Donnerstag, 24. Mai 2012

Ungewisse Zukunft in der Landesliga




Erfolgreiche Squashspieler des SC Wiernsheim (von links): Nadine Dobler, Klaus Sigle, Joachim Dobler, Armin Schadow, Mark Toman und Matthias Schuman. In der nächsten Saison will der Verein in der Landesliga Nordbaden antreten. Foto: Küppers
Erfolgreiche Squashspieler des SC Wiernsheim (von links): Nadine Dobler, Klaus Sigle, Joachim Dobler, Armin Schadow, Mark Toman und Matthias Schuman. In der nächsten Saison will der Verein in der Landesliga Nordbaden antreten. Foto: Küppers

Vaihingen (rkü). Der Squashclub Wiernsheim, der seit einigen Jahren in Vaihingen beheimatet ist, steigt in die Landesliga auf. Doch ob es für den Verein in Vaihingen eine Zukunft gibt, ist ebenso offen wie die Frage, wie es mit der TVV-Halle an der Walter-de-Pay-Straße weitergeht.

In der vergangenen Saison spielte die Squash-Mannschaft in der Bezirksliga. Dort belegte sie Rang zwei und sicherte sich damit das Recht auf den Aufstieg in die Landesliga. Diese Chance wollen die Spieler nicht ungenutzt verstreichen lassen. Trainer Joachim Dobler sagt dazu: „Von den Spielern, die wir haben, wird es reichen – wenn sich die Spieler auch melden. Denn das ist alles freiwillig.“

Dobler ist ausgebildeter Trainer mit der Lizenz C Leistungssport. Was Squash angeht, sind sämtliche Spieler der Mannschaft Späteinsteiger. „Wir haben alle erst mit 30 Jahren oder mehr angefangen, Squash zu spielen“, berichtet der Vorsitzende Klaus Sigle. Noch dazu hat der Verein keinen großen Pool an Spielern, um vier, fünf oder sechs Mannschaften zu besetzen, wie das bei der Konkurrenz in Nordbaden zum Teil der Fall ist. Dass die Vaihinger in Nordbaden am Spielbetrieb teilnehmen, liegt daran, dass sie von Wiernsheim aus ins Punkterennen gestartet sind – Wiernsheim gehört zwar zu Württemberg, liegt aber im Enzkreis und gehört damit politisch zum Regierungsbezirk Karlsruhe. Auch nach dem Umzug nach Vaihingen geht das Team weiter in Nordbaden an den Start. „Wir sind dort gemeinsam alt geworden. Und für uns ist das wie eine große Familie“, sagt Sigle. Auch Dobler lobt das „familiäre Umfeld“. Außerdem tut es dem kleinen Verband gut, wenn der Verein nicht abwandert, weil in der Landesliga ohnehin nur acht Mannschaften spielen. Ziel der Wiernsheimer ist eindeutig, den Klassenerhalt zu schaffen. Dazu gehört ein entsprechendes Training. „Einmal pro Woche ist wenig“, sagt Sigle. Dobler korrigiert: „Zu wenig. Zweimal muss man mindestens spielen, in der Landesliga am besten sogar dreimal.“ Die Spielweise müsse noch präziser werden, verdeutlicht der Trainer – dazu gehört Trainingsfleiß.

Wenn die derzeitige Jugendarbeit im Squashclub Früchte trägt, könnten die Ziele einmal anders definiert werden. Joachim Dobler führt den Nachwuchs gemeinsam mit Sportlehrerin Katrin Faas an den Squashsport heran. „Ich habe meinen Trainerschein vor allem für die Jugend gemacht“, sagt Dobler. „Aber auch in unserer Mannschaft wäre es ohne Trainer schwierig – vor allem, wenn man höherklassig spielen will.“ Früher kam alle zwei Wochen Georg Leuschner vorbei. Der Böblinger ist Kadertrainer der Squashjugend in Baden-Württemberg. Inzwischen trainiert er die Wiernsheimer nur noch sporadisch.

Die Trainingssituation des Squashclubs ist ohnehin nicht optimal. Drei Courts gibt es in der Vaihinger Halle. In Wiernsheim waren es fünf, doch dann wurde die dortige Halle zu einem Kinderspielplatz umgebaut. Für Spieltage sind drei Courts das Minimum: zwei zum Spielen, einer zum Aufwärmen. Sollte diese Zahl in Vaihingen nach Verkauf und eventuellem Umbau der Halle nicht mehr erreicht werden, müsste sich der Squashclub eine neue Bleibe suchen. Darum soll der Verein momentan auch noch nicht umbenannt werden – auch wenn er mit Wiernsheim schon längst nichts mehr zu tun hat. Die Mitglieder und Mannschaftsspieler kommen ohnehin aus einem großen Einzugsgebiet, zum Teil sogar aus Stuttgart und aus dem Schwarzwald. Sie brauchen nur möglichst schnell Planungssicherheit, damit sie entsprechend für die Saison 2010/2011 melden können, die im September beginnt.




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