Donnerstag, 24. Mai 2012

Fußball-Vorschau, Kreisliga A3


Häfnerhaslach zu Gast in Illingen.
Häfnerhaslach (in hellblau) in der Vorwärtsbewegung. Gegen Sersheim und Vaihingen gab’s vier Punkte.Foto: js

Häfnerhaslach (ev) – Haben die Fußballer des TSV Häfnerhaslach die Kurve bekommen? Gegen die Top-Teams Vaihingen und Sersheim hat der TSV auf jeden Fall schon einmal vier Punkte geholt. Trotzdem will Trainer Erich Wirth dem Braten noch nicht trauen. Am Wochenende gastiert seine Elf in Illingen.
Erst zwei Spiele hat der TSV Häfnerhaslach in der Rückrunde bestritten. Zweimal ist der Tabellenzehnte aber nicht als Verlierer vom Platz gegangen, und das obwohl die Gegner Vaihingen (Platz 1) und Sersheim (4.) hießen. Gegen den VfB holte Häfnerhaslach ein 1:1, Sersheim wurde mit 2:0 besiegt. „Das Spiel hätte aber auch ganz anders ausgehen können“, berichtet Wirth. Die Partie sei kurios und die Fans wären begeistert gewesen, denn in beiden Strafräumen habe es gebrannt. „Aber wir haben unsere Chancen genutzt, Sersheim nicht“, erzählt Wirth. Insgesamt hätte seine Mannschaft bisher eine ansprechende Leistung gezeigt.
Doch von einer Trendwende will er noch nichts wissen. „Wir haben auch in der Vorrunde gegen die guten Teams nicht schlecht ausgesehen.“ Stimmt. Im ersten Aufeinandertreffen holte Häfnerhaslach gegen Vaihingen ein 2:2, gegen Sersheim gab’s ein 1:1. „Uns fehlen die Punkte gegen die Mannschaften, die hinten stehen“, meint Wirth. Und diese Spiele stehen noch aus.
Trotzdem spricht noch mehr dafür, dass die Häfnerhaslacher die Kurve bekommen haben. In den letzten fünf Spielen hat Häfnershaslach insgesamt elf Punkte geholt. Außerdem scheint sich Neuzugang Ramazan Yurtserver gut in das Team integriert zu haben. So war er in den letzten beiden Partien an fast allen Treffern beteiligt. Eines der beiden Tore in Sersheim hat er mit vorbereitet, den Elfmeter gegen Vaihingen hat er rausgeholt und verwandelt.
 „Die Mannschaft hat ihn auch gut aufgenommen, aber sie weiß ja auch, dass er ihr weiterhilft“, so Erich Wirth. Elfmeter gehören aber eigentlich nicht zu seinen Aufgaben. Dafür ist normalerweise Oliver Miksic zuständig. „Und er wird sie künftig auch wieder schießen“, sagt der Häfnerhaslacher Trainer.
Noch immer sind einige Spieler beim TSV verletzt. Wie berichtet wird Kim Rösinger seine Fußballkarriere beenden. Eine OP an einem Knöchel hat er bereits hinter sich, weitere sollen folgen. Trotzdem hat er dem TSV Häfnerhaslach nicht den Rücken gekehrt. „Er ist bei fast jedem Spiel und bei fast jedem Training zum Zugucken da“, berichtet Trainer Erich Wirth.
Er war immer von der Qualität seiner Mannschaft überzeugt, wenn er sagte, dass das Team nicht in die untere Tabellenregion gehörte. Jetzt sprechen die Zeichen für eine Trendwende, doch nun bremst Wirth: „Wir sind noch nicht raus aus dem Keller.“ Auch gegen Illingen erwartet er eine sehr schwere Partie. „Natürlich wollen wir Punkte, aber wahrscheinlich bin ich am Spielende mit einem Punkt zufrieden“, so der TSV-Übungsleiter.
Am Sonntag trifft auch die zweite Mannschaft des TSV auf Illingen. Hier herrscht nach wie vor Personalnot, weil immer wieder Spieler in der Ersten ausfallen und andere nachrücken müssen. Zwei haben ihre Chance genutzt und gehören mittlerweile zum Kader der ersten Elf. „Ömer Keskin hat in der Rückrunde einen großen Schritt gemacht“, sagt Wirth. Der zweite ist Ersin Altas. Der Trainer selbst schließt aus, wieder die Kickschuhe zu schnüren. „Das kann ich mir nicht mehr vorstellen. Ich hatte schon einige Verletzungen.“
Sein Kollege Dieter Kurz vom SC Hohenhaslach dagegen spielte zur Zeit fast immer. Am Sonntag vielleicht auch wieder gegen Sönmez Bietigheim. „Wir haben früher schon gemeinsam beim SCH gekickt“, erklärt Wirth. Heute sind beide noch für die AH von Germania Bietigheim im Einsatz und Wirths Frau ist die Patentante von Kurz’ Kinder. Vielleicht traut Wirth deshalb dem SCH einen Sieg gegen Sönmez zu. Außerdem im Einsatz am Wochenende: Gemmrigheim gegen Roßwag und Nussdorf gegen die Löchgauer Zweite, die nach wie vor Wirths Meisterschaftsfavorit ist. „Löchgau hat nun endlich das gemacht, was schon lange überfällig war und die Spieler, die zwischen erster und zweiter Mannschaft gependelt sind, nach unten gezogen“, erklärt Wirth – „eine gute Entscheidung.“
Ansonsten gibt es am Sonntag gleich drei Derbys: Wiernsheim, empfängt Großglattbach, Kirchheim gastiert in Bönnigheim und Sersheim trifft auf Vaihingen. „Ich tippe auf einen VfR-Sieg. Die sind nach der Niederlage bestimmt hochmotiviert“, so Wirth. „Aber wie gesagt: mein Favorit ist Löchgau II.“


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