Oberriexingen (ev). Der TSV Oberriexingen hat sich gemausert: Vor zwei Jahren beendete die Mannschaft die Saison in der Fußball-Kreisliga B5 noch auf Platz zehn. Nun gehört das Team zu den Top-Favoriten.
Erst zweimal hat Oberriexingens Trainer Wolfgang Schüle seine Kicker zum Training gebeten. Vier Wochen Vorbereitung müssen dieses Jahr reichen. „Die Spieler brauchen eine Pause, in der sie regenerieren können“, erklärt er. Außerdem hätten sie so die Möglichkeit, die ersten beiden Wochen der Sommerferien für den Urlaub zu nutzen.
Sein Plan ist fast aufgegangen. Fast alle Spieler sind wieder daheim und der Rest kommt diese Woche zurück. Gut erholt, um dann die Laufeinheiten zu absolvieren. Die stehen nämlich zuerst auf dem Trainingsplan, bevor der Feinschliff folgt, der wohl erst abgeschlossen ist, wenn die Oberriexinger bereits wieder im Punktspielbetrieb sind. „Unsere Vorbereitung reicht zwei Wochen in die Saison hinein“, so Schüle.
Dabei wartet gleich am ersten Spieltag eine interessanter Partie auf die TSV-Kicker. Am ersten Spieltag am 6. September empfängt die Mannschaft den A-Liga-Absteiger TSV Häfnerhaslach. Schüle kann die Kirbachtäler schlecht einschätzen, vor allem deshalb, weil einige der Absteiger in den vergangenen Spielzeiten nicht unbedingt automatisch zu Favoriten zählten. Im Gegenteil.
Kleinglattbach, Kleinsachsenheim und eventuell Horrheim – mit diesen Teams rechnet Wolfgang Schüle im Meisterkampf und er hofft, dass sein Team mittendrin sein wird. Das Ziel der Oberriexinger ist es, mindestens den dritten Platz aus der Vorsaison zu bestätigen. „Das wird schwer genug“, warnt Schüle. Momentan passt allerdings alles. Ernsthaft verletzt ist keiner. Nur Stürmer Benjamin Zech, der in der vergangenen Rückrunde allein 24 Treffer erzielte, hat Probleme mit den Bändern.
Und was muss im Vergleich zur Vorsaison besser werden, damit es für einen Platz ganz vorne reicht? „Wir dürfen nicht mehr so viele leichte Tore bekommen“, sagt Schüle. Teilweise habe da einfach die Cleverness gefehlt. In der Rückrunde sei das allerdings schon besser geworden.
Als Neuzugänge können die Oberriexinger folgende Spieler melden: Benjamin Schembera (FV Löchgau), Hannes Fandrich (SV Sternenfels), Michael Hoppe (FV Roßwag), Philipp Janzen (SV Riet), Selim Okcu (TSV Unterriexingen) und Partick Schüle sowie Kevin Streicher (beide eigene Jugend). Vor allem von Torwart Schembera und den beiden jungen Spielern verspricht sich Schüle einiges. Abgänge gibt es im Prinzip eigentlich nicht. Nur Torwart Markus Bayha will seine Karriere beenden, wird aber aushelfen, wenn mal Not am Mann ist.
Dass in Oberriexingen das Personal ausgeht, ist zunächst einmal eher unwahrscheinlich. Auf 16/17 Spieler pro Mannschaft kann Schüle zurückgreifen, auch wenn Manuel Pfeiffer (Auslandsaufenthalt) und Dominik Baur (Zivildienst) nicht die ganze Saison dabei sind. Der Rest ist einsatzfähig. Das sind so viele Spieler, dass der Trainer zumindest einmal in der Woche erste und zweite Mannschaft getrennt trainieren lässt, „sonst ist der Haufen zu groß“.
Damit die Trainingsbeteiligung stimmt, sind ab der nächsten Woche auch morgens Einheiten für die Schichtarbeiter angesetzt. Schüle hat Urlaub und kein Problem damit, zweimal am Tag eine Übungsstunde zu leiten. „Immerhin wollen wir etwas erreichen“, unterstreicht er. Einige Trainingseinheiten wird zudem Physiotherapeut Steffen Fischer leiten. Dann ist Koordination angesagt. „Wir sind auf einem guten Weg“, ist sich der Oberriexinger Übungsleiter sicher. Da dürften dann auch vier Wochen Vorbereitung ausreichen.
