Vaihingen (jsv) - Die Basketballer der BSG Vaihingen-Sachsenheim können weiter von der Oberliga träumen. Durch einen letztlich ungefährdeten 81:68 (43:28)-Erfolg über Zrinski Waiblingen sicherten sich BSGler den zweiten Platz in der Landesliga und treffen dadurch kommendes Wochenende im ersten Relegations-Aufstiegsspiel auf den TV Rottenburg.
Die Schlusssirene ertönt in der Sporthalle am Stromberg-Gymnasium. Die Spieler des Basketball-Landesligisten BSG Vaihingen-Sachsenheim bilden kurze Zeit später wie üblich einen Kreis. Daraufhin strecken sie die Arme nach oben: geschafft! Der 81:68-Sieg gegen Zrinski Waiblingen war ein hartes, aber nicht das wie zuvor erwartet steinharte Stück Arbeit. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel verlieren können“, sagte Flügelspieler Themis Koupidis eine Viertelstunde nach Spielschluss.
Das Ergebnis lässt nicht auf eine ganz enge Kiste schließen, doch obwohl die Hausherren immer vorne lagen, wurde es streckenweise richtig spannend. Und wären die Gäste in den entscheidenden Momenten nicht zu fahrlässig mit ihren Chancen umgegangen – das Zittern auf BSG-Seite wäre sicher größer gewesen.
Auch Christian Flätgen, der erneut für den verhinderten Trainer Michael Neureiner an der Seitenlinie stand, wirkte nicht ganz zufrieden. „Ich hätte gerne höher gewonnen“, meinte er. Auch, weil bei Waiblingen zwei wichtige Spieler gefehlt hätten. Dennoch sprach der Interims-Coach von einem gerechten Sieg; und davon, dass ihm ein Stein vom Herzen gefallen sei: „Für mich ist das eine große Erleichterung.“
Die BSG hat ihr Minimal-Ziel Aufstiegsspiele damit erreicht. Das Hoffen auf eine Niederlage des Aufstiegskontrahenten TSV Crailsheim II blieb allerdings aus. Crailsheim II wurde Meister – Gegner MTV Stuttgart II war zum letzten Saisonspiel gar nicht angereist. Vaihingen-Sachsenheim bleibt deshalb auf Platz zwei und muss in die Relegation. Zunächst zweimal gegen den TV Rottenburg, den Zweiten der Landesliga Alb-Bodensee. Sollte die BSG dabei als Sieger hervorgehen, stehen zwei weitere Partien gegen einen nicht direkt abgestiegenen Oberligisten an. Doch das alles war am Samstagabend zweitrangig.
„Jetzt gehen wir aufs Bockbierfest, feiern“, so Koupidis nach der interessanten und bis fünf Minuten vor Schluss auch noch spannenden Begegnung. Ein Drei-Punkte-Wurf zum 68:57 von Michael Barth war es, der den Widerstand der Gäste endgültig brach. Bis dahin kämpften sie sich immer wieder an die Hausherren heran, im dritten Viertel hatten sie den 28:43-Pausenrückstand praktisch wettgemacht und auf 46:50 verkürzt (25.).
Es sollte der geringste BSG-Vorsprung bleiben. Denn die Gastgeber legten gegen die nur unter dem Korb überzeugenden Gäste stets im entscheidenden Moment eine Schippe drauf. Nach dem dritten Viertel stand es 63:53. Doch wieder kam Waiblingen heran, auf 57:63 in der 32. Minute. Nach Barths Dreier war das Spiel dann aber gelaufen. Zumal nur eine Minute zuvor mit Stani Vidacak Waiblingens auffälligster Spieler nach seinem fünften Foul vom Feld musste. Die Taktik von Flätgen ging auf. „Das lag an unseren Systemen“, erklärte er. Diese seien so gespielt worden, dass Vidacak gar nicht anders konnte, als ab und an zu foulen.
Der Weg für die war dadurch geebnet, in der Schlussphase passierte nicht mehr allzu viel. „Wir wussten, dass Waiblingen von außen schwach ist. Dass sie so schwach sind, hätte ich allerdings nicht gedacht“, meinte Flätgen über die miserable Quote der Gäste. Und wenn sie dann mal von jenseits der Drei-Punkte-Linie warfen, verfehlten die Versuche bis auf einen ihr Ziel. Bezeichnenderweise waren es die Punkte 66, 67 und 68 der Waiblinger.
BSG Vaihingen-Sachsenheim: Beisel (22), Koupidis (18), Gabriel (13), Barth (10), Jahn (6), Stindl (5), Rukavina (3), Krauss (2), Pohler (2), Ilg.
