Vaihingen (jsv) – Heute Abend gilt es für die Landesliga-Basketballer der BSG Vaihingen-Sachsenheim. Im Relegationsspiel zum Aufstieg in die Oberliga ist dann der TV Rottenburg zu Gast, der Tabellenzweite der Landesliga Alb-Bodensee. Und gerade in diesem wichtigen Spiel hat die BSG einige Ausfälle zu verzeichnen.
Die Voraussetzungen könnten besser sein. Denn im ersten der beiden Aufstiegsspiele zur Oberliga plagen die Korbjäger der BSG Vaihingen-Sachsenheim personelle Probleme. „Michael Barth und Patrick Ilg sind privat verhindert“, zählt Trainer Michael Nachreiner auf. Zudem hat Benjamin Krauß immer noch Schmerzen in der Ferse. „Er soll aber zumindest auf der Bank sitzen“, so Nachreiner, dem dadurch gerade einmal sieben gesunde Spieler zur Verfügung stehen. Deshalb erwägt er, die beiden U20-Spieler Samuel Ewig und Alex Spohn sowie Wolfgang Hölzle mit auf die Auswechselbank zu nehmen.
Trotz dieser ungünstigen Situation: Bangemachen gilt für Nachreiner nicht. „Wir haben oft genug in dieser Saison gegen Mannschaften gewonnen, obwohl bei uns einige Spieler gefehlt haben“, gibt er sich kämpferisch. Die Verantwortung laste nun eben auch einmal auf anderen Spielern, die in der entscheidenden Saisonphase nun zeigen können, was sie drauf haben. Der Blick richtet sich nach vorne, das hört man dem BSG-Coach deutlich an. Es gibt auch gar keine andere Richtung, weiß er. „Unser erklärtes Saisonziel war der Aufstieg. Und dafür wird sich die Mannschaft zerreißen. Da bin ich mir ganz sicher.“
Der TV Rottenburg ist ein äußerst starker Gegner. In der Bischofstadt hat Basketball Tradition. Noch vor drei Jahren klopfte der TVR an die Tür zur zweiten Liga. Doch dann folgte der Kollaps. Und ein Neuanfang. Die erste Mannschaft wurde aufgrund finanzieller Probleme aufgelöst. Rottenburgs Urgestein Christoph Maier übernahm den Trainerposten und baute aus der zweiten Mannschaft eine Truppe auf, die von der Bezirks- in die Landesliga aufstieg und dort, nach nur zwei Niederlagen, in dieser Saison auf Platz zwei landete. Der einstige Tübinger Zweitliga-Spieler Markus Vollmer besticht bei den Rottenburgern durch seine Treffsicherheit aus dem Halbfeld oder auch von jenseits der Drei-Punkt-Linie. Goran Klokocki gilt als Rottenburger Allzweckwaffe. Er spielte in der Regionalliga für Rottenburg und ist nun wieder zurück. Klokocki ist stark unter dem Korb, verfügt aber auch über einen guten Wurf. „Ich werde mir die Rottenburger noch auf Youtube anschauen“, sagt Nachreiner, der im Heimspiel auf die eigenen Stärken, wie die mannschaftliche Geschlossenheit, vertraut. „Wir werden unser Spiel spielen“, gibt er die Marschrichtung vor.
Wann die zweite Partie in Rottenburg steigen wird, ist indes noch nicht heraus. Dort wird dann die Entscheidung über den Aufstieg fallen. Entweder hat dann ein Team beide Spiele gewonnen oder es zählt der direkte Vergleich und da dann die bessere Korbdifferenz. In Vaihingen könnte aber schon eine Vorentscheidung fallen. Ein Sieg für die BSG ist deshalb eigentlich Pflicht.
