21/04 2010
„Das verlernen die Kinder nie mehr“
Vaihingen/Illingen (js). Schreien, Toben, Lachen – wo man auch hinschaut, die Vaihinger Sporthalle am Alten Postweg quillt geradezu über vor Leben. Grund für diesen Überschwang ist ein kleiner Ball – der Handball. Der TV Vaihingen, veranstaltete zum 18. Mal sein Schulhandballturnier.
Ursprünglich stand die Frage im Raum: Wo bekomme ich Nachwuchsspieler her? Deshalb ging man beim TVV vor 18 Jahren den Weg in die Schulen und startete ein Turnier mit vierten und fünften Klassen. „Es hat sich aber herausgestellt, dass viele in diesem Alter schon in ihrem Sport drin sind“, erklärt Jugendleiter Armin Schubert. Also ging man einen Schritt weiter und bezieht die zweiten und dritten Klassen mit ein. Mit Gründung der SG wurde das Turnier zudem nach Illingen ausgedehnt. Die SG ist inzwischen schon wieder Geschichte, doch die zweiten Klassen tragen ihr Turnier weiterhin in der Strombergsporthalle aus. Schubert: „Die Illinger Schule ist auf uns zugekommen und wollte das Turnier unbedingt wieder haben.“
In diesem Jahr sind 46 Teams dabei. „Das ist fast ideal“, erklärt der TVV-Jugendleiter. So blieb auch Zeit, um das Turnier in der bei der E-Jugend üblichen Form auszutragen. „Wir haben einen Koordinationsparcours aus dem E-Jugend-Katalog aufgebaut, der eine eigene Wertung bekommt“, erzählt Schubert und fügt gleich an: „In diesem Alter ist die Koordination noch nicht so gut. Alles was die Kinder hier mitbekommen, verlernen sie nicht mehr.“ Das ist ein Grund, warum das Turnier bei den Schulen so beliebt ist. Schubert: „Die Klassen bereiten sich richtig darauf vor. Nicht nur der Sportunterricht wird danach ausgerichtet. Die Klasse 4d der Schlossbergschule hat sogar in Kunst eigene Trikots bemalt.“ Zudem schweiße das Turnier die Klassengemeinschaft zusammen.
Neben dem Spaß für die Kinder hat die Handball-Abteilung des TV Vaihingen auch einen ganz eigenen Nutzen – die Nachwuchsrekrutierung. „Rund zehn Spieler bleiben immer hängen“, erklärt Schubert. „Wenn aber einer danach nach Illingen oder zum CVJM nach Enzweihingen geht, freuen wir uns genauso. Das ist schließlich auch ein Gewinn für den Handballsport.“
