1:1 – Mettertalderby endet unentschieden
Sersheim (ev) – Ein Punkt ist für den VfR Sersheim eigentlich zu wenig. Die Mannschaft steckt in der Fußball-Kreisliga A3 mitten im Abstiegskampf. Zu mehr als zu einem 1:1 kam der VfR gegen den FC Gündelbach allerdings nicht.
Während der VfR Sersheim im Moment mit aller Macht versucht, sich aus dem Tabellenkeller zu befreien, ist bei den Gündelbachern bereits die Luft raus. So ist zumindest ihre Leistung zu deuten. Spielertrainer Markus Posch sieht das ebenfalls so. „Wir sind im Niemandsland der Tabelle. Uns fehlt ein bisschen die Spannung. Wahrscheinlich sind wir deshalb nicht hundertprozentig bei der Sache“, meint er. Bereits beim 1:1 gegen Bönnigheim habe er dies festgestellt. Am Donnerstagabend im Nachholspiel trug diese Einstellung nicht gerade zur Unterhaltung der Zuschauer bei. Highlight der ersten Halbzeit war Schiedsrichter Kevin Reutlinger. Er trug ein grau-schwarzes Trikot. Doch die Sersheimer monierten, dass der Unterschied zu den grün-schwarzen Hemden des VfR zu gering sei – Reutlinger zog sich ein gelbes Leibchen über. In der Halbzeitpause wechselte er das graue Shirt gegen ein gelbes.
Erwähnenswert in Durchgang eins ist darüber hinaus noch das 1:0 für den FC Gündelbach. Nach einem Freistoß köpfte Reiner Kussmaul den Ball aus fünf Metern unbedrängt ins Netz. VfR-Torhüter Björn Burkhardt war dabei chancenlos. In den ersten 45 Minuten hatte der FCG etwas mehr Zug zum Tor, insgesamt war das Spiel aber ausgeglichen und langweilig. Die Gündelbacher Führung war zu diesem Zeitpunkt verdient.
Nach dem Seitenwechsel taten die Gäste noch weniger. Sersheim tauchte dagegen öfter vorne auf. Immer wieder versuchte es die Elf von Thomas Marbach mit langen Bällen, doch die FCG-Abwehr um Reiner Kussmaul stand sicher. Daniel Marbach, der bei den Sersheimern für die Abwehr zuständig war, schaltete sich nun immer öfter nach vorne ein. Ein ums andere Mal bot sich den Gündelbachern nun viel Raum zum Kontern, doch die Mannschaft nutzte den vorhandenen Platz kaum.
Je länger das Spiel – desto verdienter wäre der Ausgleich gewesen und desto mehr Gelbe Karten verteilte Kevin Reutlinger. Elf Stück waren es am Ende.
Nachdem Daniel Marbach (57. Minute), Stefan Schmid mit einem Freistoß an die Latte (65.) und Hakan Atalay (75.) sehr gute Chancen ausließen, fiel sechs Minuten vor Schluss das 1:1. FCG-Torwart Benjamin Hirschle (Thorsten Krumm ist verletzt) konnte den Ball nur abklatschen lassen, Sascha Burger reagierte am schnellsten und drückte den Ball über die Linie. Sersheim war nun am Siegtreffer dran, doch das 2:1 wollte nicht mehr fallen.
Das Fazit des Spiels: Aufgrund der Spielanlagen geht die Punkteteilung noch in Ordnung. Aufgrund der Torchancen hätte Sersheim den Sieg verdient gehabt.
Ähnlich sahen es auch die Trainer. Markus Posch, der wegen einer Verletzung an den Bändern nicht spielen konnte, sagte zum Beispiel: „Es war ein schlechtes Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir die Partie zwar 20 Minuten lang kontrolliert, gut war aber auch das nicht. Wenn wir hier verlieren, dürfen wir uns nicht beschweren.“ In keiner Phase des Spiels hätte sein Team einen sauberen Spielzug gezeigt. Bezeichnend dafür: Das 1:0 ist nach einer Standardsituation gefallen.
Sein Kollege aus Sersheim trauerte den vergebenen Chancen und den drei Punkten hinterher, denn Verfolger Kleinsachsenheim holte gegen Roßwag (siehe untenstehender Bericht) ebenfalls einen Punkt. Entspannung im Abstiegskampf sieht anders aus. „Nun hängt alles von den beiden Nachholspielen ab, die wir noch haben“, sagt Marbach. Das erste findet nächsten Mittwoch gegen Wiernsheim statt, das zweite eine Woche später gegen Kirchheim.
VfR Sersheim: Burkhardt – Marterer (46. Brandschert), Seidel, Dennis Schmieder, Daniel Marbach, Hartmann, Schmid (82. Bienias), Nikolai Sonnenberg (71. Follrich), Atalay, Caliskan, Burger.
FC Gündelbach: Hirschle – Oberrauch, Kussmaul, Brett (51. Carsten Posch), Schaikowski, Burger, Menge, Yakar (25. Aisenbrey), Schindler, Andreas Bahmer, Zorn (64. Autenrieth).
