Donnerstag, 24. Mai 2012

Mit neuem System gegen den Heimkomplex


Fußball Kreisliga B 5
Der TSV Oberriexingen (gelbe Trikots) ist für eine Überraschung gut. Foto: VKZ-Archiv

Oberriexingen (kh) – Seit Anfang August stehen die Fußballer des TSV Oberriexingen wieder auf dem Platz, um sich für die anstehende Saison in der Kreisliga B5 vorzubereiten. Vor der Spielzeit 2008/2009 gab es für die Mannschaft von Wolfgang Schüle nicht nur personelle Veränderungen.
Nach den zahlreichen Gegentoren, die dem TSV Oberriexingen in der vergangenen Runde eingeschenkt wurden, sah Trainer Wolfgang Schüle Handlungsbedarf. Nachdem er seine Mannschaft immer mit einem Libero und zwei Verteidigern spielen ließ, stellte Schüle das System kurzerhand um. „Wir versuchen nun mit einer Viererabwehrkette etwas Neueres und Moderneres. Das ist natürlich eine große Veränderung, an der wir aber hart arbeiten“, berichtet der Coach. Im Testspiel gegen den FV Roßwag wurde die neue Variante zum ersten Mal geprobt. Nach einer 2:0-Führung gegen den A-Ligisten, musste der TSV Oberriexingen aber noch sieben Tore einstecken.
Acht Neuzugänge und
zwei Abgänge
Auch gegen Germania Bietigheims Zweite verlor der TSV mit 0:9. Im dritten Testspiel gegen Besigheim II gab’s immerhin ein 5:5. „Man sieht, dass wir Fortschritte machen“, freut sich Schüle. Auf vier Akteure muss er derzeit noch verzichten. Sascha Streicher und Benjamin Zech befinden sich im Urlaub und werden wegen der nur teilweise absolvierten Vorbereitung beim ersten Spiel noch nicht auf dem Platz stehen. „Trotz des Trainingsrückstandes werden die beiden aber schnell den Anschluss finden“, so Schüle.
Etwas schwieriger sieht es aber bei Adin Ribic und Colin Zech aus. Ribis muss aus geschäftlichen Gründen etwas kürzer treten, Zech plagen Adduktorenprobleme. Dafür stehen dem Team bei acht Neuzugängen nur zwei Abgänge gegenüber. Tyll Heine (geht zum TSV Hochdorf) und Axel Schneider (Karriereende) haben die aktiven Fußballer des TSV im Sommer verlassen.
Dafür rückten zahlreiche A-Junioren in die erste Mannschaft auf. Dominik Bauer, Daniel Gyenes, Christof Böttcher und Jochen Fetzer sorgen für die Senkung des Altersdurchschnitts. „Ich bin sehr zufrieden mit den Jungen, die ja schon in letzter Zeit Erfahrungen bei den Aktiven gesammelt haben. Sie bringen das Team voran“, lobt der Trainer. Zudem kehrten die Brüder Fatih und Gökhan Yerlikaya (FC Anadolu Mühlacker) wieder zu ihrem alten Verein, zurück. Als weitere Verstärkungen werden Florian Writte (TSV Unterriexingen) und Stefan Maly (pausierte) nun auch das Trikot des TSV tragen. Schüle: „Im Training, das drei Mal die Woche stattfindet, sind immer 20 bis 22 Spieler. Mit dieser Beteiligung bin ich sehr zufrieden.“
In der kompletten letzten Runde litt der TSV Oberriexingen an einem unerklärlichen Heimkomplex, den die Mannschaft in der kommenden Saison möglichst sofort abstellen möchte. „Wir haben bisher alle unsere Testspiele zu Hause ausgetragen, um uns an die Situation zu gewöhnen“, sagt Schüle. Die katastrophale Chancenauswertung nennt der Trainer als einen Grund der schlechten Heimspiele. „Die Mannschaft ist aber stärker und ausgeglichener geworden. Durch einen größeren Kader haben wir auch mehr Möglichkeiten“, so Schüle.
Gleich zum Auftakt kommt’s zum Derby
Dies wird auch gleich in der ersten Partie wichtig sein, denn dann geht es im Derby gegen den TSV Unterriexingen. Da viele A-Jugendliche bereits mit den A-Junioren der Unterriexinger in einer Mannschaft gespielt haben, kennen sich die Spieler gegenseitig. Wolfgang Schüle: „Da ist jeder heiß. Außerdem rechnen wir mit einigen Zuschauern, die noch mehr Emotionen ins Spiel bringen. Unterriexingen zählt zu den Aufstiegskandidaten und muss gewinnen, wir werden alles tun, um unsere Heimschwäche zu überwinden und die Punkte in Oberriexingen zu behalten.“
Insgesamt sieht der Trainer die Liga in der kommenden Saison als sehr ausgeglichen und schwer einschätzbar an. „Iptingen ist klar die stärkste Mannschaft, aber sonst gibt es eine große Leistungsdichte.“ Das Saisonziel des TSV ist ein einstelliger Tabellenplatz, doch laut Schüle ist seine Mannschaft auch immer für eine Überraschung gut.


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