Enzweihingen (kh). Zehn neue Spieler stehen Enzweihingens Trainer Hans-Ulrich Rähmer in der neuen Saison (Fußball-Kreisliga B5) zur Verfügung. Trotzdem: Auf seinen Top-Torjäger muss Rähmer künftig verzichten.
Hans-Ulrich Rähmer ist glücklich über die Bereicherung in seinem Team. Zwei Abgängen stehen zehn Neuzugänge gegenüber. „In der vergangenen Saison hatte ich ungefähr zwölf Spieler, die in die erste Mannschaft gehören und somit fast ohne Konkurrenz einen Stammplatz hatten“, berichtet der Trainer. Nun stehen ihm bis zu 20 Akteure zur Verfügung, die bis jetzt alle den Eindruck machen, in der ersten Mannschaft spielen zu können. „So habe ich mehr Auswahl. Der Druck erhöht sich und die Spieler sind engagierter“, erklärt Rähmer. Hakan Bas, Batuhan Kirpi und Emre Gür kamen vom SV Illingen. Michael Effrosinidis und Edwin Gibas-Braun stießen aus Hemmingen zum TSV Enzweihingen. Zudem werden Hajdini Granit, Rosario Belluardo (beide zuletzt VfB Vaihingen), Petro Spandis (TSV Eltingen), Constantinos Effrosinidis (SV Riet) und Andreas Schock (TSV Ensingen) in der kommenden Spielzeit das Enzweihinger Trikot tragen.
Zwar ist die Zahl der Abgänge deutlich kleiner als die der neuen Enzweihinger Akteure, doch Trainer Rähmer muss neben Wolfgang Held (FC Gündelbach) in Zukunft auch auf seinen Stürmer Fatmir Umeri verzichten (SpVgg Zaisersweiher). „Sein Abgang wiegt schwer, da er seit Jahren unsere Torgarantie ist“, sagt Rähmer. Dennoch macht sich der Trainer keine Sorgen über die künftige Torausbeute. Zum einen ist der Großteil der Neuzugänge sowieso offensiv ausgerichtet, zum anderen wird die Aufgabe des Toreschießens nun auf mehrere Schultern verteilt. Dadurch verspricht sich Rähmer unberechenbarer und flexibler zu sein.
Wer in der kommenden Runde von Anfang an auf dem Platz steht, ist noch nicht sicher. Mit einem Kader von über 30 Mann für die erste und zweite Mannschaft selektiert Rähmer die Spieler erst in den kommenden Wochen. „In den Testspielen habe ich alle Akteure spielen lassen, um mir ein Bild von jedem zu machen“, so Rähmer. Allgemein sei die Trainingsbeteiligung hoch.
Durch die unterschiedlichen Zusammensetzungen der Mannschaft bei den Testspielen, ist die Leistung auf dem Platz noch durchwachsen. Gegen Aurich (5:2) und die SpVgg Bissingen (3:2) siegten die Enzweihinger, gegen Vaihingen (1:5) und Hohenhaslach (1:2) unterlagen sie jedoch. Weitere Testspiele und das Qualifikationsspiel für den Bezirkspokal gegen Türk Gücü Möglingen folgen noch.
Vor allem an der Abwehrschwäche, durch die den Enzweihingern in der Vergangenheit viele Punkte entgangen sind, möchte Rähmer noch arbeiten. Spielerisch sieht der Trainer durch die vielen Neuzugänge eine Verbesserung. „Außerdem ist die Stimmung in der Mannschaft sehr positiv. Der Zusammenhalt wird immer besser“, freut er sich. Allgemein sieht der Trainer großes Potenzial in der Mannschaft, die in den kommenden Jahren reifen soll. „Durch die Neuzugänge haben wir langfristig die Möglichkeit, wieder oben mitzuspielen“, so Rähmer.
In der kommenden Saison ist der Plan jedoch erst einmal, sich von Beginn an im Mittelfeld festzubeißen. „Das wird kein leichtes Spiel, denn die Liga ist stärker geworden“, findet der Trainer. Mit Häfnerhaslach und Kleinsachsenheim sind zwei starke Teams hinzugestoßen. „Außerdem zeigte Kleinglattbach beim Stadtpokal eine starke Leistung“, so Rähmer.
Gegen die Kleinglattbacher muss der TSV Enzweihingen in der neuen Saison gleich am 16. September ran. Drei Tage zuvor spielt Enzweihingen gegen Großglattbach. Ein hartes Programm. Rähmer: „Angst und bange ist es uns jedoch nicht.“
