Donnerstag, 24. Mai 2012

Abstiegsgespenst vorläufig vertrieben




Gefahr vor dem Sersheimer Tor – doch der VfR Sersheim gewann das Nachholspiel gegen Gündelbach souverän mit 3:1. Foto: Küppers
Gefahr vor dem Sersheimer Tor – doch der VfR Sersheim gewann das Nachholspiel gegen Gündelbach souverän mit 3:1. Foto: Küppers

Sersheim (rkü). Der VfR Sersheim hat sich im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga A3 Luft verschafft, dafür steckt der FC Gündelbach jetzt weit unten drin. Das Nachholspiel ging mit 3:1 an den VfR.

Fast 200 Zuschauer hatten sich am Abend des Gründonnerstags um den Sersheimer Sportplatz versammelt, um das Derby der vom Abstieg bedrohten Mannschaften aus Sersheim und Gündelbach zu verfolgen. Obwohl der Kalender gerade schon April anzeigte, holten die Sersheimer Küchenspezialisten ihre Reserven an Glühwein aus dem Lager und fanden bei Temperaturen von drei Grad Celsius dankbare Abnehmer.

Auf dem Feld ging es nicht so hitzig zu, wie es angesichts der Tabellensituation durchaus hätte sein können. „Ein faires Spiel“, urteilte Reiner Kussmaul, der erstmals in seiner neuen Funktion als Spielertrainer des VfR Sersheim gegen sein früheres Team antrat. Lediglich Schiedsrichter Jürgen Weber sah die Notwendigkeit, alle paar Minuten einen Akteur mit Gelb zu verwarnen – gut verteilt auf beide Mannschaften. Dennoch musste nur ein Akteur vorzeitig vom Platz. Tobias Marterer (Sersheim), sah zwei Minuten vor Spielende nach einem Foul die Gelb-Rote Karte.

Die Platzherren zeigten von Beginn an, dass sie gewillt waren, den Tabellenkeller zu verlassen. Ein ums andere Mal stürmten sie nach vorne. Doch fast regelmäßig wurden sie zurückgepfiffen – Abseits. Auf der anderen Seite liefen auch die Gäste mehrmals in die Abseitsfalle. Für die Zuschauer war es ein abwechslungsreicher Kick. Den einzigen Treffer der ersten Halbzeit erzielte Michael Schmid für den VfR Sersheim. Er konnte das Leder in der zehnten Spielminute in aller Ruhe über die Linie schieben, nachdem Gündelbachs Schlussmann Thorsten Krumm weit außerhalb des Torraums mit dem Versuch gescheitert war, ihm den Ball abzunehmen. Wenige Minuten später rief FCG-Spielertrainer Markus Posch seine Hintermannschaft zur Ordnung: „Jetzt reicht’s! Ich kann doch nicht bei jedem Ball schreien, der nach hinten kommt.“ Die Gastgeber hatten weitere Gelegenheiten, die Führung auszubauen. Als eine halbe Stunde gespielt war, spielte Björn Hammel den Ball zu Maurizio Aprigliano, der aus kürzester Distanz vergab. Michael Schmid setzte sich bei einem Konter in der 41. Minute gut gegen zwei Gündelbacher Abwehrspieler durch, schoss dann aber ganz knapp am langen Pfosten vorbei. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel blieben ein Freistoß und die nachfolgende Ecke für Gündelbach ohne Nutzen. Angesichts der vielen Chancen hätte Sersheim zu diesem Zeitpunkt schon mehrere Tore vorne liegen können.

Den zweiten Treffer für die Gastgeber schoss Marco Aprigliano fünf Minuten nach der Pause. Er zog ab, nachdem er den Ball von Michael Schmid zugespielt bekommen hatte. Fortan gab es auch mehr Szenen vor dem Sersheimer Tor. Eine davon nutzte Steffen Burger, als er in der 65. Minute den Anschlusstreffer für Gündelbach erzielte. Er war 18 Meter vor dem Tor frei zum Schuss gekommen. Gündelbacher Fans quittierten den Treffer mit einem spontanen: „Wir leben noch!“ Endgültig entschieden war die Partie nach dem Treffer von Björn Hammel zum 3:1 in der 79. Minute. Gündelbachs Trainer Posch charakterisierte die Partie als „von den Spielanteilen her ausgeglichen“, allerdings mit Chancenüberlegenheit der Sersheimer.




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