Donnerstag, 24. Mai 2012

Nussdorf trifft zweimal Aluminium




13/04 2010

Nussdorf trifft zweimal Aluminium

Fuba
Großglattbachs Spielgestalterin: Sarah Dupper (links) Foto: Bürkle

Nussdorf Nussdorf (red/nac). Die Nussdorferinnen treten nach dem 1:1-Unentschieden in der Fußball-Regionenliga auf der Stelle. Sie verpassten es, sich von den unteren Plätzen nach Punkten deutlicher abzusetzen und mit Asperg gleichzuziehen.

Regionenliga 2
SB Asperg – TSV Nussdorf 1:1 (0:0)
Die Frauen des TSV Nussdorf verpassten es, gegen den SB Asperg drei wichtige Punkte zu holen. Mit einem Sieg wären sie punktemäßig mit Asperg gleich gezogen (20 Zähler). Denn trotz dreier hundertprozentiger Chancen in den Anfangsminuten trennten sich die Nussdorferinnen und die Aspergerinnen 1:1 (0:0)-unentschieden.
Eigentlich sah es in den ersten zehn Minuten gar nicht so schlecht aus. Svenja Stahn hatte nach drei Minuten schon die erste dicke Möglichkeit. Doch sie traf nur das Lattenkreuz. Fünf Minuten später traf die Nussdorfer Stürmerin den rechten Pfosten. Und Sara Rohland hatte den Ball schon über die herausstürzende Torfrau geschossen, da kratzte die Abwehrspielerin den Ball noch von der Linie.
Doch  diese heiße Anfangsphase war schnell vorbei, und Nussdorf verfiel wieder in alte schlechte Gewohnheiten. Zuspiele auf kurze Entfernungen kamen beim Gegner an. Schon im Spielaufbau ging der Ball verloren, worauf die Nussdorferinnen im Mittelfeld überlaufen wurden und die Aspergerinnen zu Chancen kamen. Beide Torfrauen hatten in den ersten 45 Minuten einiges zu tun. Aber beide Mannschaften schafften es nicht, die Führung zu erzielen.
Nach dem Seitenwechsel waren die Nussdorferinnen mehr am Drücker, konnten aber den Ball nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Stahn zielte flach auf das lange Eck. Doch der Ball rollte knapp vorbei. Julia Schroeder verpasste eine Eckballhereingabe mit dem Kopf nur knapp. Und Sara Rohland scheiterte an der Torfrau. In der 75. Spielminute war es aber dann soweit. Sarah Eblen bekam im Strafraum den Ball und hob ihn gefühlvoll über die Torfrau zur Führung ins Tor. In der Folge wurde es hektisch. Die Nussdorferinnen versuchten, gegen die anrennenden Aspergerinnen zu bestehen und immer wieder mit Entlastungsangriffen über die Runden zu kommen.
Doch in der Nachspielzeit war das Abwehrbollwerk der Gäste gebrochen. Die Aspergerinnen erzielten den Ausgleich. Die Nussdorferinnen waren in der Vorwärtsbewegung und verloren den Ball. Die Aspergerinnen schlugen den Ball weit durchs Mittelfeld an der Nussdorfer Abwehr vorbei. Torfrau Pflüger sprintete aus dem Strafraum, doch die Stürmerin war eher am Ball und schob den Ball ins leere Tor zum 1:1-Endstand.

TSV Nussdorf: Pflüger – Tuma, Mirjam Rohland, Adam, Quadrano (70. Falz) – Böttinger, Eblen, Schroeder, Rentschler – Stahn, Sara Rohland.

Bezirksliga 4
Großsachsenheim – Großglattbach 8:0 (1:0)
„Matthias Sieber und ich sind von der zweiten Halbzeit maßlos enttäuscht“, sagte Großglattbachs Trainer Werner Zigan. Seine Mannschaft brach in Hälfte zwei gegen die SF Großsachsenheim ein. Zigan: „Der Rückstand so kurz vor der Halbzeitpause hat uns das Genick gebrochen. Anfang der zweiten Halbzeit hat wieder die Zuordnung im Mittelfeld nicht gestimmt, und schon war das Spiel entschieden.“ Nach dem 0:1 in der 44. Minute erhöhten die Großsachsenheimerinnen nach dem Seitenwechsel praktisch im Fünf-Minuten-Rhythmus (55. Minute, 60., 65., 70., 75., 80. und 85.) bis zum 8:0-Endstand.
„Wir haben in der zweiten Halbzeit Angsthasen-Fußball gespielt“, schimpfte Zigan. „Dass wir 0:8 verloren haben, daran sind wir selbst schuld.“ Wenn eine Flanke in den eigenen Strafraum gekommen sei, hätten seine Spielerinnen den Kopf eingezogen. Außerdem hätten sie den Ball immer wieder kurz vor der Auslinie gestoppt und ihn so für die Gegnerinnen gerettet, anstatt mit einem Einwurf weiterzumachen. Den Unterschied machte in der zweiten Halbzeit auch die für die Sportfreunde eingewechselte Renate Czarnowski. Sie erzielte zwei Tore selbst und war an vielen entscheidenden Aktionen beteiligt. Zigan: „So eine fertige Spielerin fehlt uns, die sich auch mal im Eins-gegen-eins durchsetzt.“
Dabei hatte es in der ersten Halbzeit gut begonnen für die Gäste. Die Großglattbacherinnen haben sich einige gute Chancen erspielt und die Gastgeberinnen phasenweise in die eigene Hälfte gedrängt. So legte sich einmal Melanie Stricker den Ball zu weit vor, so dass die Großsachsenheimer Torfrau das runde Leder abfing. Ein anderes Mal schoss die Großglattbacher Stürmerin der Torfrau direkt in die Arme. Und Sarah Dupper zielte aus 15 Metern knapp daneben. Selbst der Schiedsrichter war überrascht. „Er hat mich während des Spiels gefragt, ob wir heute endlich unseren ersten Punkt holen wollten“, berichtete Zigan. „Wenn wir das 1:0 oder 2:0 gemacht hätten, hätte keiner etwas sagen können.“ Und das, obwohl der TSV Großglattbach „fast mit dem letzten Aufgebot“ (Zigan) aufgelaufen war. Der TSV-Trainer hatte am Abend vor dem Spiel noch Gianna Robustino überredet, sich trotz Trainingsrückstands und Erkältung als Auswechselspielerin zur Verfügung zu stellen. Sonst wären die Großglattbacherinnen nur mit elf Spielerinnen nach Großsachsenheim gefahren. (red/nac)

TSV Großglattbach: Schäfer – Eckert, Klisa, Blaeß, Carina Weidner, Gommel, Schöttle, Sieber, Stricker, Dupper, Julia Weidner (70. Robustino).




Seitenanfang