Ab heute gilt’s für die Musura-Truppe
Vaihingen (jsv) – Heute Abend startet für die Fußballer des VfB Vaihingen das Abenteuer „Bezirksliga“. Um 19 Uhr tritt die Truppe von Goran Musura beim SV Freudental an. Der Trainer des A-Liga-Meisters des Vorjahres hat dabei einige Ausfälle zu verkraften, gibt sich aber zuversichtlich.
Die Anspannung seiner Spieler sei derzeit sehr hoch, sagt Goran Musura. „Alle sind gespannt und neugierig, weil wir die Mannschaften in der neuen Liga nicht kennen“, so der Trainer des VfB Vaihingen. Doch ein bisschen Nervosität sei immer förderlich, weiß er. Deshalb wolle er die Anspannung auch gar nicht von seinen Schützlingen nehmen.
Gestern hatten die VfBler trainingsfrei, nach dem 1:0-Erfolg im Bezirkspokal beim FV Roßwag bat Musura seine Spieler am Montag noch zu einem lockeren Abschlusstraining. Dies sollte vor allem der Regeneration dienen. Handball ließ er zum Aufwärmen spielen. Zudem standen noch Flankenläufe und Torschuss auf dem Programm.
Die Ruhe vor dem Sturm – so könnte man das sicher bezeichnen, denn heute gilt es für die Vaihinger. Mit Freudental bekommen sie es zu Saisonbeginn gleich mit einer überaus harten Nuss zu tun. Der SV Freudental landete im vergangenen Spieljahr zwar lediglich auf Platz zehn, dennoch sei das eine routinierte Mannschaft, die schon lange in der Bezirksliga spielt. Und genau das hat sie dem VfB voraus. „Deren Trainer Günter Wellm weiß, wo es langgeht und in der Liga drauf ankommt“, sagt Musura. Schließlich ist Wellm bereits seit 1999 in Freudental an der Seitenlinie tätig. Die Freudentaler Mannschaft habe indes ein anderes Gesicht im Vergleich zum Vorjahr bekommen, so Musura. Er habe sie vergangene Runde spielen sehen, aber aufgrund der zahlreichen Veränderungen sei das praktisch ein völlig anderes Team, sagt der VfB-Trainer.
Doch bange machen im Vorfeld ist nicht angesagt. „Wir haben keinen Gegner, auf den wir uns freuen können“, macht sich Musura nichts vor. „Die Aufsteiger sind alle zurecht in der Liga und die etablierten Teams sowieso“, fügt er an. Deshalb sei es auch egal, auf wen seine Truppe am Anfang treffe. Und vielleicht ist da ja eine etablierte Mannschaft nicht das Schlechteste, was passieren kann. Musura: „Wir werden uns auf jeden Fall nicht verstecken.“
Der Trainer hat sich selbst schon einmal ein Bild von der neuen Klasse gemacht, die am Sonntag mit drei Spielen startete. Er schaute bei der Partie GSV Pleidelsheim gegen SV Germania Bietigheim vorbei. Pleidelsheim gewann 6:0. Eines ist Musura dabei aufgefallen: Man muss den Gegner schon früh beschäftigen. Sein 3–4–3-System kommt da sicher gelegen. Früh könne er damit Druck auf die gegnerische Abwehrreihe ausüben. Und außerdem funktioniere diese taktische Aufstellung gut. „Wir haben so ja auch schon in der Kreisliga gespielt“, sagt Musura.
Umstellungen wird es allerdings in der Aufstellung geben. Der normalerweise im Abwehrzentrum spielende Co-Trainer Paulo Sousa fällt aus. Und zwar zwei bis vier Wochen. Sousa hat sich in Roßwag am Sonntag einen Bänderriss zugezogen. Für ihn wird wohl wieder Anastasios Anastasiou die zentrale Position in der Dreierkette übernehmen. Doch der Portugiese ist nicht der einzige Ausfall. „Es geht gleich so los, wie es letzte Saison aufgehört hat“, ärgert sich Musura. Auch für die verletzten Neuzugänge Stefan Hellwig und Denis Klaric wird sich das Debüt im VfB-Dress verschieben. „Das sind drei Spieler, die eigentlich fest eingeplant waren“, so der Trainer, der zudem weiterhin auf den ebenfalls verletzten Heiko Christof sowie auf die Urlauber Giuseppe Carta und Fernando Sampaio verzichten muss.
„Wir werden aber auf jeden Fall vier Feldspieler auf der Bank sitzen haben“, so Musura, der abschließend noch sein Ziel in Freudental verrät: „Wir wollen Fall etwas Zählbares mitnehmen.“
