Das Ziel: besser als vergangene Saison
Häfnerhaslach (jsv) – In der vergangenen Spielzeit lief nicht alles nach Plan bei den Kreisliga-A3-Fußballern des TSV Häfnerhaslach. Letztlich rettete das Torverhältnis die Mannschaft von Trainer Erich Wirth vor der Abstiegsrelegation. Im Spieljahr 2008/2009 soll nun alles anders werden.
Platz elf ist ein wahrlich grauenhaftes Ergebnis für eine Mannschaft, die vor der Runde eigentlich um den Aufstieg mitspielen wollte. Der TSV Häfnerhaslach hatte dieses Ziel – am Ende wäre der Verein in der vergangenen Saison aber beinahe aus der Kreisliga A3 abgestiegen. „Die Spieler konnten wohl mit dem Druck nicht umgehen“, mutmaßt Trainer Erich Wirth. Deshalb setzt er sich für die am 27. August startende Saison eher bescheidenere Ziele. „Wir wollen besser sein als im Vorjahr und möglichst nicht wieder in Abstiegsgefahr geraten“, sagt er. Wirth ist zuversichtlich, dass das klappt. Denn die Mannschaft ist bis auf die zwei Abgänge Hayri Ceylan (Union Böckingen) und Ramazan Yurtsever (Stockheim) eigentlich gleich geblieben. Er sieht hierin einen Vorteil: „Wir sind eingespielt.“ Drei neue Spieler hat der TSV Häfnerhaslach. Vor allem auf die Offensive wurde dabei Wert gelegt. Es kamen Stürmer Carsten Grözinger vom SV Freudental und von den A-Junioren des FV Löchgau der Mittelfeldspieler Yavuz Yelkovan. Zudem bekommt Torhüter Alessandro Raffaele in Ralf Strileckiy (TV Cannstatt-Freiberg) Konkurrenz.
„Es war eine verkorkste Saison,“ blickt Wirth zurück. Es sei einfach nicht gelaufen. Gegen die Mannschaften des vorderen Tabellenteils hätte seine Truppe zwar gut ausgesehen, doch gegen die im hinteren Drittel angesiedelten tat sie sich sehr schwer. Der Beleg dafür: Gegen die Absteiger Großglattbach und Hohenhaslach ging der TSV Häfnerhaslach leer aus.
Ein Mannschaftsteil vollbrachte dennoch eine tadellose Leistung. Denn vor allem die TSV-Defensive überzeugte im Spieljahr 2007/2008 und war mit nur 42 Gegentoren gleichauf mit dem Tabellenvierten FV Roßwag und lediglich schlechter als die drei Top-Teams VfB Vaihingen (37), FV Löchgau II (38) und FV Kirchheim (36).
Auf die Defensive baut der TSV-Trainer auch in der kommenden Saison, schließlich hat in diesem Mannschaftsteil kein Spieler den Verein verlassen. Woran es bei Häfnerhaslach haperte, ist also leicht auszumachen. In der Offensive war Häfnerhaslach mit nur 35 geschossenen Toren die weitaus schlechteste Mannschaft der Liga.
Die Vorbereitung ist bereits in vollem Gange. Am 20. Juli ging’s los. Bis auf drei Urlauber stehen Wirth derzeit alle Spieler zur Verfügung. „Diesbezüglich kann ich mich nicht beklagen. Es sind immer zwischen 15 bis 20 Spieler im Training“, meint er. Zwei, drei davon seien aus der zweiten Mannschaft, der Rest allerdings Stammpersonal der Ersten. Auch wegen dieser viel besseren Trainingsbeteiligung ist der Coach zuversichtlich Man erkenne schon ein Umdenken bei den Spielern im Vergleich zur Vorsaison, sagt er. „Das sind gute Ansätze“, ist sich Wirth sicher.
Das Trainingslager des TSV Häfnerhaslach findet zu Hause statt. Von Donnerstagabend bis Sonntag stehen dann einige Trainingseinheiten sowie am Freitag (8. August) ein Testspiel gegen die SF LauffenII an. Das erste Testspiel haben die TSVler bereits hinter sich. Mit 1:0 schlugen sie den B-Ligisten SV Iptingen. „Berauschend war das nicht“, so Wirth. Am Ende hätte seine Truppe erhebliche Probleme bekommen. Allerdings habe er auch lediglich zwei A-Juniorenspieler auf der Bank gehabt.
Wirth geht in seine sechste Saison als TSV-Trainer. Ob es seine letzte sein wird, weiß er nicht. Schließlich verlängert er immer für ein Jahr. Und eigentlich sollte auch am Ende der vergangenen Runde schon Schluss sein. „So konnte ich aber nicht aufhören“, sagt er. Die A-Liga sei in der Saison 2008/2009 um einiges stärker als im Vorjahr. Die Absteiger Phönix Lomersheim und FSV 08 Bissingen II werden vorne mitspielen, meint er. Auf den B-Liga-Meister FC Gündelbach hält Wirth große Stücke und auch die anderen neuen Mannschaften seien nicht zu verachten. Aufsteiger Hellas Bietigheim sieht der Häfnerhaslacher Trainer sogar in der Lage gleich auf Anhieb den Sprung in die Bezirksliga zu schaffen. „Was man da so alles hört. Und wenn man sieht, wen die alles geholt haben, wird schon mit denen zu rechnen sein“, ist sich Wirth sicher. Unter anderem vier Verbandsliga-Spieler habe Hellas verpflichtet.
Doch auch mit Häfnerhaslach rechneten vor einem Jahr einige. Diesen Druck hat der TSV dieses Mal nicht. Man müsse das alles realistisch sehen, so Wirth, der abschließend eine Prognose wagt. „Wir werden uns verbessern. Da bin ich mir sicher.“
