Donnerstag, 09. Februar 2012

Start ins neue Schuljahr




Ludwigsburg (sr). Eine frohe Botschaft verkündet die Leiterin des Staatlichen Schulamts in Ludwigsburg, Gabriele Traub: „Wir gehen gut vorbereitet ins neue Schuljahr.“ Nach den Sommerferien fällt auch der Startschuss für die 525 neuen Werkrealschulen in Baden-Württemberg.
 Durch das Staatliche Schulamt in Ludwigsburg weht ein Hauch von Freude. „Es zeigt sich, dass das Versprechen der Landesregierung, bei rückläufigen Schülerzahlen keine Lehrerstellen abzubauen, mehr als eingehalten wurde“, lautet die frohe Botschaft. Die leicht rückläufige Schülerzahl paare sich mit leicht steigender Anzahl der Lehrerstunden.
Das Staatliche Schulamt Ludwigsburg mit Sitz in der Mömpelgardstraße ist in erster Linie für die Unterrichtsversorgung der 134 Grund-, Haupt, Werkreal- und Realschulen sowie Sonderschulen im Landkreis zuständig. Amtsleiterin Gabriele Traub blickt wohlwollend und gespannt auf die Premiere der 22 neuen Werkrealschulen im Landkreis. „Ich wünsche der Werkrealschule einen guten Start“, sagt Traub. Sie hoffe, dass die Chancen der neuen Schulform genutzt werden. Die höchste Klassenstufe, die nun in das neue Konzept der Werkrealschule startet, ist die Klasse 8. Die neunten Klassen werden ihr Schuljahr noch nach dem alten Modell absolvieren. 2012 entfällt schließlich das alte Modell der Werkrealschule und wird dann komplett durch das neue ersetzt sein. Schulleitung und Lehrer werden bei der Umstellung mit Arbeitskreisen und Fortbildungsmaßnahmen unterstützt.
Ab der achten Klasse entscheiden sich die Schüler für bestimmte Wahlpflichtfächer. In der freiwilligen zehnten Klasse wird an zwei Tagen in der Woche Unterricht in Berufsfachschulen stattfinden. Für Vaihinger Schüler wird das die Fahrt nach Ludwigsburg oder Bietigheim bedeuten. Die Bildungspläne von Hauptschule und Werkrealschule sind gleich. Der Abschluss der Werkschule ist dem Abschluss der Realschule gleichwertig und wird als mittlerer Bildungsabschluss bezeichnet. Wobei die Realschule eher theoretisch, die Werkrealschule praxisnah orientiert sein wird.
Zwei Hauptschulstandorte, Großbottwar und Korntal, wurden ganz aufgelöst. Zehn Hauptschulstandorte bleiben bestehen. Von den 22 neuen Werkrealschulen haben sechs eine Außenstelle. Dazu zählen die Schlossbergschule in Vaihingen und die GWRS Enzweihingen. Außenstellen sind die Bartenbergschule in Kleinglattbach, die Grundschule Eberdingen und die Hofäckerschule in Sersheim. Dort findet der Unterricht der weiterführenden Schule von der Klasse 5 bis zur Klasse 7 statt.
Pädagogische Assistenten
für die Grundschule
Auf frühkindliche Bildung legt man im Staatlichen Schulamt Ludwigsburg ebenfalls großen Wert. Ein sogenanntes Bildungshaus in Kleinbottwar konnte gute Ergebnisse vermelden. Bei dieser Kooperation geht es um die engere Verzahnung von Kindergarten und Grundschule. Traub: „Die Kinder kommen wesentlich besser in der Schule an.“ Derzeit läuft die Bewerbungsfrist für 70 derartige Bildungshäuser in Baden-Württemberg.
Eine weitere Neuerung betrifft die Grundschulen. Hier werden in diesem Schuljahr 21 Pädagogische Assistenten im Landkreis ihren Dienst aufnehmen. Die Assistenten unterstützen die Lehrkräfte und verfügen „über jede Art pädagogischer Berufe“, so Schulamtsdirektor Michael Karle. In der Hauptschule habe sich diese Form der Unterstützung des Lehrers schon bewährt, hier werden beispielsweise Handwerksmeister als Pädagogische Assistenten eingesetzt.
Schulrat Claus Martin berichtet erfreut von dem Modellversuch einer Berufsvorbereitenden Einrichtung (BVE). Diese nimmt mit dem neuen Schuljahr in Bietigheim ihre Arbeit auf. Dort können schwache Förderschüler und gute Schüler von Schulen für geistig Behinderte auf die Lebens- und Arbeitswelt vorbereitet werden. Ziel ist es, ein selbstständiges Arbeiten zu ermöglichen. 21 Schüler werden die Einrichtung besuchen.
Bei der Schulpsychologischen Beratungsstelle in der Hindenburgstraße in Ludwigsburg wird aufgestockt. Drei neue Schulpsychologinnen werden ihre Arbeit aufnehmen Somit stehen fünfeinhalb Stellen zur Verfügung. In ihren Aufgabenbereich fällt unter anderem die Beratung von Eltern und Schülern sowie die Unterstützung von Schulen und Lehrern im Umgang mit aktuellen Schulproblemen.
Heute werden im Ludwigsburger Schloss 134 neue Lehrer im Schuldienst willkommen geheißen. 21 davon sind Männer. Die Gesamtschülerzahl für das neue Schuljahr für die 134 Schulen im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Schulamts Ludwigsburg wird auf 40 746 veranschlagt. Dies wäre ein Rückgang um rund 0,6 Prozent zum Vorjahreswert.
Für die Schülerschar stehen in diesem Schuljahr rund 62 574 Lehrerwochenstunden zur Verfügung, was einem Plus zum Vorjahr von zwei Prozent entspricht. In den weiterführenden Schulen sinkt der Klassenteiler von 32 auf 31. Bei Grundschulen liegt dieser Wert bei 28.




Seitenanfang