Donnerstag, 24. Mai 2012

Ein alter Bekannter kehrt zurück




Die Hockeyspieler des Club an der Enz (rechts) starten in die Feld-Rückrunde. Als Tabellenführer haben sie viel Selbstvertrauen. Foto: Simecek
Die Hockeyspieler des Club an der Enz (rechts) starten in die Feld-Rückrunde. Als Tabellenführer haben sie viel Selbstvertrauen. Foto: Simecek

Männerhockey-Vorschau

Vaihingen (dma). Für die Männer des Club an der Enz Vaihingen startet an diesem Wochenende die Rückrunde der Feldsaison in der 2. Verbandsliga. Zwei Neuzugänge und eine gute Vorbereitung sorgen für eine gute Stimmung und wecken Hoffnungen.

Was kann es Schöneres geben, als nach einer unglücklichen Hallenrunde als Tabellenführer in die Rückrunde zu starten. Dementsprechend gut ist die Stimmung bei den Vaihinger Hockeyspielern. „Wir haben den Abstiegskampf der Halle gut verdaut und gehen mit viel Selbstvertrauen aufs Feld“, zeigt sich Kapitän Jan-Michael Zeeb zuversichtlich. Vier Siege aus vier Spielen und ein Torverhältnis von 13:3 verbuchte der CEV in der Hinrunde.

Besonders positiv stimmt die Vaihinger, dass sich ihnen zwei neue Spieler angeschlossen haben, die viel Erfahrung mitbringen. Zum einen kommt mit Benjamin Sperling ein Akteur, der viele Jahre für die Reserve des Bundesligisten Stuttgarter Kickers aktiv war und nun eine neue Herausforderung sucht. Der zweite Neue ist ein alter Bekannter. Der langjährige Vaihinger Torjäger Frederik Brust kehrt aus Hamburg zurück und wird künftig wieder für seinen Heimatverein den Schläger schwingen. „Beide sind eine große Verstärkung, die uns sofort weiterhelfen können. Und mit Thilo Förnzler kommt ein weiterer erfahrener Mann wieder, der in der Halle eine Auszeit genommen hat. Auch Jan Richter war in der Hinrunde noch nicht aktiv“, sagt Spielertrainer Daniel Mayr. „Mit den jungen Spielern, die zu den Männern aufgerückt sind haben wir eine wirklich gute Mischung im Kader.“

Doch nicht nur in der Mannschaft hat sich etwas getan, auch auf der Bank hat es eine Veränderung gegeben. Klaus Kaiser, Trainer der Frauenmannschaft, wird während der Feldsaison einmal wöchentlich das Männertraining leiten und bei den Spielen das junge Trainergespann Mayr und Jan Richter entlasten. „Gerade taktisch kann uns Kaiser noch sehr viel beibringen. Davon werden wir alle profitieren“, freut sich Richter auf die nächsten Wochen. Um auch körperlich gut vorbereitet in die Saison zu starten, bedienten sich die CEV-Akteure einmal mehr des Fachwissens von Fitnesscoach Jochen Neff. „Er hat uns ein speziell für den Hockeysport zugeschnittenes Kraftprogramm zusammengestellt. Man konnte im Training schon sehen, dass das Früchte trägt“, meint Mayr.

Entscheidend wird aber sein, wie die Vaihinger Hockeyspieler die positiven Voraussetzungen in den nächsten Wochen auf das Spielfeld übertragen. Denn das Auftaktprogramm hat es in sich. An diesem Samstag müssen die Vaihinger in Esslingen antreten. Eine Woche später reisen sie zum punktgleichen Verfolger aus Tübingen. „Der HC Esslingen steht in der Tabelle zwar deutlich hinter uns. Aber die spielen auf Naturrasen, was ein klarer Heimvorteil ist“, gibt Kapitän Zeeb zu bedenken. Auch der dritte Gegner in der Rückrunde, der HC Villingen, ist auf diesem ungewohnten Geläuf aktiv.

Der schwierigste Gegner dürfte aber direkt im Anschluss auf die Enzstädter warten. Gegen den Heidenheimer SB gingen im Vorjahr beide Vergleiche verloren. Auch in dieser Saison gab der HSB in drei Spielen bisher keinen Punkt ab und zeigte mit einem 8:1-Sieg in der Vorwoche gegen Villingen, dass mit ihm auch in der Rückrunde zu rechnen ist. In Vaihingen weiß man um die Bedeutung dieser Begegnung, denn „wo wir am Ende der Saison landen, hängt zu einem großen Teil von den Duellen mit Heidenheim ab“, sagt Neuzugang Frederik Brust. Er schiebt aber gleich hinterher, dass „wir auch die anderen Gegner nicht unterschätzen dürfen. Gerade auf Naturrasen müssen wir immer hochkonzentriert sein“.

Die Abwechslung von Natur- und Kunstrasen gestaltet die Trainingsplanung schwierig, da sich das Spiel grundsätzlich unterscheidet. Während auf Kunstrasen ein kontrolliertes Kurzpassspiel gefragt ist, gleicht Naturrasen eher dem alten Fußballer-Motto „Kick and Rush“. Dies kommt der Spielweise der Vaihinger weniger entgegen. Doch Mayr gibt sich kämpferisch: „Wir haben schon im vergangenen Jahr auf Naturrasen überzeugen können. Wenn wir am Samstag drei Punkte holen, ist einiges möglich in dieser Saison. Wir wollen unbedingt oben bleiben.“ Die zugewonnene Erfahrung dürfte dabei zumindest nicht hinderlich sein.


Frauenhockey-Vorschau

Vaihingen (nac). „Wir können entspannt in die Rückrunde starten. Die Hinrunde lief super“, sagt Mareike Müller. Die Hockeyspielerin des Club an der Enz Vaihingen hat zwar immer noch Trainingsrückstand, wird aber an diesem Sonntag (12 Uhr) beim Tabellenführer Mannheimer HC II auflaufen. Müller: „Ich interpretiere meine Rolle so, dass ich die jungen Spielerinnen ein bisschen führe.“ Aus der Jugend sind Sabrina Rummel und Rebecka Wellisch zu den Aktiven gestoßen. Da der CEV keine A-Jugend stellt, werden zudem einige weitere Jugendspielerinnen mit nach Mannheim fahren. Dagegen hat Linda Idelberger wegen des Studiums die Vaihinger verlassen.

Allerdings ist der Mannheimer HC II eine der stärksten Mannschaften in der Oberliga Feld. „Bei Mannheim weiß man nie, wer aufläuft“, berichtet Müller. Die erste Mannschaft spielt in der Bundesliga. Der CEV hat nichts zu verlieren und kann befreit aufspielen. „Es braucht aber wieder einige Zeit, sich einzuspielen“, erwartet Müller keine Wunderdinge von der Mannschaft. „Wir müssen erst wieder herausfinden: Wer läuft wie. Und was kann ich wem zutrauen.“

Um bestgerüstet in die Rückrunde der Feldrunde zu starten, setzte Trainer Klaus Kaiser in der Vorbereitung vor allem auf die Wiederholung der Taktik – sowohl offensiv als auch defensiv. Außerdem arbeitete er gezielt an der Kondition mit der Mannschaft. Müller: „Auf dem Feld ist es ein ganz anderes Spiel als in der Halle.“ Auf den Leistungen und Resultaten der Testspiele unter anderem gegen Karlsruhe lässt sich aufbauen.

Mit sieben Punkten aus sechs Spielen haben die Vaihingerinnen zwar den Anschluss zu Platz drei, auf dem der SSV Ulm mit zehn Punkten rangiert, noch nicht verloren. Sie stehen aber nur auf dem drittletzten Platz. Der Vorletzte HC Tübingen hat nur zwei Punkte weniger.

Um sicher in der Oberliga zu bleiben, müssen die Vaihingerinnen auf jeden Fall den sechsten Platz halten. Je nachdem, wer aus der Regionalliga absteigt, gibt es einen oder zwei Absteiger aus der Oberliga. Und zurzeit sieht es so aus, als ob der HC Ludwigsburg, der in sechs Spielen nur einen Punkt ergattert hat, von oben in die baden-württembergische Oberliga kommt. Somit würden die letzten beiden Teams der Oberliga den Gang in die Verbandsliga antreten müssen. „Und dahin wollen wir auf gar keinen Fall mehr zurück“, erklärt Müller.




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