Hausmann: „Die Stimmung ist fast zu gut“
Nussdorf (ev) – Eigentlich ist in Nussdorf momentan alles ganz ruhig. „Wir warten auf Punkte und auf den Sommer“, meint Trainer Gerd Hausmann. Doch Ruhe ist auch in der Offensive eingekehrt. Dort fallen seit der Winterpause in der Fußball-Kreisliga A3 bei Weitem nicht mehr so viele Tore wie im ersten halben Jahr und das obwohl Nussdorf seitdem einen neuen Stürmer hat.
Wie lautete doch gleich die Überschrift in der Zwischenbilanz des TSV Nussdorf in der Winterpause? „Der drittbeste Sturm hat die schwächste Abwehr“, war in der Vaihinger Kreiszeitung zu lesen. Diese Zahlen haben sich in den letzten fünf Spielen allerdings etwas verändert. Die Nussdorfer haben zum einen nicht mehr die schlechteste Defensive, aber auch nicht mehr die drittbeste Offensive.
Zum einen habe sich Neuzugang Christian Schmied gut in der Abwehr eingelebt, auch wenn er gerade verletzt ist – an den Bändern des Sprunggelenks. „Generell ist die Abwehr um Libero Axel Schwerdtle sattelfester“, sagt Trainer Gerd Hausmann. Hinten würde die Mannschaft nun sehr gut stehen. Nur manchmal noch würden unnötige Gegentreffer fallen.
Das Problem ist mittlerweile ein anderes: vorne fallen keine Tore mehr und das, obwohl Benjamin Schmidt in der Winterpause vom Landesligisten VfR Pforzheim zurückgekehrt ist. Das eine oder andere Tor hat er zwar schon erzielt, aber „der Knoten muss bei ihm noch platzen“, sagt Hausmann. Zu viele Chancen, die sich die Mannschaft und Schmidt erarbeiten, würde der Stürmer vergeben. „Generell tut er unserem Spiel aber gut und er wird für uns auch wieder Spiele gewinnen“, so sein Trainer.
In diesem Jahr hat der TSV erst ein Spiel gewonnen. In fünf Spielen holte die Mannschaft fünf Punkte, obwohl der Trainer gerne acht gehabt hätte. Von Tabellenplatz neun ging’s runter auf Rang elf, nur drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Trotz der drohenden Gefahr sei die Stimmung gut, vielleicht sogar zu gut. „Manchmal wäre es mir lieber, wenn man dienstags im Training merken würde, dass wir verloren haben“, sagt Hausmann und hofft, dass es vielleicht nur ein subjektiver Eindruck ist und die Spieler wissen, um was es geht.
Am Sonntag ist nun Tabellenführer VfB Vaihingen zu Gast. „Zu Hause haben wir auf jeden Fall eine Chance“, ist sich Hausmann sicher. Trotzdem ist er sich der Stärken der Vaihinger bewusst und will, wie eigentlich immer, mit einer konsequenten Manndeckung agieren. Vaihingen führt die Tabelle vor Löchgau II an. Die FVL-Zweite ist am Sonntag zu Gast in Bönnigheim. „Entscheidend für die Meisterschaft ist wohl, wer den längeren Atem hat“, sagt Hausmann. Er muss in seinem Spiel neben Christian Schmied auch auf Manuel Hopf verzichten, der sich eine Bänderverletzung an der Schulter zugezogen hat.
Die Personalprobleme beim TSV halten sich insgesamt zwar in Grenzen, aber vor allem in der Zweiten fallen viele Spieler aus beruflichen oder schulischen Gründen aus. „Wir müssen jedes Wochenende telefonieren“, murrt Nussdorfs Trainer, der sich trotz allem auf beide Spiele gegen Vaihingen freut, schließlich sei es ja auch ein Lokalderby. Hausmann erwartet bei der Ersten und bei der Zweiten ein matschiges Spiel, „aber für die Witterung ist der Platz in Ordnung.“ Vielleicht auch deshalb, weil die TSV-Herren nicht immer auf den beiden Rasenplätzen trainieren und zur Schonung auch mal eine Laufeinheit einlegen.
Ob das die anderen Mannschaften auch tun? Beansprucht werden am Sonntag auf jeden Fall die Plätze in Wiernsheim und Illingen. Dort sind der FV Kirchheim und der VfR Sersheim zu Gast. In Hohenhaslach wird zwar nicht gespielt, aber die Mannschaft hat im Derby gegen Häfnerhaslach Heimrecht. Ausgetragen wird die Partie aber in Großsachsenheim, weil der Kunstrasen in Hohenhaslach noch nicht fertig ist.
Der FV Roßwag empfängt den TSV Großglattbach. Nach dem Sieg gegen Häfnerhaslach am Mittwoch hat die Mannschaft den letzten Tabellenplatz verlassen und an Sönmez Bietigheim abgeben. Sönmez ist dieses Mal zu Gast in Gemmrigheim. „Ich glaube nicht, dass Bietigheim noch einmal da unten heraus kommt“, meint Hausmann. Seine Mannschaft könne dies aber nicht mehr beeinflussen, da das Spiel gegen Sönmez bereits stattgefunden hat.
