Donnerstag, 24. Mai 2012

Keine Stammplatzgarantien beim VfR




Keine Stammplatzgarantien beim VfR
Fußball-Saisonvorschau: VfR Sersheim, Kreisliga A3

Sersheim (sv). Verkorkste Vorsaison hin oder her. Der VfR Sersheim spielt weiterhin in der Kreisliga A3 und hat im 26-jährigen Björn Hammel einen neuen Spielertrainer verpflichtet. Der Grundstein für einen Neuanfang in der Mettertalgemeinde ist also gelegt.

Es weht ein frischer Wind im Mettertal. Nicht nur das Amt des Trainers ist von Routinier Thomas Marbach an den bisherigen Landesligaspieler Björn Hammel weitergereicht worden. Sein Ziel wird sein, den VfR aus dem Keller der A-Liga wieder ins gesicherte Mittelfeld zu führen.

In Marco Aprigliano (SV Illingen), Marc Staudenmaier (Kleinsachsenheim) und Alexander Schaaf (FV Löchgau, A-Jugend) kamen neben Hammel gleich drei Spieler zur Mannschaft, die für die Defensivarbeit zuständig sein werden. Die Neuzugänge Andreas Glaser (FV Ingersheim), Benjamin Faigle (TSV Kleinglattbach) und Michael Schmid (eigene Jugend) komplettieren den Kader. Nach vier Vorbereitungsspielen und einem Blitzturnier zieht der neue Übungsleiter Bilanz: „Hinten lief’s ganz gut, wir haben auch die Außenverteidigung neu besetzt. In Sersheim gibt es viele Spieler, die diese Position problemlos spielen können. Und vorne haben wir die Tore gemacht.“

Die Ergebnisse geben ihm Recht. Beim 2:0-Heimsieg gegen den TSV Maulbronn blieb das Sersheimer Gehäuse genauso sauber wie bei den Turnierspielen gegen die Spvgg Zaisersweiher II (5:0) und dem FV Lienzingen (4:0). Nur beim Auftakt gegen den TSV Güglingen stand die Abwehr noch nicht besonders solide. Am Ende hieß es 7:7-Unentschieden. „Das war schon kurios“, erinnert sich Hammel. „Allerdings habe ich in dieser Begegnung auch alle 22 Spieler zum Zug kommen lassen. Da gab es ein paar Abstimmungsprobleme, mittlerweile passieren in der neuen Formation nur noch kleine Fehler, aber insgesamt passt es.“

Dass die Mannschaft sich recht schnell eingespielt hat, liegt wohl auch an der hohen Motivation der Spieler. „Jeder zieht mit, alle sind super motiviert, obwohl wir nur drei Wochen Pause hatten“, berichtet der Spielertrainer. Auch bei den Trainingseinheiten zu Kondition und Schnelligkeit, die traditionell zum eher unbeliebten Teil der Saisonvorbereitung gehören, würde kein Kicker meckern. Der Teamgeist beim VfR stimmt darüber hinaus, sodass sich auch die neuen Spieler problemlos in die Mannschaft integriert hätten.

In der Breite, so der Trainer, sei der VfR jedenfalls sehr gut besetzt. „Um noch effektiver arbeiten zu können, haben wir den Kader der ersten Mannschaft auf 19 Spieler reduziert, die allesamt gleichwertig sind. Wir haben also nicht nur unsere Quantität, sondern auch unsere Qualität verbessert.“ Logische Folge: Stammplatzgarantien gibt es in Sersheim nicht einmal für den Trainer selbst. „Niemand kann sich sicher sein, ob er spielt. Und wenn ich einmal schlecht drauf bin, dann spielt jemand anderes“, macht Hammel deutlich.

Für Sersheim gilt es nun, die Zitterpartie der vergangenen Runde vergessen zu machen. Der Trainer ist optimistisch: „Wir wollten wieder Spaß am Fußball haben und das ist uns bisher gelungen. Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben und alles andere zeigt sich dann.“ Die ersten Pflichtspiele bezeichnet Hammel jedenfalls als „Hammer-Auftakt“. Zuerst geht es zum Mettertalderby nach Gündelbach, danach spielt der VfR bei der zweiten Auswahl von Verbandsligist 08 Bissingen. Das erste Heimspiel bestreitet die Hammel-Elf am dritten Spieltag gegen Meisterschaftsfavorit FV Löchgau II.

„Das ist ein so gut aufgestellter Verein mit guter Jugendarbeit“, zollt der Coach den Löchgauern Respekt. Neben der FVL-Zweiten gehört für Hammel auch der FV Roßwag in den Topf der Favoriten. „Die sind ganz vorne mit dabei, wenn sie aus der Rückrunde gelernt haben“, sagt er. Die Saison wird zeigen, ob auch der VfR mit neu aufgestellter Viererkette und ballorientiertem Spiel ein Wörtchen im vorderen Tabellendrittel mitreden kann.




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