Donnerstag, 24. Mai 2012

Oberste Priorität hat der Aufstieg




Oberste Priorität hat der Aufstieg.
Fußball, Saisonvorschau: SC Hohenhaslach, Kreisliga C5.

Hohenhaslach (sv). Eine regelrechte Talfahrt hat der SC Hohenhaslach hinter sich. Innerhalb von zwei Jahren ging es von der Kreisliga A3 in die unterste Klasse, die Kreisliga C5. „Wir schauen nach vorne“, gibt sich Trainer Stefan Hellwig trotzdem optimistisch. Der direkte Wiederaufstieg ist das Ziel.

Der 14. Juni 2008 und der 10. Juni 2009 sind zwei Daten, die bei einigen Hohenhaslacher Fans noch immer für Tränenausbrüche sorgen. Im Juni 2008 bezwang Hellas Bietigheim, mittlerweile Bezirksligist, den SCH nach Elfmeterschießen und besiegelte damit den Abstieg in die Kreisliga B5. Gut ein Jahr später sorgte der SV Sternenfels mit einem 1:0-Sieg in der Verlängerung dafür, dass nach der ersten Mannschaft, die bereits direkt abgestiegen war, auch die Zweitvertretung der Hohenhaslacher in der kommenden Runde nicht in der B-Liga antreten darf.
Was vergangene Saison falsch gelaufen ist, dazu möchte Stefan Hellwig, seit Mitte der vergangenen Runde Trainer beim SCH, nur wenig sagen: „Ich bin ja im Sommer 2008 zum VfB Vaihingen gewechselt und war deshalb auch zu weit weg, um das zu beurteilen.“ Die Devise in Hohenhaslach heißt: „Es ist schade, dass wir den Abstieg nicht vermeiden konnten, aber wir müssen nach vorne schauen.“

Keine Frage: Oberste Priorität hat der direkte Wiederaufstieg in die Kreisliga B5. Und das bisherige Auftreten in der Vorbereitung gibt Anlass zur Hoffnung im Sachsenheimer Ortsteil. Zunächst schlugen die Rot-Weißen auswärts den SSV Auenstein, B-Ligist aus dem Unterland, mit 7:1. Auch gegen die Mannschaften aus der heimischen Kreisliga B gab es nur positive Ergebnisse. Der TSV Enzweihingen musste sich 1:2 geschlagen geben und beim Sachsenheimer Stadtpokal gewann der SCH gegen den TSV Häfnerhaslach mit 2:0, bevor er sich den Sportfreunden Großsachsenheim im Finale im Elfmeterschießen geschlagen geben musste.
Das Trainerduo aus Stefan Hellwig und Ralph Schindler, der vergangene Saison noch für den FC Gündelbach gegen – vorzugsweise ruhende – Bälle trat, agiert dabei nicht nur an der Seitenlinie, sondern spielt aktiv mit. „Wir telefonieren regelmäßig und teilen uns die Arbeit wirklich 50:50 auf“, beschreibt Hellwig das Zusammenspiel mit Schindler. „Das funktioniert einwandfrei und läuft auf einer freundschaftlichen Basis.“

Unterstützt werden die Trainer von Tobias Hellwig, der den Posten des Spielleiters von Ralf Herrmann übernimmt. Herrmann zeichnet jetzt als Torwarttrainer verantwortlich. „Wir machen das in Zusammenarbeit mit dem Vorstand, mit Uwe Kummer und Manfred Wirth, die schon seit Jahren ihr letztes Hemd für den Verein geben“, sagt Stefan Hellwig.

Seit dem 27. Juli sind beide Mannschaften im Training und die Spieler würden, so die Auskunft des Trainers, einwandfrei mitziehen. Eine regelmäßige Trainingsbeteiligung von 18 bis 22 Mann spreche eine eindeutige Sprache. „Und dass, obwohl wir Schichtarbeiter dabei haben, obwohl gerade Urlaubszeit ist und obwohl wir in der untersten Liga spielen.“ Nach den obligatorischen Laufeinheiten liegt der Schwerpunkt nun auf taktischem Training. Hellwig: „Von nichts kommt nichts, man muss sich den Arsch aufreißen. Am Ende entscheidet Leistung und Disziplin und wir werden knallhart danach aufstellen.“

Der Kader ist breit genug, um auch die zweite Hohenhaslacher Mannschaft, die immerhin Vizemeister der Parallelstaffel C6 wurde, nicht abmelden zu müssen. Im Gegenteil: Die Personalsituation ist nicht schlecht. Dem relativ kurzfristigen Abgang von Daniel Nissan zum TSV Botenheim und dem Engagement von Marino Majer bei Croatia Bietigheim stehen einige Neuzugänge gegenüber.

Verbesserungsfähig ist vor allem die Defensive der Kirbachtäler. Die 80 Tore, die dem Team aus dem Sachsenheimer Ortsteil letzte Saison eingeschenkt wurden, bezeichnet der Coach als einen „unabdingbaren Wert“ und „die reinste Katastrophe“.
 Die Aufbruchstimmung, um diese Saison mit weniger Gegentoren in die Kreisliga B5 durchzumarschieren, ist auf jeden Fall da. Für den Trainer ist die Staffel C5 stärker als die Kreisliga C6, in der die SCH-Zweite antritt. Als weitere Favoriten auf die Meisterschaft in der C5 nennt Hellwig den SV Riet und die Reserven der Bietigheimer Mannschaften Hellas und Germania. Davor sollen seine Spieler aber nicht zurückschrecken: „Das Titelrennen werden wohl vier Mannschaften unter sich ausmachen. Aber bei uns muss jetzt einfach der Aufstieg her.“




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