Donnerstag, 24. Mai 2012

VKZ-Sommerrätsel




Wahrzeichen des alten Kleinglattbacher Ortskerns: Die Peterskirche. Foto: Sattler
Wahrzeichen des alten Kleinglattbacher Ortskerns: Die Peterskirche. Foto: Sattler

Kleinglattbach (sv). Nur einen kurzen Sprung machen wir dieses Mal beim VKZ-Sommerrätsel. Waren wir am Samstag noch in Sersheim, schauen wir uns heute im Nachbarort Kleinglattbach um. Heute gilt es, sieben Fragen zu beantworten.

Mit Kleinglattbach ist heute der größte Ortsteil der Großen Kreisstadt Vaihingen an der Reihe. Kaum eine Gemeinde im VKZ-Verbreitungsgebiet hat ihr Gesicht in den vergangenen Jahrzehnten so verändert wie Kleinglattbach. Da passt der Preis, den wir heute für das richtige Lösungswort ausloben, auch außerordentlich gut. Denn der Edeka-Markt Arlt, der für die heutige Verlosung einen 30-Euro-Einkaufsgutschein zur Verfügung gestellt hat, liegt in der Wilhelmstraße – und damit genau auf der Schnittstelle zwischen altem Ortskern und Neubaugebiet „Kleinglattbach-Süd“.

Das zeigt schon die Einwohnerbilanz des heutigen Stadtteils, der im Januar 1972 im Rahmen der Gemeindereform dem benachbarten Vaihingen zugeschlagen wurde. Noch 1900 waren 436 Einwohner gezählt worden, die sich in die 332 Bewohner des Mutterortes und die 104 Bewohner der „Parzelle Bahnhof Vaihingen-Sersheim“ aufteilten. Die dörfliche Entwicklung, an deren Ende das Zusammenwachsen des im Westen gelegenen Ortskerns mit dem zunächst rings um den Nordbahnhof erbauten Wohngebiet stand, war zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht abgeschlossen.

Heute bewohnen weit mehr als 4000 Einwohner das Dorf, das mittlerweile in rasantem Tempo zum größten Vaihinger Ortsteil geworden ist. Verantwortlich dafür ist das Neubaugebiet „Kleinglattbach-Süd“, das sich von der Grundschule bis zum 1990 eingeweihten Bahnhof erstreckt.Auch wenn der neue Haltepunkt, der sogar von Intercity- und ICE-Zügen bedient wird, nun mittlerweile fast genau 20 Jahre in Betrieb ist, wird er für manch alteingesessenen „Glabbicher“ immer eines bleiben: „Der neue Bahnhof“. Dies ist für geschichtsbewusste Einwohner des Ortes eine Abgrenzung zum bereits erwähnten Bahnhaltepunkt südlich des Bartenbergs, der im Oktober 1853 als „Bahnhof Sersheim-Vaihingen“ seinen Betrieb aufnahm. An der Württembergischen Westbahn zwischen Bietigheim und Bruchsal gelegen, stieß er die Türe Vaihingens zur Welt weit auf. 1904 folgte die Inbetriebnahme der Vaihinger Nebenbahn, die auf ihrer Route von der mittlerweile als „Bahnhof Vaihingen-Sersheim“ bekannten Station nach Enzweihingen den Personennahverkehr versorgte.

Nach einigen Umbenennungen – von „Bahnhof Vaihingen-Sersheim“ in „Vaihingen Reichsbahnhof“ und schließlich in „Nordbahnhof“ – wurde am 6. Oktober 1990 der neue Bahnhof mit Anbindung an die Schnellbahntrasse Mannheim-Stuttgart eröffnet. Die Nebenbahntrasse verlor mit der Schließung im Jahr 2003 ihre Bedeutung. Seitdem zeigt das von Unkraut völlig durchwachsene Gleisbett, dass hier lange kein Zug mehr gefahren ist. Ein Volksbegehren, das den Umbau der Nebenbahngleise in einen Fahrradweg vorsah, lehnte die Vaihinger Bevölkerung vor Jahresfrist an der Urne deutlich ab.

Wäre seinem Bau im Plebiszit zugestimmt worden, könnten wir nun in die Pedale treten und vom Gebiet um den Nordbahnhof, wo heute vor allem die Bonbonfabrik Jung mit Gummibärenland und Bonbon-Museum lockt, nochmals zurück in den alten Ortskern fahren, wo wir unsere heutige Wanderung begonnen haben.

Hier sticht vor allem die Peterskirche ins Auge, die derzeit behutsam saniert wird. Einige ihrer Bauteile datieren Historiker auf eine Zeitspanne vor der ersten Jahrtausendwende. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Kleinglattbach übrigens erst im Jahr 1023. Wirtschaftlicher Kern Kleinglattbachs war Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts zweifelsohne das Hofgut im Besitz der Freiherren von Neurath. Aus dieser Familie stammt unter anderem auch der vielleicht berühmteste Kleinglattbacher in der deutschen Geschichte: Konstantin von Neurath war von 1932 bis 1938 Außenminister – unter anderem im Kabinett Hitler.

Wie heißt das Lösungswort?

Kleinglattbach (sv). Ein 30-Euro-Gutschein zum Einkauf im Edeka-Markt Arlt in der Kleinglattbacher Wilhelmstraße könnte bald Ihnen gehören. Doch vor dem Vergnügen kommt – Sie kennen das – wie immer die Arbeit. Dieses Mal haben wir uns sieben Kopfnüsse ausgedacht, die Sie lösen müssen. In der Reihenfolge der Fragen erhalten Sie mit den angegebenen Buchstaben ein Lösungswort mit Bezug auf Kleinglattbach. Viel Spaß beim Rätseln!
Frage 1: Fangen wir mit etwas Leichtem zum Warmmachen an: Im Norden wird der Ortsteil durch einen Wald begrenzt, der auch für den Namen der Kleinglattbacher Grundschule Pate stand. Vom Namen dieses Gewanns brauchen wir den siebten Buchstaben.
Frage 2: Der Erfinder der Linotype-Setzmaschine verbrachte seine Jugendjahre in Ensingen. Dennoch ist es die Kleinglattbacher Realschule, die nach ihm benannt ist. Wie aber war der Name des Mannes, der eigentlich gelernter Uhrmacher war? Der neunte Buchstabe seines Familiennamens bringt uns auf die richtige Fährte.
Frage 3: Jetzt wird’s schwierig: Im Rahmen des „Tages des offenen Denkmals“ wurde am Sonntag ein aus dem Jahr 1921 stammendes Denkmal für die im 1. Weltkrieg gefallenen Kleinglattbacher eingeweiht, das versetzt worden war. Welches weitaus bekanntere Gebäude befindet sich auf dem Grundstück, auf dem das Kriegerdenkmal steht? Vom Namen des Gebäudes brauchen wir den vorletzten Buchstaben.
Frage 4: Wenn Sie Frage 3 geknackt haben, ist das hier für Sie bestimmt ein Kinderspiel. Seit 2002 ist Pfarrerin Suur die evangelische Geistliche im Stadtteil. Doch wie heißt sie mit Vornamen? Von dem brauchen wir Buchstabe Nummer drei.
Frage 5: Nochmals ist Ihr historisches Wissen gefragt. Einer der in den Nürnberger Prozessen angeklagten Hauptkriegsverbrecher stammte aus Kleinglattbach und war von 1932 bis 1938 Außenminister des Deutschen Reiches. Wie lautet der Nachname dieses Politikers, den auch die Straße trägt, die zu seinem elterlichen Hof führt? Wir benötigen den letzten Buchstaben.
Frage 6: Immer wieder schauen in Kleinglattbach ganze Reisebusse vorbei, um in der Industriestraße auf Einkaufstour zu gehen. Wie heißt das süße Gut, dem sogar ein Museum gewidmet ist? Hier sollten Sie sich den fünften Buchstaben notieren.
Frage 7: Die letzte Hürde zum Schluss. Die alten Schienen der Vaihinger Nebenbahn, die nach der Betriebseinstellung 2003 nicht mehr genutzt wurden, taugten im vergangenen Jahr zum Politikum. Eine Bürgerinitiative sammelte so viele Unterschriften, dass es sogar zu einer Volksabstimmung kam, die letztendlich aber abgelehnt wurde. Was sollte auf den Gleisen entstehen? Der Anfangsbuchstabe komplettiert die Lösung.
Und? Steht auf Ihrem Zettel ein Wort, das Sie mit Kleinglattbach verbinden? Dann nichts wie ab damit zu uns! Sie erreichen uns wie immer per Post (Redaktion der Vaihinger Kreiszeitung, Marktplatz 15, 71665 Vaihingen), per Fax (07042/919-99) oder per E-Mail an info@vkz.de.
Einsendeschluss ist Samstag (18. September) um 12 Uhr. Denken Sie daran: Nur Einsendungen mit vollständiger Absenderadresse können an der Verlosung teilnehmen. Der Gutschein muss schließlich auch irgendwie zu Ihnen kommen!






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