Donnerstag, 24. Mai 2012

Es kann nur um den Klassenerhalt gehen


Kreisliga A 3
Die Fußballer des TSV Nussdorf (rechts) schielen in der Kreisliga A3 auf den Ligaverbleib. Foto: Vöhringer

Nussdorf (jsv) – Eine schwere Saison wartet auf die Fußballer des TSV Nussdorf in der Kreisliga A3. Und dabei kann es laut den Verantwortlichen nur ein Ziel geben. Dieses heißt Klassenerhalt.
 Nussdorfs Abteilungsleiter Jochen Scudlo und Spielleiter Uwe Girstl machen sich nichts vor. „Priorität hat der Klassenerhalt“, sagt Girstl. „Über etwas anderes brauchen wir uns gar keine Gedanken zu machen. Es wird eine ganz schwierige Saison“, fügt Scudlo an. Die Mission „Ligaverbleib“ wird für den TSV Nussdorf eine ganz schwierige. Und nicht nur, weil die Liga in der bevorstehenden Saison besonders ausgeglichen scheint. Denn der TSV plagt sich derzeit mit allerlei personellen Problemen herum. Die Urlauber sind dabei das geringste Übel, vor allem die Verletztenliste der Nussdorfer ist groß.
TSV-Mittelfeldspieler Manuel Hopf musste sich vor anderthalb Wochen einer Schulter-Operation unterziehen lassen und fällt die komplette Saison aus. Alleine die Reha-Maßnahmen würden sieben, acht Monate dauern, so Scudlo. Ähnlich sieht es bei Frank Kugel aus, der weiter an den Folgen eines Kreuzbandrisses laboriert und ebenfalls diese Spielzeit komplett ausfällt. In einem Vierteljahr rechnet der Abteilungsleiter dafür wieder mit Hassan Lamari, der sich an der Schulter verletzt hat. Markus Kugel hat hingegen noch Knieprobleme. Umso erfreuter verbreitet Scudlo die Nachricht, dass Christian Hopf nach überstandenem Kreuzbandriss allmählich wieder Tritt fasst. Zunächst allerdings noch mit Kurzeinsätzen.
Zur ohnehin schon angespannten Personalsituation gesellt sich die Tatsache, dass mit Martin Grözinger, Robert Ristomanov, Andreas Schöck und Stefan Witt vier Leistungsträger der jüngeren Vereinsgeschichte kürzer treten wollen. Zwar stehen sie nicht mehr auf dem Kaderbogen, dennoch kann der TSV im Notfall auf sie zurückgreifen. „Das ist eine gute Sache. Wenn’s hart auf hart kommt, helfen sie schon aus“, sagt Scudlo. Dennoch wollen sich die Nussdorfer zunächst ohne ihre Routiniers beweisen. Die talentierten Spieler aus den Reihen der eigenen A-Junioren sollen in die Mannschaft eingebaut werden. Bislang hat das ganz gut geklappt. Eine Kostprobe vom Potenzial der „jungen Wilden“, wie sie Scudlo nennt, bekamen die Nussdorfer Gegner beim Plattenpokal-Sieg des TSV geliefert. Doch auch von diesem Erfolg wollen sich Scudlo und Girstl nicht blenden lassen. „Wir hatten die reifeste Spielanlage, aber das dürfen und werden wir nicht überbewerten“, so Girstl.
Die „jungen Wilden“, die zu den Aktiven aufrücken, sind Ingo Kugel (Mittelfeld) und Lukas Wizemann (Abwehr). Außerdem stehen in Christoph Lämmle und Manuel Rapp zwei weitere vielversprechende Youngster zur Verfügung, die aber auch noch bei den A-Junioren spielen können. Und das sollen sie auch, wie Girstl sagt. Schließlich seien sie dort in die Leistungsstaffel aufgestiegen. Einziger auswärtiger Neuzugang ist Fabian Strecker, der vom TSV Aurich kommt und bisher bei Girstl einen guten Eindruck hinterlassen hat. „Er ist eine Bereicherung und kann außer im Sturm auch im offensiven Mittelfeld spielen“, sagt der Spielleiter. Als Abgang haben die Nussdorfer lediglich Benjamin Schmitt (KSG Gerlingen) zu vermelden.
Ob die teilweise auch als Zwangsverjüngung zu bezeichnende Neustrukturierung des Kaders anschlägt, bleibt sicher abzuwarten. Dessen sind sich die beiden Verantwortlichen bewusst. Girstl. „Wir werden auch auf die zweite Mannschaft zurückgreifen, wenn’s drückt.“ Der Kader der Ersten umfasse schließlich um die 16, 17 Spieler. Ohne ein Aushelfen der Routiniers oder jüngerer beziehungsweise Spieler aus der zweiten Mannschaft wird es da schon sehr eng.
Die vergangene Saison sei eine verkorkste gewesen, blickt Girstl zurück. Viel Pech habe seine Mannschaft gehabt und auch damals mit vielen personellen Problemen zu kämpfen gehabt. Der TSV Nussdorf scheint demnach gewappnet, denn in dieser Spielzeit könnte es noch schwieriger werden. „Es ist eine sehr ausgeglichene Staffel. Ich sehe keine Mannschaft, die hinten abgehängt wird“, sagt Girstl. Genaue Vorstellungen hat er darüber, wie viele Punkte nötig sind, um die Klasse zu halten: „30 Punkte werden nicht reichen. Für den Klassenerhalt braucht man bei drei Direktabsteigern mindestens 36 Punkte, um Fünftletzter zu werden.“ Der Viertletzte muss in die Relegation.
Um in der Liga zu bleiben gelte es für die Mannschaft von Trainer Gerd Hausmann vor allem, über den Kampf ins Spiel zu finden, weiß Girstl. Außerdem setzt er auf die Nussdorfer Abwehr, die stabiler im Vergleich zum Vorjahr geworden sei. Zum Auftakt am kommenden Mittwoch (27. August) gegen den VfL Gemmrigheim hofft Girstl an einen Sieg. Die Wochenspieltage haben uns immer gut gelegen“, sagt er.


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