Donnerstag, 24. Mai 2012

Tennis bis weit nach Mitternacht




Die meisten Trainingseinheiten wurden auf spielerische Weise vermittelt. Foto: Küppers
Die meisten Trainingseinheiten wurden auf spielerische Weise vermittelt. Foto: Küppers

Nussdorf (rkü). Zum siebten Mal fand in Nussdorf ein Tenniscamp statt. Heute geht es zu Ende. Die jungen Sportler wurden über spielerische Übungen fit gemacht für ihren Lieblingssport. Eine Nacht durften sie sogar auf der Tennisanlage verbringen.

„Die Kinder würden am liebsten zweimal direkt neben den Tennisplätzen übernachten“, sagen Ursula Strobel und Marion Bär. „Aber die Betreuer setzen sich dann durch – und die wollen nur eine Übernachtung.“ Die beiden Damen sind Jugendwartinnen bei den Tennisfreunden Nussdorf und haben das Tenniscamp vor sechs Jahren initiiert. Für die Kinder ist es immer etwas ganz Besonderes, die zweite Nacht des dreitägigen Camps gemeinsam zu erleben. Bis nachts um zwei, drei wird dann üblicherweise Tennis gespielt, wobei die Plätze von Flutlicht erhellt werden.

„Früh um sechs sind die ersten schon wieder auf und spielen weiter“, sagen die erfahrenen Betreuerinnen. Den Kindern gefällt es. Als „voll cool“ stuft ein Steppke seine Erfahrungen ein. Es scheint, als wäre der Tennisschläger des Trainers fast so groß wie der Junge. Ein erfahrenes Trainerteam um Karl-Heinz Wöhr kümmert sich um die Talente. „Vor allem bei den Jüngeren schulen wir die Motorik als Ganzes“, heißt es. „Aufwärmen, Mäxle, Hockey und anderer Bewegungssport – nicht immer nur Tennis.“ Bei den Fortgeschrittenen dagegen geht es intensiv um Technik und Taktik.

Das Rahmenprogramm ist für alle gleich. Fürs gemeinsame Mittagessen sorgen die Jugendwartinnen. Sie kochen Spaghetti und bereiten geschmelzte Maultaschen zu, die Küche im Vereinsheim ist dafür eingerichtet. So groß wie in diesem Jahr war der Andrang noch nie. „Bisher haben wir nur die zugelassen, die schon mindestens ein Jahr Tennis spielen“, erläutert Ursula Strobel. „Aber dieses Mal dürfen auch die kommen, die erst seit ein paar Wochen spielen.“ Es gebe ausreichend Trainer und Betreuer, um trotz der sehr unterschiedlichen Kenntnisse ein sinnvolles Training zu gestalten.

Gestern Nachmittag wurden die Schläger zur Seite gelegt. Da machte sich die ganze Gruppe auf nach Rutesheim, um im Hochseil-Klettergarten ein sportliches Gemeinschaftserlebnis ganz anderer Art zu genießen. Diese Abwechslung hat Methode. In den vergangenen Jahren standen auch schon Turmspringen und Minigolfen auf dem Programm. Hauptsache, ein paar Stunden kein Tennis – aber nach Möglichkeit dennoch eine sportliche Betätigung.

Auch die Trainingseinheiten auf den Tennisplätzen werden immer wieder unterbrochen. Trinken, Kuchen essen, kurz verschnaufen – und dann wieder zurück auf die Plätze. Die Kinder scheinen unermüdlich. Und die Betreuer? „Nach den drei Tagen sind wir völlig gerädert!“




Seitenanfang