Enzweihingen (rkü). Erst zum zweiten Mal wurde der Stadtpokal der Volleyball-Freizeitmannschaften ausgespielt. Jedes Mal hat der Gastgeber gewonnen – vor zwei Jahren die VSG Gündelbach und jetzt der TSV Enzweihingen. Neun Mannschaften beteiligten sich an dem Turnier.
Von einem „vorweggenommenen Endspiel“ sprachen die Volleyballer der VSG Gündelbach, als sie zum Abschluss der Vorrunde beim Turnier um den Stadtpokal gegen den SV Riet spielten. Sie verloren knapp und hatten damit keine Chance, den Titel und damit auch den von ihnen selbst gestifteten Wanderpokal zu verteidigen. Denn der Modus sah vor, dass aus den drei Vorrundengruppen jeweils die Erstplatzierten in der Endrunde um die Plätze eins bis drei spielen sollten. Den Gruppensieg hatte sich der SV Riet geholt. Für die Zweiten blieb die Runde, in der die Plätze vier bis sechs ausgespielt wurden, die Dritten spielten ihre Platzierungen ebenfalls aus. So war garantiert, dass jede Mannschaft vier Spiele hatte. Andererseits gab es kein echtes Endspiel bei diesem Turnier. Das störte die Teilnehmer aber wenig, sie wollten Spaß am Volleyball erleben.
Um auch für die Veranstalter die Belastung nicht zu groß werden zu lassen, hatten sich zwei Vereine zusammengetan. Wie schon bei der Premiere, die vor zwei Jahren anlässlich des 25-jährigen Bestehens der VSG Gündelbach stattfand, übernahmen die Gündelbacher die sportliche Leitung. Markus Bischoff hielt die Fäden in der Hand. Um Halle und Bewirtung kümmerte sich der TSV Enzweihingen, für den Ingo Klein mit mehreren Helfern im Einsatz war. Er sagte: „Schon vor zwei Jahren war für mich klar, dass wir den Stadtpokal für eine gute Sache halten und selbst als Gastgeber auftreten wollen.“ Für die Zukunft könnte er sich einen regelmäßigen Turnus vorstellen, den Pokal jedes Jahr oder spätestens alle zwei Jahre auszuspielen.
Im Bereich der Stadt Vaihingen gibt es nur wenige Vereine mit Gruppen, die regelmäßig Volleyball spielen. Die Schätzungen am Rande des Turniers reichten von „eine Handvoll“ bis „ein halbes Dutzend“, also fünf oder sechs. Teilgenommen haben aber auch Mannschaften, die kein wöchentliches Volleyballtraining haben, sondern einfach mal wieder bei einem Turnier mitspielen wollten. Dass es beim Stadtpokal nicht so genau genommen wurde, zeigte auch die Teilnahme einer Gastmannschaft aus dem Enzkreis. „Als der TV Schützingen angefragt hat, hatten wir gerade mal vier Anmeldungen“, erläutert Markus Bischoff, der sich über das Interesse freute.
Mannschaften, die am aktiven Spielbetrieb in einer Verbandsrunde teilnehmen, gibt es im Bereich Vaihingen nicht. Früher waren die VSG Gündelbach und der SV Riet zeitweise mit mehreren Mannschaften im Volleyballbezirk Nordwürttemberg gemeldet. Das ist viele Jahre her. Inzwischen haben sich die Volleyballer auf Freizeitsport konzentriert. „Schau uns an – sehen wir so aus, als ob wir noch jedes Wochenende zu Spieltagen fahren wollen?“, fragt einer der Oldies lachend. Dann wolle er doch lieber in lockerer Folge ein paar Turniere besuchen und zwischendurch um den Stadtpokal spielen.
Am Schluss hatte der TSV Enzweihingen die Nase vorn und durfte sich als zweiter Verein auf dem Stadtpokal verewigen. Es folgten die Ensinger Netzhurgler, der SV Riet, die VSG Gündelbach, die Lazy Bones aus Riet, der TSV Aurich, die Freizeitgruppe Kleinglattbach, der TV Schützingen und die Jedermänner des TV Vaihingen.
