Donnerstag, 24. Mai 2012

VKZ-Sommerrätsel




Der Auricher Ortskern. Foto: Bögel
Der Auricher Ortskern. Foto: Bögel

Aurich (ub). Nach Enzweihingen machen wir heute beim VKZ-Sommerrätsel Station in Aurich. Knacken hier auch über 200 Leser die Fragen?
 Sechs Fragen sind heute über den Vaihinger Stadtteil zu beantworten. Teilweise gibt es pro Antwort gleich zwei Buchstaben. Das Lösungswort hat auch immerhin neun Buchstaben.
Zu gewinnen gibt es einen Gutschein über 30 Euro von der Gaststätte „Elefantenstüble“, die deutsche und thailändische Küche in der Halle anbietet.
Wer in der Ortschronik, herausgegeben von Uli Hausmann und Erwin Müller, blättert, kann in die Geschichte des Ortes eintauchen. Manchmal auch auf eine amüsante Weise, wie diese Episode bescheinigt.
Woher kommt beispielsweise der Auricher Neckname „Schnecka“? So arbeitete noch vor unvordenklichen Zeiten ein Auricher Wengerter in seinen Rebterrassen an den Hängen des Kreuzbachtals. Das Felgen der Rebstöcke in den Zeilen war bei dem steinigen Boden ein hartes Geschäft. Der Schweiß rann ihm über’s Gesicht. Vielleicht war dies mit der Grund, dass er etwas schlecht sah. Er glaubte nämlich, eine Weinbergschnecke vor sich erkannt zu haben und setzte seine Felghaue mit ganzer Kraft darauf an. O je! Unser Weingärtner schrie laut auf vor Schmerz. Als er dann seinen linken Schuh näher betrachtete, sah er, dass dort der große Zeh herausschaute, den er getroffen hatte – nicht die vermeintliche Schnecke – und der nunmehr heftig blutete. Irgendwie bekamen die Kollegen aus der Nachbarschaft diesen Vorgang mit, und die Einwohner von Aurich hatten seitdem ihren Spitznamen – „Schnecken“ – weg.
Einige Auricher Dorfgeschichten: Bis in die 1920er Jahre bestritten die Familien in den ländlichen Gemeinden ihren Lebensunterhalt überwiegend mit der Landwirtschaft. So auch in der Kreuzbachgemeinde Aurich, wo das tägliche Brot hauptsächlich aus den Erträgen der Äcker, Wiesen und Weinberge erwirtschaftet wurde. Den Landwirten war es ein besonderes Anliegen, jeweils vor der Getreideernte in einem Erntebittgottesdienst den Herrgot um gutes Erntewetter, Schutz vor Hagel und starken Niederschlägen zu bitten. Als ein Auricher Landwirt sich beim Singen in der Dorfkirche besonders hervortat, stupfte ihn sein Nachbar auf der Kirchenbank mit dem Ellenbogen in die Seite und raunte ihm zu: „Du mit dem bissle Gruschd brauch’sch koi so a lauds Geschrei verführe!“
Der Organist der Auricher Kirche bemerkte am Sonntag beim Orgelvorspiel zum Gottesdienst, dass einige Bauern auf der Empore nicht mit der gebotenen Andacht zuhörten, sondern sich lebhaft gestikulierend unterhielten. Schlagartig hörte der Organist auf zu spielen; die diskussionsfreudigen Bauern bemerkten dies aber nicht, so dass es von der Empore ins Kirchenschiff hallte: „Awer der oine, der had a kromm’s Horn“. Ja, so war’s, die Auricher Bauern betrieben in der Kirche einen Ochsenhandel.
Ein älteres Ehepaar ging zum Sonntagsgottesdienst in die Auricher Dorfkirche. Die Frau hatte ein eigenes Sitzkissen dabei, weil ihr die Kirchenbank im Winter zu kalt und bei der Dauer der Predigt zu hart, zu unbequem war. Wie es so Brauch ist beim Gottesdienst, verrichtete die Frau stehend ein stilles Gebet. Der Mann setzte sich hingegen gleich, und weil die Kirchenbank so kalt war, nahm er schnell das Kissen seiner Frau und setzte sich darauf. Als sie dies bemerkte, sagte sie zu ihm: „Du musch au no betta“; er stand auf und sie war sich ihres Kissen wieder sicher.
Vor langer Zeit gab der Kommandant der freiwilligen Feuerwehr in Aurich sein Amt krankheitshalber auf beziehungsweise ab. Der neugewählte Feuerwehrboss musste jedoch zunächst erst einmal die obligatorischen Kommandobegriffe lernen, denn zu dieser Zeit wurde die Feuerwehr noch fast mit militärischer Disziplin und Ordnung geführt. „Stillgestanden“ – „Augen gerade aus“ – „Rechts um“ – „Im Gleichschritt marsch“ – „Rührt euch“ – „Kehrt um“ – „Wegtreten“ und vieles mehr, so etwa schallte es am Sonntagvormittag bei der Übung über den Rathausplatz. Der neue Kommandant hatte anfänglich seine Schwierigkeiten mit den verschiedenen Befehlen. So soll er einmal den Befehl: „Rührt euch“ vergessen haben, und er rief in seiner Verzweiflung: „Feuerwehr, werdet lommelich!“ Als er dann nach der Übung die Mannschaft offiziell abtreten lassen wollte, gab er den Befehl: „Feuerwehrkameraden, andersch rumm, dr Arsch geges Rathaus.“

Aurich (ub). Sechs Fragen sind heute über Aurich zu beantworten. Zu gewinnen gibt es einen Gutschein über 30 Euro von der Gaststätte „Elefantenstüble“ in der Auricher Halle.

Frage 1: Wie heißt die Ortsvorsteherin von Aurich? Vom Vornamen brauchen wir für das Lösungswort den ersten und letzten Buchstaben.Frage 2: Wie heißt der evangelische Pfarrer von Aurich? Vom ersten Vornamen wird der letzte Buchstabe benötigt, von Nachnamen der vorletzte.Frage 3: Welche steinernen Tiere sind vor der Auricher Turn- und Festhalle in der Wiese aufgestellt? Hier brauchen wir zuerst den sechsten Buchstaben und dann noch den zweiten Buchstaben. Ein Tipp: Die Tiere sind auch gut von der Straße aus zu sehen.Frage 4: Wie heißt das Gewässer, das mitten durch Aurich fließt? Hier brauchen wir den siebten Buchstaben.Frage 5: Wie heißt das Fest, das am 18. und 19. September stattfindet? Auch hier wird der siebte Buchstabe benötigt?Frage 6: Wie heißt der 1815 in Aurich geborene Mann, der später General im Amerika wurde? Vom zweiten Vornamen brauchen wir den ersten Buchstaben. Diese Frage scheint auf den ersten Blick schwierig, doch lässt sich das Lösungswort, das sich auf eine Markung bezieht, bereits gut mit den anderen Buchstaben kombinieren.Das richtige Lösungswort ergibt sich aus der Reihenfolge der Fragen. Einsendeschluss ist am Freitag (10. September) um 12 Uhr. Die Redaktion ist zu erreichen unter VKZ-Redaktion, Marktplatz 15 in 71665 Vaihingen, per Fax 0 70 42 / 919-99 oder per E-Mail info@vkz.de.




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