07/04 2010
Ulrich Hein folgt Achim Lehmann
Ensingen (nac). „Wir wollten uns früh festlegen und sind froh, dass wir nicht ohne Trainer da stehen“, erklärt Ulrich Häffner. Der Abteilungsleiter des Fußball-B-Ligisten TSV Ensingen hat unlängst einen neuen Übungsleiter für die erste Mannschaft präsentiert: Im Sommer übernimmt Ulrich Hein das Team.
Ulrich Hein wechselt vom Ligakonkurrenten FV Markgröningen nach Ensingen. „Er passt zu uns“, berichtet Häffner. „Und er hat in Markgröningen gute Arbeit geleistet.“ In der Kreisliga B5 hat der FV lange Zeit das Verfolgerfeld des Spitzentrios TSV Oberriexingen, TSV Kleinglattbach und TSV Kleinsachsenheim angeführt. Und das, obwohl Hein ebenfalls viele Studenten und Schichtler in seiner Mannschaft hat – genauso wie beim TSV Ensingen. Häffner: „In Markgröningen herrschen ähnliche Verhältnisse wie in Ensingen, was die Mannschaftsstruktur betrifft. Und er hat bewiesen, dass er damit gut zurechtkommt.“
Seit Dezember suchen die Ensinger Verantwortlichen nach einem Nachfolger für Achim Lehmann, der zum Sommer zu den SF Mühlacker wechselt (wir berichteten). Letztlich standen noch drei Namen auf der Liste, die alle den Job übernehmen wollten. Ein Gremium aus dem Abteilungsleiter Häffner, seinem Stellvertreter Jürgen Solar, dem Spielleiter Jürgen Söll und dem Jugendleiter Roland Eiberger hatte die freie Wahl. „Wir konnten in Ruhe die Plus- und Minuspunkte abwägen“, erzählt Häffner. Unter dem Strich fiel die Entscheidung für den Kleinglattbacher Hein.
Der hatte sich in Ensingen sogar angeboten, nachdem feststand, dass Lehmann nach der Saison nicht mehr weitermacht. „Nach fast vier Jahren in Markgröningen habe ich meine Möglichkeiten ausgereizt“, sagt Hein. „Und es tut mir als Trainer und der Mannschaft gut, wenn wir getrennte Wege gehen.“ Beim TSV Ensingen sucht er die neue Herausforderung. „Dass die Mannschaft in Oberriexingen nicht verloren hat, zeigt, welches Potenzial in ihr steckt“, sagt der Kleinglattbacher. Dem stimmt Häffner zu: „Wir haben Oberriexingen ins Schwitzen gebracht. Wenn wir vom Engagement in den restlichen Spielen so spielen wie am Samstag, haben wir mit dem Abstieg oder der Relegation nichts zu tun.“ Mit dem neuen Trainer will Häffner mittelfristig oben mitspielen. „Wir wollen endlich aus dem hinteren Tabellendrittel weg“, erklärt der Abteilungsleiter. „Ob das aber schon nächstes Jahr klappt, ist offen.“
Das sei aber auch egal. Denn die Zusammenarbeit mit Hein ist auf mehrere Jahre angelegt. „Wir hoffen, dass es zwei, drei oder vier Jahre geht. Es ist definitiv auf längere Sicht gedacht. Und nach einer Saison kann man oft noch nichts über die Arbeit eines Trainers sagen.“
