Vaihingen (elf). Der Spendenlauf der Lebenshilfe Vaihingen-Mühlacker steigert offenbar von Jahr zu Jahr mehr seinen Bekanntheitsgrad. Zahlreiche neue Gruppen drehten gestern ihre Runden auf dem Vaihinger Egelsee-Sportplatz. Nach sieben Stunden zählten die Veranstalter insgesamt 9003 Runden.
Damit wurde das Vorjahresergebnis von 8979 sogar knapp übertrumpft. Für jede gelaufene Runde spendeten die Läufer einen Euro. „Super, super, super“, freute sich Rosemarie Bernhart von der Lebenshilfe Vaihingen-Mühlacker. „Das ist gelebte Mitmenschlichkeit und für uns die beste Öffentlichkeitsarbeit.“ Damit machte es sich offenbar bezahlt, die Veranstaltung erstmals bereits um 10 Uhr zu beginnen. „Das kommt den Läufern entgegen“, sagte Bernhart. Schon mehrfach sei sie darum gebeten worden, den Lebenshilfelauf nach dem Motto „Laufend Gutes tun“ früher zu starten. In diesem Jahr hat der Veranstalter darauf reagiert – was nicht bei allen Kirchengemeinden auf Gegenliebe stieß. Dafür lief Pfarrer Hans-Otto Graser mit und kam auf 60 Runden. Nächstes Jahr soll es im Rahmen des Spendenlaufs übrigens eventuell eine Andacht oder einen ökumenischen Gottesdienst geben. Die Startzeit würde dann bei 10 Uhr bleiben.
Bereits um 9 Uhr waren die ersten Läufer da und konnten es kaum erwarten, bis es endlich losging. Als dann gestartet wurde, füllte sich das Rund immer mehr. Erstaunlicherweise waren in diesem Jahr auch viele Kinder und Jugendliche auf der Strecke, um für einen guten Zweck zu laufen. So wie der kleine Paul Janßen, der mit Leichtathletik–ass Reiner Müller unterwegs war und von dem erfahrenen Mann regelrecht gebremst werden musste. Auch sonst war das Teilnehmerfeld sehr gemischt. Von der schwangeren Nina Schmid, die für das Gündelbacher Team Kachelofa – gesponsert von Erich Hangstörfer – lief (Schmid: „Bei mir darf der Erich doppelt zahlen.“) bis zur Vaihinger Spitzenläuferin Anja Tognotti war alles vertreten. Letztere nutzte den Spendenlauf zum Auslaufen. Nach 30 Runden hatte sie genug. Kein Wunder: Schließlich absolvierte sie davor bereits eine Trainingseinheit im Wald. Und neben den vielen Privatläufern nahmen wieder zahlreiche Firmenmannschaften teil.
Neu dabei in diesem Jahr zum Beispiel ein Team von der Firma Lösomat, die auf dem Perfekten Standort angesiedelt ist. Erstmals dabei war auch der Friseursalon Geheimratsecken aus Zaisersweiher. Daneben ließen sich aber auch wieder die Dauerläufer der Nussdorfer Firma Rectus, der Enztalkliniken und der Vaihinger Stadtverwaltung blicken. Ebenso angekündigt hatten sich der SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Stehmer, der FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Hans-Ulrich Rülke sowie der Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Erik Schweickert. Da hatte auch der bewährte Moderator Helmuth Lindner genügend Interviewpartner, denen er so manche spannende Info entlocken konnte. Gefehlt hat dieses Mal der Schirmherr und Sersheimer Bürgermeister Jürgen Scholz, der sich derzeit nur mit Krücken fortbewegen kann.
Die Ergebnisse: Bei den Mannschaften siegte das Kachelofa-Team mit 1883 Runden vor Parker/Rectus (958 Runden) und der EnBW (870). Bei den Frauen absolvierte einmal mehr Gudrun Klose die meisten Runden (115). Bei den Männern war es Ric Jauer (113). Die Familienwertung entschied die Familie Maute aus Gündelbach für sich.
