Illingen (jsv) – Die Fußballer des SV Illingen haben sich für die kommende Saison in der Kreisliga A3 einiges vorgenommen. Ganz oben in der Tabelle wird der SVI laut Ferdinand Haupt sicher nicht landen. Dennoch hat der Illinger Trainer seiner Truppe hohe Ziele gesteckt.
Ferdinand Haupt hat in der vergangenen Saison einen großen Schwachpunkt beim SV Illingen ausgemacht. Es habe viel zu oft an der nötigen Einstellung gefehlt, sagt der Trainer. Im gleichen Atemzug fügt er an: „Das soll kommende Saison anders werden.“ Haupt hat diesbezüglich auch schon einige Verbesserungen ausgemacht. Da sei zum einen die derzeit gute Trainingsbeteiligung. Die Spieler hätten wohl allmählich kapiert, was in der vergangenen Runde schief gelaufen sei, meint er. 22 Spieler kommen regelmäßig zu den Einheiten, die vom Training mit dem Ball bestimmt werden. Ab und an gebe es auch fußballspezifische Ausdauerläufe, aber nur wenn nötig, so der Trainer.
Doch auch mit dem Leder lassen sich Übungen vollziehen, die es in sich haben. „Wir hatten bereits vier knochenharte Einheiten“, blickt Haupt auf die Anfänge der am 22. Juli begonnenen Vorbereitung zurück. Dennoch sind weiterhin alle Spieler im Training. Bis auf die Urlauber. Doch auch die sind versorgt. Haupt: „Sie bekommen Hausaufgaben und sollen auch ruhig Strandfußball spielen.“ Zudem fehlt derzeit Mittelfeldspieler Oliver Rapp. Er hat sich am linken Knie verletzt. „Wir hoffen, dass der Meniskus nicht betroffen ist“, sagt Haupt.
Seine derzeitige Form testete der SV Illingen am Dienstagabend gegen den FV Markgröningen. Der SVI siegte 6:1 (0:1). „Es war ein typisches Illinger Spiel“, so der Trainer. „Wir haben dominiert und die Chancen gehabt und Markgröningen hat das Tor geschossen. Erst nach dem Wechsel egalisierte Illingen den 0:1-Rückstand und machte alles klar.
Am Wochenende spielt der SVI bei einem Turnier in Hausen an der Würm, nahe Weil der Stadt. 16 Mannschaften gehen dort an den Start. „Das ist ein sehr interessantes Turnier, vor allem, weil man da auch wegen der geschickten Spielzeiten und der Pausen taktische Sachen einüben kann“, sagt Haupt. Gespielt wird zweimal 25 Minuten, zwischen den Partien sind zwischen drei und vier Stunden Pause. Und wer erfolgreich ist, kann sich für die Endspiele am Montag qualifizieren. Es steht noch ein weiteres Turnier für den SVI an, denn am 16. August steigt der Eichwald-Pokal auf dem Illinger Sportgelände. Und zu guter Letzt, ehe dann am 27. August die Runde gegen den FV Kirchheim startet, gehen die Illinger vom 22. bis zum 24. August noch ins Trainingslager nach Ruit. Zum zweiten Mal in Folge.
Hinsichtlich des Kaders hat sich beim SVI etwas getan. Dem einzigen Abgang Florian Besler (TSV Zaisersweiher) stehen die Neuverpflichtungen Benjamin Heinz (TSV Maulbronn) und Bernhard Matthes gegenüber. Letzterer war dritter Torwart des TSV Schwieberdingen in der Verbandsliga und eigentlich ist er noch ein A-Juniorenspieler, so Haupt. Matthes soll eine Alternative zu Stammtorhüter Thomas Fritsch werden. Haupt hält große Stücke auf den Nachwuchs-Mann, vor allem weil dieser ein spielender Keeper sei. Heinz ist dagegen im Mittelfeld zu Hause und zwar eher im defensiven. Haupts erster Eindruck: „Er ist sehr engagiert dabei.“
Und wie definiert der Trainer die Ziele für die anstehende Runde? „Platz drei oder vier sollte am Ende schon herausspringen“, sagt Haupt. Er weiß allerdings, dass dies „nicht einfach wird. Ich befürchte die Liga ist ausgeglichener geworden. Auf jeden Fall wird es eine interessante Saison.“ Die hohe Zielsetzung habe auch damit zu tun, dass seine Mannschaft in der Winterpause noch verstärkt wird. Denn dann stößt ein Bezirksliga-Spieler zum Kader und möglicherweise kommt noch ein weiterer interessanter Spieler nach Illingen zurück. Namen will der SVI-Trainer allerdings nicht nennen.
Was die Spielweise seiner Truppe angeht, hat Haupt klare Vorstellungen. Sie solle „schnörkellosen Angriffsfußball“ bieten, der Spaß macht. Und dann möglichst auch in der Defensive gut stehen und sich nicht, wie in der vergangenen Saison, des öfteren Konter einfangen.
Den Saisonstart will der SVI-Coach nicht überbewerten. Ein guter Start sei schon wichtig, vor allem fürs Selbstvertrauen, aber die ersten beiden Spiele seien letztlich nicht unbedingt aussagekräftig. Auch wenn sie schon in gewisser Weise richtungsweisend sein können.
