Donnerstag, 24. Mai 2012

Landeswandertag schwach besucht






Start zum Landeswandertag.
Start zum Landeswandertag. Fotos: Arning
Buntes Programm des TV Sersheim
Buntes Programm des TV Sersheim

Sersheim (aa). Thomas Filke lobte zwar am Mikrofon, denn er wollte diejenigen, die sich zum Landeswandertag nach Sersheim aufgemacht hatten, nicht vor den Kopf stoßen. Doch insgesamt war der Wanderwart des Schwäbischen Turnerbundes schon gefrustet. Nur 97 (!) Gäste wurden gestern registriert. Der Wandertag wurde am Sonntag im Rahmen der Aktion „Sersheim in Bewegung“ angeboten. Mit 200 bis 300 Besuchern hatte Filke schon gerechnet – vor allem bei diesem traumhaften Wanderwetter. Auch Turngaupräsident Gunter Bretschneider musste eine gewisse Veranstaltungsmüdigkeit eingestehen. Der einzige Turngau, der den Aufruf von Filke gehört hatte, war wohl der Bezirk Nordschwarzwald, dessen Wanderwart Manfred Kawlowski immerhin rund 30 Frauen und Männer aktivieren konnte. Schon um 9 Uhr traf der Bus mit den Gästen aus Wildbad, Calw, Nagold und Neuenbürg in Sersheim ein. „Ist die Strecke arg bergig?“, wollte ein Senior gleich bei der Anmeldung wissen. Man konnte ihn beruhigen. Das Wandergebiet rund um den Donnersberg sei nicht mit dem Schwarzwald zu vergleichen. „Uns hat es hier prima gefallen“, lobte am Ende Manfred Kawlowski, „schade nur, dass die anderen Turngaue fehlten.“ Selbst der Gastgeber Neckar-Enz war nur schwach vertreten. Lediglich aus Ingersheim wurden einige Gäste registriert. Der Rest kam aus Sersheim. Die acht vorgesehenen Wanderführer waren fast arbeitslos. „Schade für den großen Aufwand“, meinte dazu auch Karin Geske, Vorsitzende des TV Sersheim. Sie fühlte sich schlichtweg im Stich gelassen. Da war die Freude über eine Abordnung aus Appenweiher umso größer. Die Badener hatten beim Landesturnfest in Offenburg die Sersheimer vorbildlich betreut. Die dritte Aktion „Sersheim in Bewegung“ decke eine fast schon olympische Palette von Sportarten ab, lobte Bürgermeister Jürgen Scholz, der selbst nicht auf Tour gehen konnte, denn ein Wadenbeinbruch zwingt ihn noch an Krücken. Seinen Vereinen musste er aber einen uneingeschränkten Dank aussprechen. Besonders attraktiv war das Angebot „Kinderturnen on Tour“ mit fantasievollen Spielangeboten. Volleyball stand auf dem Programm, der Chicken-Run wurde angeboten, die Abnahme des Walkingabzeichens, die Tennisspieler waren in Aktion, es wurde voltigiert, geradelt und gekickt. Mit einem Laser-Gewehr konnte geschossen werden, die Feuerwehr bot Kistenstapeln an. Und der Terminplan der Fußballer hatte es so gewollt, dass auch noch das Derby VfR Sersheim – TSV Oberriexingen auf das Programm genommen werden konnte (allerdings mit 3:6-Niederlage). Der TV bot dazu ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Mehr geht eigentlich nicht.


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