Donnerstag, 24. Mai 2012

TSV Kleinglattbach verpflichtet Hochkaräter


Dieter Baumann macht bald das Konditionstraining beim TSV macht.
Silvio Meißner (li.) unterschreibt seinen Vertrag beim TSV Kleinglattbach.

Kleinglattbach (ev) – Petra Hahn hat vor Kurzem ihr Amt als Abteilungsleiterin beim TSV Kleinglattbach niedergelegt. Wie jetzt bekannt wurde, wird sich beim TSV nach der Sommerpause aber noch viel mehr ändern. Neben Siggi Blum als neuen Trainer werden weitere Hochkaräter verpflichtet, um die Mannschaft wieder nach oben zu bringen.
Einst war der TSV Kleinglattbach, die Mannschaft in der Stadt, die am höchsten spielte. Das war einmal, nun ist der TSV in der Kreisliga B5 angesiedelt und zwar eher in den hinteren Regionen. Damit soll jetzt Schluss sein. Schon in der Winterpause wurde bekannt, dass Siggi Blum (noch FV Roßwag) als Trainer für die nächste Saison verpflichtet wurde. Und Blum hat einiges vor. So will er nicht alleine die Mannschaft in Form bringen, er ist momentan dabei, einen ganzen Trainerstab einzurichten. Ganz nach dem Motto von Ex-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann: Für jeden Mannschaftsteil muss ein Experte her.
Unter anderem soll Dieter Baumann, der Olympiasieger, künftig für die nötige Kondition der Kleinglattbacher sorgen und zudem ein eigenes Zahnputzprojekt bekommen, damit die Spieler für eventuell anstehende Pressetermine gerüstet sind. Der zweite Mann für das Trainergespann ist Alexander Herr, ehemaliger Skispringer. Da er die nötige Sprungerfahrung mitbringt, soll er sich überwiegend um das Kopfballtraining kümmern.
Thomas Berthold ist bisher der dritte Mann im Team. Er wird die Öffentlichkeitsarbeit übernehmen. Schon zu seinen aktiven Zeiten war Berthold für seine Interviews berühmt und berüchtigt. „Außerdem wird er als Sunnyboy sicherlich gut bei den weiblichen Vertretern der Presse ankommen“, beglückwünscht man sich beim TSV gegenseitig für diesen Coup. Berthold ist also der Oliver Bierhoff des TSV Kleinglattbach.
Insgesamt soll das Trainergespann ab der kommenden Saison zehn Leute, inklusive Blum, umfassen. Wen der TSV Kleinglattbach noch verpflichtet, ist noch nicht sicher. Die neue Abteilungsleitung wird sich darum kümmern.
Noch ist Michael Rother Abteilungsleiter. Doch er übernahm das Amt, wie den Trainerjob, den er momentan inne hat, nur interimsweise. Er wird im Sommer in die Vorstandsetage wechseln. Für die sportlichen Geschicke wird dann Erwin Staudt verantwortlich sein. Der Präsident des VfB Stuttgart hat „die Nase voll von Lachshäppchen, Kaviar und Champagner“. Deshalb hat er sich entschieden: Zurück zu Roter Wurst und Hefeweizen.
Als sportlichen Leiter bringt er Silvio Meißner mit. Der Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart wurde seit seiner Rückkehr aus Kaiserslautern nur achtmal eingewechselt. „Zu wenig“, sagte Meißner im VKZ-Interview. „In Kleinglattbach habe ich zumindest die Möglichkeit, dass ich wieder spielen darf“, so der Fußballprofi, der insgeheim auf die Kapitänsbinde spekuliert. Da Meißner mit Frau Katja und seinen beiden Kinder in Waiblingen wohnt, sucht er gerade nach einer Übernachtungsmöglichkeit. „Am Anfang kann ich zum Glück noch bei Marco Pischorn schlafen“, schätzt sich Meißner glücklich. Die beiden kennen sich vom VfB, bei dem auch Pischorn unter Vertrag steht. „Und von Sersheim ist es ja auch nicht weit nach Kleinglattbach“, weiß Meißner. Traineretage und Vereinsleitung sind also aufgerüstet. Nun erhofft sich der Verein durch die namenhaften Verstärkungen auch Zuwachs von hochkarätigen Spielern. Namen möchte man aber momentan noch nicht nennen, da die Verhandlungen noch am Laufen sind. Auch über die Zielsetzungen war gestern kaum etwas zu erfahren. Nur eines wurde durch die Hintertüre bekannt: Hoffenheim sei das Vorbild für den TSV Kleinglattbach. Die TSG hat 16 Jahre für den Aufstieg in die zweite Bundesliga gebraucht. „Wir wollen es in zehn schaffen“, so der Informant, der nicht genannt werden möchte.
Heute sollen die Neuzugänge der Öffentlichkeit präsentiert werden. Um 15 Uhr treffen sich Blum, Staudt, Herr, Meißner und die restlichen TSV-Verantwortlichen bei der VKZ am Marktplatz. Auch Leser sind herzlich willkommen, denn die Spieler werden eine Autogrammstunde abhalten. Die ersten zehn Fans erhalten zudem eine Dauerkarte für den VfB Stuttgart.


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