht ausschlaggebend für die Gründung, betonen Trostel und Lindner.
Zwar steht das genaue Programm für die Aktivitäten des Fördervereins noch nicht fest, doch auch schon vor der entsprechenden Vorstandssitzung verrät die Führungsspitze der Handballfreunde ein bisschen über ihre Vorhaben. Zunächst sollen einmal Förderer geworben werden – ehemalige Handballer, Unternehmen und andere. Neben der alljährlich notwendigen Mitgliederversammlung und Vorstandssitzungen im Vier-Monats-Turnus sollen die Mitglieder mit einem regelmäßigen Newsletter per E-Mail über Tätigkeiten und Vorhaben informiert werden. „Das ist uns wichtig, damit sie sich schon früh zu Wort melden können, falls ihnen etwas nicht gefallen sollte“, sagt Trostel. Sein Stellvertreter Rudolf Jetter bringt ein ganz konkretes Beispiel vor. „Wir könnten uns bei den Heimspielen der Männer- und Frauenmannschaften – und nur bei denen – eine Sektbar ganz gut vorstellen. An dieser Bar fließen sicherlich auch viele Informationen.“ Man habe dies zum ersten Mal beim Länderspiel der A-Juniorinnen im Oktober probiert. Die Bar sei so gut angekommen, sagt Jetter, dass sie seitdem schon bei mehreren Heimspielen erneut aufgebaut wurde. Das soll in der nächsten Saison zur festen Einrichtung werden.
Stichwort Länderspiel: Genau solche Veranstaltungen, die über den regelmäßigen Spielbetrieb des TV Vaihingen hinausgehen, wären prädestiniert, um künftig unter dem Dach der Handballfreunde stattzufinden. Handballabteilung und Handballfreunde sind zwar rechtlich eigenständig, aber personell doch eng verzahnt. „Man kennt sich, der Förderverein ist kein Fremdkörper“, unterstreiche Lindner. Bei den Vorstandssitzungen der Handballabteilung sitzt auch ein Vertreter der Handballfreunde mit am Tisch.
Gleichwohl soll das Schulhandballturnier auch künftig von der Handballabteilung des TV Vaihingen selbst ausgetragen werden. „Das große Turnier war schon zum 17. Mal und es hat sich bewährt. Unser Jugendwart Armin Schubert macht eine gute Arbeit, das läuft hervorragend und das wollen wir auch nicht ändern“, sagt Lindner. Jetter ergänzt, dass nach der Auflösung der Spielgemeinschaft mit dem SV Illingen die Illinger Grundschule auf den TV Vaihingen zugekommen sei, um auch für die Illinger Schüler die künftige Teilnahme am Turnier zu sichern. Diese wurde seitens der Handballer gerne zugesichert – immerhin ist das Turnier mit rund 500 Teilnehmern eine optimale Möglichkeit, Handball zu werben.
