„Das eine Jahr in der C-Liga hat uns gut getan“
Horrheim (jsv) – Die Fußballer des SV Horrheim spielen von nun an wieder in der Kreisliga B5. Und dort wollen sie nach der Meisterschaft in der Kreisliga C 5 möglichst nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Dies traut Trainer Achim Glückler seiner Truppe auf alle Fälle zu.
Ein Jahr in der untersten Klasse – für viele Fußballer hört sich das nach einer großen Strafe an. Achim Glückler sieht das etwas anders. „Das eine Jahr in der C-Liga hat uns gut getan“, sagt der Trainer des SV Horrheim. „So konnten wir einen Neuaufbau starten“, fährt er fort. Dennoch: Es soll die vorerst letzte Saison in der „Sicherheitsliga“ bleiben. Langfristig will Glückler mit seiner Truppe wieder etwas aufbauen. Der Umbruch durch den Abstieg und die vielen jungen Spieler, die Glückler nach und nach an die erste Mannschaft heranführen will, sollen dafür sorgen.
„Wir wollen uns im Mittelfeld etablieren. Die ganz großen Brote werden wir noch nicht backen können“, weiß der Coach. Noch nicht. Für seine Mannschaft gelte nun vorerst einmal wieder umzudenken. Schließlich werde es in der B-Liga alles andere als ein Spaziergang. Und Kantersiege wie vergangene Spielzeit seien dort sicher auch nicht mehr an der Tagesordnung.
Trotzdem will Glückler mit seinem Team auch eine Klasse höher so gut wie möglich mitmischen und etwas auf die Beine stellen. „Das geht nicht von heute auf morgen“, sagt er. Aber es geht, ist er sich sicher. „Es wird nicht leicht. Wir wissen, dass wir unsere Ziele erreichen können“, so Glückler. Seine Truppe hat ein ziemlich junges Gesicht bekommen. Mit Torwart Christian Asprion, Jan Meier, André Faigle, Isafi Granit, Dominik Schultz und Mario Vehlglut sind sechs Spieler von den eigenen A-Junioren aufgerückt. Der einzige auswärtige Spieler ist Marco Burkhardt, der vom TSV Ensingen nach Horrheim gewechselt ist. Und, wen wundert’s: Auch er spielte in der vergangenen Saison noch bei den A-Junioren. Große Hoffnung setzt der SVH-Coach in Burkhardt. Denn der ist Stürmer und vor allem in der Offensive haperte es bei den Horrheimern zuletzt. „Er ist sehr engagiert, kämpferisch stark und hat eine gute Übersicht“, beschreibt der Trainer Burkhardt und stellt ihm neben Dominik Faigle praktisch eine Stammplatzgarantie aus. Zumal er im Sturm keine allzu großen Alternativen hat. Glückler sieht dies alles aber nicht nur positiv. „Die große Gefahr ist, dass wir ihn verheizen“, meint er über seinen jungen Spieler.
Vor seiner dritten Saison als Trainer des SV Horrheim hat Glückler einiges anders gemacht. Die Vorbereitung wurde beispielsweise auf fünf Wochen verkürzt, dafür aber intensiver. Vergangenes Jahr sei die Vorbereitung acht Wochen lang gewesen, vor zwei Jahren sieben Wochen. Viermal pro Woche wurde trainiert. Und zwar nicht ausschließlich im Wald oder mit dem Ball, sondern gemischt. „Wir haben das getrennt“, sagt Glückler. Eine Gruppe sei in den Wald gegangen, die andere habe auf dem Platz Übungen mit Ball gemacht, um das spielerische Potenzial zu verbessern. Die zwei Testspiele gegen Göbrichen und Roßwag gingen jeweils 2:2 aus. Sein Team habe dabei gute Ansätze gezeigt und auch munter mitgespielt. Außerdem stand am Samstag der Eichwald-Cup auf dem Programm. Am Freitagabend hatte Glückler seine Mannschaft noch eine harte Trainingseinheit verordnet, damit sie beim Turnier noch einmal unter extremen Bedingungen eine Belastung erfährt.
Über die rege Trainingsbeteiligung freut sich der Horrheimer Trainer ganz besonders. 25, 26 Spieler habe er im Training. „Das ist ein guter Schnitt“, sagt er. Sicher komme da immer wieder die „Urlaubsproblematik“ auf ihn zu, doch alles in allem ist er mit dem bisherigen Vorbereitungsverlauf „sehr zufrieden“. Derzeit trainieren die erste und die zweite Mannschaft noch zusammen, doch dies wird sich in der kommenden Saison ändern. „Wir müssen das Augenmerk auf die erste Mannschaft legen“, sagt der SVH-Trainer.“ Deshalb werde es während der Runde nur noch ein gemeinsames Training der beiden Teams pro Woche geben.
Die Liga hält Glückler für sehr ausgeglichen. Als einzigen vermeintlichen Favoriten nennt er den SV Iptingen. Die Stärke seiner Mannschaft sieht der Horrheimer Trainer im Abwehrbereich, wo Libero Jan Meier und Markus Messirek die Stützen sind. „Ich hoffe natürlich, dass die Abwehr auch kommende Saison gut steht“, sagt er. „Mit wehenden Fahnen werden wir jedenfalls nicht untergehen“, so Glückler, der abschließend noch die Wichtigkeit eines guten Starts unterstreicht. Im ersten Spiel nach der Wiederkehr in die B-Liga wäre er jedoch auch schon mit einem Unentschieden zufrieden.
