Effrosinidis setzt auf die Kraft des Teamgeistes
Riet (kh) – Nach dem Weggang des Spielertrainers Martin Stotz, hat Panagiotis Effrosinidis nun das Ruder bei den Fußballern des SV Riet übernommen. Frischer Wind durch neue Mentalität lassen den SV-Anhang auf eine erfolgreiche Saison in der Kreisliga B5 hoffen.
In den vergangenen Jahren hat man sich beim SV Riet daran gewöhnt, bis zum Schluss um den Klassenerhalt zu zittern. Doch damit soll, laut Trainer Panagiotis Effrosinidis, jetzt endlich Schluss sein. Durch Kameradschaft und eines besseren Klimas innerhalb der Mannschaft will der Coach neue Kräfte mobilisieren. „Mit einen starken Teamgeist kommt der Spaß am Fußball und am Training zurück“, erklärt Effrosinidis seine Philosophie. „Die Fähigkeiten bei den Spielern sind ja da, wir müssen sie nur ausnutzen.“ Und das geht am besten, wenn man weiß, wofür man kämpft – „die Mannschaft alleine zählt, alles andere ist unwichtig“, so der Trainer.
Drei Testspiele bestritt der SV Riet mit seinem neuen Coach bereits. Gegen Hirschlanden (0:2) und Ditzingen (6:2) verlor das Team, gegen Steinheim (2:0) gab es den ersten Sieg. In diesen Partien konnte Effrosinidis aber nicht auf seinen ganzen Kader zurückgreifen. „Viele Spieler sind noch im Urlaub, daher standen auch ein paar Akteure aus der zweiten Mannschaft auf dem Platz“, so der Trainer. Die Lage wird sich aber in absehbarer Zeit verbessern, so dass der Übungsleiter zum Saisonbeginn aus dem Vollen schöpfen kann. Von langwierigen Verletzungen blieb der SV Riet auch verschont. Nur zwei Spieler sind angeschlagen, machen aber schon Lauftraining und werden dem Trainer bis zum Saisonbeginn zur Verfügung stehen.
Der erste Gegner werden dann die SF Großsachsenheim sein, bei denen der SV Riet richtig aufdrehen will. „Einen Punkt wollen wir dort mindestens holen“, so Effrosinidis. Wie er die Liga allgemein einschätzt, möchte er aber nicht sagen. „Es ist uns egal, wie stark die anderen Mannschaften sind und was diese machen. Wir konzentrieren uns nur auf unsere eigene Leistung“, sagt der Trainer.
Als Saisonziel hat der SV Riet einen guten Mittelfeldplatz ausgegeben. Auch Effrosinidis ist zuversichtlich: „Wir werden auch versuchen oben mitzuspielen, was zwar schwierig, aber nicht unmöglich ist. Deshalb werden wir es versuchen und dann sehen, was dabei herauskommt“. Dazu müssten aber noch das Mittelfeld und der Sturm verbessert werden. Laut dem Trainer sind das die Schwachstellen in der Mannschaft.
Effrosinidis: „Der Verein hat gute Spieler geholt, die der Mannschaft in den Problemzonen weiterhelfen werden“. Dabei sollen Erkan Bircan (vom TSV Ensingen) und Johannes Bölle (FC Gündelbach) sowie sein Sohn Constantinos Effrosinidis (TSV Kleinglattbach) das Mittelfeld verstärken. Für den Sturm kamen Igor Basic, Gabriele Picciolo und Antonio Venuto (alle TSV Kleinglattbach). Als weitere Verstärkung für die Abwehr kam Mehmet Bircan vom TSV Ensingen. Diese Neuzugänge gilt es, laut dem Trainer, aber noch besser zu integrieren, da diese wegen des Sommerurlaubs erst seit kurzem bei der Mannschaft sind. Am effektivsten wird das beim Trainingswochenende in Riet gehen, das die Mannschaft, physisch wie psychisch, in Topform bringen soll.
Den sieben Zugängen stehen nur zwei Abgänge gegenüber, die das Team kompensieren muss. Spielertrainer Martin Stotz (Karriereende) und Tobias Burger (TSV Nussdorf) haben den SV Riet in der Sommerpause verlassen.
Insgesamt sieht Effrosinidis einen Aufwärtstrend in Riet. In einem Jahr möchte er die Mannschaft noch einmal kräftig verstärken und sich dann endgültig von der unteren Tabellenhälfte absetzen. „Wenn jeder für die Mannschaft das gibt, was in seinen Möglichkeiten liegt, dann können wir viel erreichen“, glaubt der Trainer. Für die kommende Spielzeit wünscht sich der Übungsleiter, dass sein Team in jedem Spiel wie eine richtige Mannschaft auftritt. Denn so könne man Niederlagen besser verkraften und schneller neuen Mut schöpfen.
