Der FV Roßwag spielt fast nur Derbys
Roßwag (rkü). Illingen, Lomersheim, Gündelbach, Vaihingen, Nussdorf und Iptingen – der FV Roßwag plant in der kommenden Fußballsaison von Derby zu Derby. Die Vorbereitung auf den Rundenstart in der Fußball-Kreisliga A3 läuft auf Hochtouren, am Sonntag geht’s los.
Luftlinie beträgt der Abstand zwischen den Sportplätzen von Roßwag und Lomersheim nur vier Kilometer. Zum Rundenauftakt erwarten die Verantwortlichen des FV Roßwag zahlreiche Besucher aus Lomersheim am Fuß des Roßwager Weinbergs. Martin Grözinger, einer der beiden neuen Trainer des FVR, sagt: „Wir spielen dieses Jahr sehr viele Derbys.“ Durch den Aufstieg des SV Iptingen kommt jetzt noch eines hinzu. „Außerdem kennen viele Spieler den FC Gündelbach noch von der Jugend her.“ Die zentrale Lage von Roßwag dürfte immer wieder für eine ansprechende Zuschauerkulisse gut sein. Zumindest wenn die Leistung der Mannschaft stimmt.
„Mit unserem sehr gut besetzten Kader wollen wir ganz klar vorne mitspielen“, gibt Markus Oehler als Saisonziel vor. Er leitet gemeinsam mit Grözinger das Training der Roßwager Fußballer. Beide haben ihr Amt erst im Sommer angetreten, doch schon jetzt sagen sie übereinstimmend: „Es passt sehr gut.“ Der Verein sei an einer längerfristigen Zusammenarbeit interessiert, gibt Oehler zu verstehen. Es gebe auch keine Vorgabe, den Aufstieg dieses Jahr unbedingt zu schaffen.
Grözinger sagt zur Spielstärke in der Kreisliga A3: „Es ist eine sehr ausgeglichene Staffel. Wir wollen vorne mitspielen. Aber wenn der Wurm drin ist, steht man ganz schnell weit hinten.“ Doch die beiden FVR-Trainer sind sich einig: „Unsere Mannschaft ist in der Breite sehr gut besetzt.“ Etwa 16 bis 18 Mann umfasse der Kader der ersten Mannschaft. Auch wenn mehrere Spieler gleichzeitig ausfallen, müsse das Leistungsniveau insgesamt nicht rapide absinken. „Wir haben auf jeder Position Alternativen“, freut sich Grözinger. Insgesamt bereiten sich derzeit 25 bis 30 Spieler auf die neue Saison vor. Die Trainingsbeteiligung freut die Verantwortlichen: „Das ist eine gute Sache, gerade auch für die zweite Mannschaft.“
Nach der verkorksten Rückrunde der Saison 2008/2009 sollen die Roßwager wieder lernen, dem gegnerischen Team ihr Spiel aufzudrücken. „Die Mannschaft muss wieder mehr agieren und nicht nur reagieren“, sagt Grözinger. Für Oehler ist wichtig, dass sich die Spieler etwas aggressiver zeigen und mehr Zweikämpfe gewinnen. „Wir müssen mehr über außen gehen und nach vorne spielen.“ Die Stürmer Michel Kowalski und Manuel Gayer verstünden sich blind, sie müssten aber angespielt werden, fordert Oehler. Marcus Menge und Andreas Haller seien gute Leute im Mittelfeld, die das übernehmen könnten. Als Problem sieht Oehler die Tatsache, dass in der Roßwager Mannschaft viele Studenten mitspielen. Diese wollen ihr Team zwar an den Spieltagen nicht im Stich lassen, können aber nicht zu jedem Training nach Roßwag kommen.
In der Vorbereitung habe die Roßwager Mannschaft sich bemüht und Einsatz gezeigt, erklären beide Trainer übereinstimmend. Allerdings waren die Ergebnisse noch nicht zufriedenstellend. Gegen Kleinglattbach und Asperg verlor der FVR. Lediglich das Vorbereitungsspiel gegen den VfR Horheim, der aus dem Kreis Waldshut-Tiengen zum Trainingslager in den Vaihinger Stadtteil Horrheim gereist war, wurde mit 5:1 gewonnen. Ein letztes Testspiel vor dem Saisonauftakt folgt morgen Abend gegen den TSV Ensingen.
