Iptingen (ev).Ein neuer Trainer, eine neue Liga: Beim SV Iptingen hat sich einiges verändert. Alfred Eberle heißt der Neue und er will mit dem Aufsteiger auch in der Fußball-Kreisliga A3 eine gute Rolle spielen. Das Team ist im Vergleich zum Vorjahr aber fast identisch. Abgänge gab’s nämlich nicht.
Gille, Rapp oder Gerhard – viele Namen tauchen im Spielerkader des SV Iptingen gleich mehrfach auf. Man könnte den SVI auch als kleinen Familienbetrieb bezeichnen. Mittlerweile gibt es in Iptingen zum Beispiel vier Spieler, die Rapp heißen. Jonas und Sebastian Rapp sind neu aus der eigenen Jugend gekommen. Außerdem neu ist Manuel Trutter. Für den neuen Trainer Alfred Eberle waren die vielen doppelten und dreifachen Namen am Anfang verwirrend. „Drei Wochen habe ich schon gebraucht“, verrät er.
Abgesehen von den Namen hat er sich aber sehr schnell in Iptingen eingelebt. Bisher laufe es auch gut. Die Trainingsbeteiligung liege im Schnitt knapp unter 30 Personen, die Spieler wären motiviert und würden auch bei Konditionseinheiten nicht murren, sondern eher noch mehr machen. „Es ist alles so, wie ich es mir vorgestellt habe“, sagt Eberle. Seine letzte Station war der TSV Wurmberg. Seitdem sind allerdings drei Jahre vergangen. „Ich wollte eine Pause“, sagt der Trainer. Doch irgendwann sei das Kribbeln wieder da gewesen.
Laut Iptingens Spielleiter Michael Gille ist im Verein ein frischer Wind eingezogen. Neue Übungen gibt’s nun zum Beispiel „und Alfred Eberle redet auch mehr über die Übungen“, sagt Gille. Alles ändern wird der Trainer aber nicht. Das Spielsystem Libero wird zum Beispiel beibehalten. Die Gesamtausrichtung könnte aber eher defensiver werden. Immerhin spielt der SVI nun auch eine Klasse höher.
Die Kreisliga A3 ist nicht nur für die Iptinger Spieler Neuland, auch für Eberle ist die Liga unbekannt. Er trainierte bisher ausschließlich badische Mannschaften. Los geht es Iptingen am 23. August gegen Besigheim, dann folgt ein Heimspiel gegen Bönnigheim. Richtig interessant wird allerdings der fünfte Spieltag. Schon jetzt freut sich das ganze Dorf auf den 20. September, wenn Iptingen auf Wiernsheim trifft. „Das wird für die Zuschauer ein Highlight und eine Niederlage wäre richtig bitter“, sagt Gille.
Als Aufsteiger gehören die Iptinger sicherlich nicht zu den Top-Favoriten, aber Gille und Eberle sind sich einig, dass der SVI im Normalfall durchaus in der Lage sei, eine gute Rolle zu spielen. Das Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz. „Aufpassen müssen wir trotzdem“, sagt Gille. Die Liga sei ausgeglichen und er erwartet eine ähnlich spannende Saison wie es die vergangene war. Bis kurz vor Schluss kämpfte noch die gesamte Liga um den Klassenerhalt. Besigheim, Löchgau II, Roßwag – das sind Mannschaften, die laut Gille vorne mitspielen könnten. Einen haushohen Favorit erkennt er nicht. „Es wird interessant.“
Doch nicht nur die erste Mannschaft hat viel vor, auch von der Zweiten wird viel erwartet. „Wir wollen um den Aufstieg mitspielen“, sagt Eberle. Eine B-Liga-Mannschaft wäre als Unterbau ein toller Anreiz für neue Spieler und eine Perspektive für Jugendspieler. Deshalb trainieren auch beide Teams zusammen. Unterstützung erfährt Eberle dabei durch Co-Trainer Karl-Heinz Rapp. „Wenn die Mannschaften getrennt trainieren, spaltet das“, erklärt Eberle. Dabei sei es gerade bei Vereinen wie dem SV Iptingen wichtig, dass die Gemeinschaft stimmt. Denn davon leben die Vereine.
