Sersheimer fangen nicht an zu träumen
26/04 2010
Sersheimer fangen nicht an zu träumen
Sersheim (nac). Die Erleichterung nach dem 1:0 (1:0)-Sieg gegen den Zweiten VfL Gemmrigheim ist den Sersheimern nach dem Schlusspfiff anzumerken. In der Fußball-Kreisliga A3 trennt den VfR nun nur noch ein Punkt vom Aufstiegsrelegationsplatz. Spielertrainer Reiner Kussmaul stapelt dennoch weiter tief.
„Wir fangen nicht an zu träumen“, sagte Sersheims Spielertrainer Reiner Kussmaul nach der Partie. Und sein Defensiv-Allrounder Björn Hammel ergänzte: „Es ist schön, sechs Spieltage vor Schluss den Klassenerhalt sicher zu haben. Was jetzt noch kommt, nehmen wir mit.“ Doch die Sersheimer, die in der Winterpause noch gegen den Abstieg kämpften, schnuppern am ganz großen Coup: der Aufstiegsrelegation. Die Sersheimer haben zwar bereits ein Spiel mehr als die Gemmrigheimer. Aber der VfL spürt den heißen Atem der Verfolger im Nacken, zu denen auch der TSV Phönix Lomersheim gehört.
Gegen Sersheim legten sich die Gemmrigheimer zudem selbst ein Ei ins Nest. In der 23. Minute schickte der Sersheimer Michael Schmid seinen Sturmpartner Francesco Antonaci in die Schnittstelle zwischen Innen- und Außenverteidigung. Der bullige Stürmer zögerte nicht lange und zog aus 15 Metern ab. Doch Gemmrigheims Schlussmann Marcel Deter parierte den Schuss. Den in Richtung Tor springenden Ball versuchte Marc Beckbissinger zu klären. Doch der Gemmrigheimer traf das Leder nicht richtig, so dass es vom Innenpfosten ins Netz sprang – 1:0.
Es sollte das einzige Tor in der Begegnung bleiben. Die Sersheimer verlegten sich über weite Strecken des Spiels darauf, den Vorsprung zu halten. Nur direkt nach der Halbzeitpause hätten sie dreimal nachlegen können. Doch die flache Hereingabe von Stefan Schmid ging in den Rücken von Christian Schaaf. Und der Nachschuss von Antonaci verfehlte sein Ziel deutlich (46. Minute). Nur eine Minute später bekamen die Gemmrigheimer den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Antonaci bediente Michael Seidel. Doch beim Schuss des Sersheimer Rechtsaußen verkürzte Deter im VfL-Tor geschickt den Winkel. In der 54. Minute fing Deter eine Flanke von Stefan Schmid vor dem einschussbereiten Michael Schmid in der Mitte ab.
Die Gemmrigheimer verzagten dagegen an ihrem eigenen Unvermögen. In der ersten Halbzeit kamen sie nur einmal gefährlich vor das Tor von VfR-Schlussmann Björn Burkhardt. Beim Schuss von Marcel Joos aus 16 Metern musste der sich aber gewaltig strecken. Und auch bei Daniel Mozers Nachschuss war Burkhardt zur Stelle. Auch in der zweiten Halbzeit ließ die Sersheimer Hintermannschaft wenig anbrennen. Doch zwischen der 78. und der 80. Minute musste sie drei brenzlige Situationen überstehen. Zunächst bekam der Gemmrigheimer Ramazan Özdemir den Ball im VfR-Strafraum nicht unter Kontrolle, so dass Seidel mit einem Befreiungsschlag klärte. Dann ließ Marcel Joos einen Verteidiger aussteigen. Doch Burkhardt vereitelte die Möglichkeit. Und last but not least stand der VfL-Stürmer Florian Eisele plötzlich frei am Elfmeterpunkt. Doch statt mit links zu schieben, versuchte er, den Ball mit rechts ins Tor zu schießen. VfR-Keeper Burkhardt hielt allerdings die Führung mit dem Fuß und seinem Gesäß sowie etwas Glück fest.
VfR Sersheim: Burkhardt – Marterer, Hammel, Alexander Schaaf, Bienias – Seidel, Brandschert (46. Christian Schaaf), Stefan Schmid, Staudenmaier (64. Aprigliano) – Antonaci, Michael Schmid (66. Glaser).
VfL Gemmrigheim: Deter, Andreas Joos (67. Ohlheiser), Schweiker, Beckbissinger, Albrecht – Marcel Joos, Lutz, Simon Mozer, Özdemir – Eisele, Daniel Mozer (74. Weingärtner).
Tore: 1:0 Marc Beckbissinger (23./Eigentor).
Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte Marc Beckbissinger (90.+3/VfL Gemmrigheim)
Spieler des Tages: Stefan Schmid (VfR Sersheim).
Schiedsrichter: Egon Jeschke.
Zuschauer: 150.
