Stuttgart/Vaihingen (nac). Die besten Faustballmannschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz messen sich an diesem Wochenende bei den Stuttgart Open. Mit dabei ist der TV Vaihingen. Für Trainer Markus Knodel ist das Turnier aber eher eine Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen.
Erst in drei Wochen beginnt die Feldsaison der 1. Faustball-Bundesliga Süd. Die meisten Mannschaften haben gerade erst das Training aufgenommen. „Man ist erst frisch draußen“, ist auch Knodel realistisch. „Da kann man so ein Turnier nicht zu hoch bewerten.“ Allerdings stellt sich die deutsche und internationale Elite dem Wettbewerb. Der frisch gekürte Deutsche Meister der Halle, der TV Stammheim, gehört als Ausrichter auf der Bezirkssportanlage in Stuttgart-Zuffenhausen zu den Favoriten. Doch auch Linz-Urfahr, beim Hallen-Europapokal Vierter, „stellt immer eine starke Mannschaft“ (Knodel). Aber auch der TV Vaihingen braucht sich als Dritter der deutschen Hallenmeisterschaft und Vize-Hallen-Europapokalsieger nicht zu verstecken. „Wir haben eine sehr gute Mannschaft“, ist Knodel zuversichtlich.
Doch wie weit die Vaihinger in Stammheim kommen, will auch der TVV-Trainer nicht vorhersagen: „Viele Mannschaften sind auf Augenhöhe. In so einem Turnier kann viel passieren. Da 2x9 Minuten auf Zeit gespielt wird, wird es viele kuriose Ergebnisse geben.“ Allerdings will Knodel mit seiner Mannschaft vorne mitspielen. „Ich gehe davon aus, dass wir die Endrunde erreichen.“
Doch noch haben die TVV-Faustballer noch nicht ihr maximales Leistungsniveau erreicht. Das ist auch schwer möglich, hat doch vor zwei Wochen erst das Training auf dem Platz begonnen. In den bisherigen vier Trainingseinheiten sollten sich die Vaihinger „vor allem wieder an das Feld gewöhnen“, erklärt Knodel. „Der Ball springt anders als in der Halle. Außerdem ist der Platz uneben, so dass der Ball noch nicht einmal gerade aufspringt. Viele Spielzüge konnten wir da noch nicht trainieren.“
Die Frauenmannschaft des TV Vaihingen hat eine schwere Vorrundengruppe erwischt. Trainer Marco Lochmahr schätzt die österreichische Spitzenmannschaft Raika Zwettl und den Ahlhorner SV als kaum schlagbar ein. „Gegen den TV Eibach und den TV Stammheim kann man aber gewinnen.“ Hier liegt also die Chance, der Vaihinger Frauen, als Gruppendritter oder -vierter in die Zwischenrunde einzuziehen. Der fünfte Vorrundengegner SVD Diepoldsau ist für Lochmahr bislang ein unbeschriebenes Blatt. Die TVV-Frauen haben kurz vor den Osterferien mit dem Training für die Freiluftsaison begonnen. „Vorbereitungsturniere wie dieses sind extrem wichtig“, unterstreicht der Trainer. „In der jetzigen Besetzung haben wir noch nie auf dem Feld gespielt und die Bundesligasaison wird nicht leicht werden.“
Neben dem CPH-Cup, in dem die Bundesligisten und internationalen Meister um 2500 Euro Preisgeld spielen, werden drei weitere Kategorien ausgetragen. Gerade in Baden-Württemberg kann die Sportart Faustball mit rund 6500 Aktiven sich mit bekannten Sportarten wie Fechten oder Rudern ohne weiteres messen. Um dieser Vielzahl von Spielern aller Alters- und Leistungsklassen gerecht zu werden, gibt es bei den Stuttgart Open mehrere Kategorien. Spielbeginn ist am Samstag um 13 Uhr. Am Sonntag wird die Endrunde von 9 Uhr an ausgetragen. Das Finale der Frauen ist auf 14.10 Uhr, das der Männer auf 15 Uhr angesetzt.
Weitere Informationen und Spielplan unter www.stuttgart-open.net
