Noch sind die CEV-Frauen ungeschlagen
Vaihingen (ev) – Einige Mannschaften der ersten Hockey-Verbandsliga waren bereits in der vergangenen Woche im Einsatz. Am Samstag (2. Mai) starten auch die Frauen des Club an der Enz in den zweiten Teil der Saison. Sie haben von allen Teams die beste Ausgangsposition.
Zwei Spiele hat die Frauenmannschaft des Club an der Enz bereits bestritten und bisher ist sie noch ungeschlagen. Das sei zwar noch nicht aussagekräftig, aber die Mannschaft habe von allen Teams die beste Ausgangsposition, meint Trainer Ludwig Schmid. Heidelberg II und Mannheim III haben drei beziehungsweise zwei Spiele mehr absolviert als die Vaihingerinnen, aber nur einen Punkt mehr auf dem Konto. Außerdem haben sich die beiden Spitzenmannschaften erst in der vergangenen Woche mit einem Unentschieden getrennt. „Besser hätte es für uns nicht laufen können“, meint der Trainer.
Die Frauen haben sich nämlich das Ziel gesteckt, in ihrer Gruppe Erster zu werden, um dann in einem Endspiel gegen den anderen Gruppenersten um den Aufstieg zu kämpfen.
Dieses Ziel muss der CEV allerdings ohne Michaela Gerds und Hanna Gantenbein verwirklichen. Beide wollen sich mehr auf ihr Studium konzentrieren und werden erst einmal ausfallen. Auch Mareike Müller wird in den kommenden Monaten nicht spielen. Sie wird Mutter. Dafür ist ihre Schwester Annika Brust nach einem Auslandsaufenthalt wieder zurück. In den Trainingsspielen hat Brust gleich die Position ihrer Schwester eingenommen. Ob das auch am Samstag beim Auswärtsspiel gegen Rohrbach (16 Uhr) so sein wird, weiß Schmid noch nicht. „Wahrscheinlich werden wir die Partie gegen den Tabellenletzten offensiver angehen und eventuell nur mit einer Dreierkette spielen“, meint er. Schmid möchte sich generell nicht auf ein System festlegen. „Das kommt immer auf den Gegner an.“ Er kann sich auch gut vorstellen, gegen Mannheim III defensiver aufzulaufen und auf Konter zu lauern.
Schmid hat die Frauenmannschaft erst nach der Hallenrunde übernommen, weil sich Tobias Müller zurückziehen möchte. Er steht allerdings noch als Betreuer zur Verfügung. Bisher kommt der Neue mit der Mannschaft gut zurecht, besser als er selbst erwartet hat. „Größtenteils sind die Spielerinnen älter als ich, aber bisher läuft es ganz gut.“ Die junge Mannschaft glänze vor allem durch den Zusammenhalt. „Die Trainingsbeteiligung ist gut. Die Spielerinnen sind motiviert“, sagt Schmid.
Dass sie gut drauf sind, haben sie in vier Vorbereitungspartien gezeigt. Gegen den TFC Ludwigshafen (Regionalliga) verlor Vaihingen nur mit 0:1, gegen die Oberligisten TSV Ludwigsburg und den VfB Stuttgart gab es ein 0:0 und ebenfalls eine 0:1-Niederlage. Gegen den Bietigheimer HTC, der ebenfalls in der ersten Verbandsliga, aber in der anderen Gruppe spielt, gewann der Club an der Enz Vaihingen deutlich mit 5:0.
„Die Vorbereitung war gut. Die Rahmenbedingungen passen.“ Es sei ganz anders als noch in der Hallensaison mit knappen Trainingszeiten. Statt nach einer Stunde Training pünktlich abbrechen zu müssen, könne Schmid nun auch mal überziehen oder eine zusätzliche Trainingseinheit am Wochenende ansetzen, falls es nötig ist. Das seien ideale Voraussetzungen.
Trotz der vielen positiven Aspekte findet Ludwig Schmid auch ein Haar in der Suppe. Die Passgenauigkeit muss noch erhöht werden. Zudem fordert der Trainer mehr Härte im Spiel, mehr Aggressivität sowie mehr Ball- und Siegeswillen. Außerdem sei da noch ein altes Vaihinger Problem: der Torabschluss.
Immer wieder würde sich die Mannschaft gute Chancen herausspielen und dann vor dem Tor versagen. „Das müssen wir auf jeden Fall noch üben“, meint Ludwig Schmid. Vielleicht in einer Sondereinheit?
