Riet (ev). Positives vom SV Riet – das gab es in den vergangenen Jahren selten. In der Vorbereitung zur Saison 2009/2010, in der der SVR in der Fußball-Kreisliga C5 antreten muss, läuft es nun rund. Das neue Trainer-Duo hofft, dass es so bleibt.
Abstieg aus der Kreisliga B5, neues Trainerduo, neues Abteilungsleiterduo – das war kurz zusammengefasst die erste Sommer-Hälfte des SV Riet. Nicht gerade Nachrichten zum Jubeln, doch das Blatt scheint sich gewendet zu haben. „Ich bin positiv überrascht“, sagt zumindest Frank Feeser. Er und Marcel David sind die neuen Trainer des SV Riet.
Die Vorbereitung, die seit Ende Juli läuft, sei bisher ein Erfolg. „14 Leute, weniger waren nie da“, berichtet Feeser. Und in Riet gibt es seit dieser Saison nur noch eine Mannschaft. Die Urlaubszeit sei nur am Rande zu spüren. „Wir haben eine richtig gute Stimmung in der Mannschaft“, freut sich Feeser.
Woher der Stimmungswandel beim SVR kommt, kann sich der neue Trainer nicht erklären. Als Spieler hat Feeser selbst mitbekommen, wie es in den vergangenen Monaten lief. „Ich habe keine Ahnung, aber ich weiß, dass das Training vom ersten Tag an Spaß gemacht hat“, sagt er. Lob gibt es auch für die beiden neuen Abteilungsleiter Bernhart Braunbach und Toni Minks: „Die sind total motiviert.“ Wie übrigens alle in dem kleinen Verein.
Trotzdem ist das Ziel des SV Riet nicht der sofortige Wiederaufstieg. Unter die ersten fünf will der SV kommen. Das ist vorsichtig formuliert, denn neben dem SC Hohenhaslach ist der Klub aus dem Strudelbachtal die einzige erste Mannschaft in der Liga. „Einfach wird es nicht. Es wird nicht jeden Sonntag einen 7:0-Sieg geben“, ist er sich sicher. Hohenhaslach ist sein persönlicher Favorit und auch den Bezirksliga-Reserven von Germania Bietigheim und Hellas Bietigheim traut er einiges zu.
„Wenn wir zum Beispiel die ersten Spiele verlieren, kann es schnell so laufen wie in der vergangenen Saison“, warnt der Trainer. Das hieße dann: wenig Motivation, eine schlechte Trainingsbeteiligung und eine miese Stimmung.
Soweit soll es allerdings gar nicht erst kommen. Und bisher machen alle mit. Auch die, die in der bevorstehenden Spielzeit wahrscheinlich nicht so oft zum Zug kommen werden. Eine zweite Mannschaft gibt es nicht mehr, spielerisch hätten allerdings nicht alle das Zeug für die erste Mannschaft. Bisher würden diese Spieler aber trotzdem noch regelmäßig erscheinen. Zwei Neue starten zudem diese Jahr für Riet. Benjamin Hummel kommt vom FC Gehenbühl und Frederik Janzen aus der eigenen Jugend. Nicht mehr im Aufgebot stehen: Constantinos Effrosinidis (TSV Enzweihingen), Philipp Janzen (TSV Oberriexingen), Marco Wolf und Rosario Linorio (beide VfB Vaihingen).
Feeser sieht allerdings noch ganz andere Probleme in der Tatsache, dass es nun kein Vorspiel mehr geben wird. „Wir werden das auch am Umsatz merken“, sagt er. Dass er und seine Mannschaft nun jede zweite Woche bereits um 13.15 Uhr auf dem Platz stehen werden, hält er dagegen für kein großes Problem. „So hat man immerhin noch etwas vom Sonntag.“
Die Vorbereitung lief bisher ganz gut. Von Steinegg trennte sich Riet mit einem 2:2, von der zweiten Mannschaft des SV Illingen mit 1:2. Noch zwei Testspiele gegen Tamm und Hirschlanden hat die Mannschaft vor sich. Neben der Kondition versuchen Feeser und David der Mannschaft auch ein neue Systeme beizubringen. „Wir wollen variabler spielen können“, erklärt Feeser. Ein weiters Ziel ist es, die jungen Spieler aufzubauen und ihnen beim SV Riet eine Perspektive zu bieten. Der Altersschnitt liegt weit unter 25 Jahren. Die beiden Spielertrainer gehören mit 29 zu den ältesten.
Frank Feeser war schon beim SV Riet, als der Verein das letzte Mal in der C-Klasse gespielt hat und er erinnert sich auch noch an den Aufstieg in der Saison 2000/2001. Am 6. September beginnt dieses Jahr die Runde. Dann ist der TSV Ensingen II zu Gast in Riet. „Die Meisterschaft zu wiederholen, wird schwer“, sagt Feeser. Aber wer weiß, vielleicht hilft ja die Erinnerung.
