Ensingen (jsv) – Die Fußballer des TSV Ensingen müssen zum Saisonstart am 10. September beim Tabellenzweiten des Vorjahres in der Kreisliga B5, dem SV Iptingen, antreten. Das kommt nicht unbedingt ungelegen, findet TSV-Trainer Achim Lehmann.
Am Anfang gleich in Iptingen. Ensingens Trainer Achim Lehmann kann damit gut leben. „Besser am Anfang, als nach vier, fünf Spielen“, sagt er. Denn der SVI, den Lehmann in der Tabelle wieder vorne erwartet, sei nach der Sommerpause möglicherweise noch nicht so in Tritt. Und das könnte seiner Truppe entgegenkommen, mutmaßt der TSV-Coach. „Die wissen ebenso wenig wo sie stehen, wie wir.“
Angesprochen auf die Saisonziele, will sich Lehmann vor der neuen Runde nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. „Es müsste schon möglich sein, das Ergebnis der vergangenen Saison zu bestätigen“ , sagt er. Platz acht war das, also im Mittelfeld, jenseits von Gut und Böse. Eine ähnliche Platzierung hält Lehmann auch fürs anstehende Spieljahr realistisch und machbar. Weiter will er in der Tabelle nicht nach vorne blicken. Lehmann gibt sich bedeckt. Auch, weil er die Stärke der Liga im Spieljahr 2008/2009 noch nicht wirklich abschätzen kann. „Das sind einige Unbekannte drin“, sagt er. Sicher, mit Iptingen sei wieder zu rechnen. Auch Großglattbach, Unterriexingen und Absteiger SC Hohenhaslach könnten vorne ein Wörtchen mitreden.
Seine junge Truppe habe dort noch nichts verloren. Zumal ihr weiterhin der ein oder andere gestandene Spieler fehle, der in entscheidenden Situationen auch einmal eine Partie an sich reißen und lenken könne. „Ich hätte schon gerne auch einige ältere Spieler“, so Lehmann.
Die gibt es aber nicht und auch im Sommer ist keiner von Außen dazu gestoßen. Lehmann steht praktisch der gleiche Kader wie im Vorjahr zur Verfügung. Neu ist einzig Levent Thosun, der vom TSV Großglattbach nach Ensingen wechselte. Mit dabei sind zudem Roman Striegel von den Ensinger A-Junioren und Christian Matthias, der vergangene Runde bei den A-Junioren und der Ersten zum Einsatz kam. Lehmann sieht das Alter seines Kaders aber alles andere als ein Problem an. Vor allem hinsichtlich der Zukunft. „Wir entwickeln uns und machen kleine Schritte. Wichtig wäre, dass wir uns noch ein, zwei Jahre in der Tabelle etablieren“, sagt er. Danach könne es mit der ein oder anderen Verstärkung dann durchaus auch mehr angepeilt werden, als ein Mittelfeldplatz.
Lehmanns Voraussetzungen in der Vorbereitung könnten kaum besser sein. „Momentan sind alle Spieler an Bord“, sagt er. Doch das Bild trügt, denn sobald die Runde losgeht, wird es kritischer, weiß der Coach. „Dann sind einige weg.“ Unter anderem auch schon im ersten Spiel in Iptingen.
Von Schwächen in seiner Mannschaft will der TSV-Trainer nichts wissen. „Die gibt es nicht“, meint er. Woran er mit seiner Truppe jedoch arbeiten müsse, sei der Torabschluss: „Wir brauchen immer noch viel zu viele Torchancen.“ Andere Mannschaften seien viel öfter auch bei Standardsituationen erfolgreich und in der Lage aus wenigen Gelegenheiten einen Treffer zu erzielen. Da nütze dann auch die gute Abwehr nichts – immerhin hatte Ensingen vergangene Saison die drittbeste Defensive und kassierte lediglich 39 Gegentreffer. Nur Meister FC Gündelbach (16) und „Vize“ SV Iptingen (29) waren hier besser. Außer einer besseren Toreverwertung wünscht sich Lehmann noch etwas. „Wir müssen einfach konstanter werden.“
