Donnerstag, 24. Mai 2012

„Da war ich mächtig stolz auf meine Jungs“




„Da war ich mächtig stolz auf meine Jungs“
Zwei Meisterschaften konnten die Handballer der SG Vaihingen-Illingen bejubeln

Vaihingen – Beide Männerteams der SG Vaihingen-Illingen sind in ihren Klassen Meister geworden. Was das Erfolgsrezept war und wie es weiter geht, wenn TV Vaihingen und SV Illingen getrennt sind, erzählt Trainer Klaus Fengler im Interview.

Sind Sie ein Gewohnheitstier?
Kein Tier – ein Mensch! Die Antwort lautet allerdings eindeutig ja. Aber was hat das mit Handball zu tun?

Haben Sie sich denn schon daran gewöhnt, nun Trainer des TV Vaihingen und nicht mehr der SG Vaihingen-Illingen zu sein?
Ja.

Beide Männerteams haben in der vergangenen Saison unter Ihrer Leitung den Aufstieg geschafft. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Die zweite Männermannschaft hat nur in Teilen ab und an mittrainiert. Den Schuh ziehe ich mir nicht an. Den Aufstieg haben sie ganz alleine geschafft. Ein Erfolgsrezept gibt es nicht, wohl aber unabdingbare Voraussetzungen. In einer Mannschaftssportart stehen Disziplin, Zuverlässigkeit und die Bereitschaft zur Leistung im Vordergrund. Dies hat die Truppe nach einigen Monaten verinnerlicht. In manchen Spielen kam noch ein Quäntchen Glück dazu.

Wie war die Saison für Sie? Was waren die Höhen und Tiefen?
 Spontan fällt mir das Auswärtsspiel in Affalterbach ein, welches wir mit sechs Feldspielern in einem beiderseitigen Höllentempo über 60 Minuten positiv gestaltet haben. Da war ich mächtig stolz auf meine Jungs. Negativ habe ich empfunden, dass Ende Dezember noch immer keine Zusammenführung von Jung und Alt erkennbar war. Vielleicht war ich zu ungeduldig. Ab Mitte Februar schwebte ein anderer Geist zwischen den Altersgruppen, wobei ich nicht sagen kann, woran es lag. Natürlich machen siegreich gestaltete Spiele alles leichter.

Wie geht es nun weiter?

Nach den Osterferien geht es mit viel individueller Arbeit weiter, bevor im Juli die Vorbereitung startet. Personell haben wir langfristig, bedingt durch die Schwere der Verletzung, den Verlust von Eric Franck zu beklagen. Zugänge haben noch nicht an meiner Wohnungstür geklingelt.

An den Erfolg könnten Sie sich gewöhnen, oder?
Erfolg ist für den Fachmann nicht zwingend vom Tabellenplatz abhängig. Erfolg ist für mich auch die Umsetzung meiner Spielphilosophie und die Weiterentwicklung der Spieler.

Fragen von Eva Wirth




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