Donnerstag, 24. Mai 2012

Bietigheimer Pferdemarkt




66 Gruppen beim Pferdemarktumzug. Foto: Kuhnle
66 Gruppen beim Pferdemarktumzug. Foto: Kuhnle

Bietigheim-Bissingen (ub). Tausende Besucher kamen gestern Nachmittag zum Pferdemarkt-Umzug nach Bietigheim-Bissingen. Bei schönem Festwetter gab es einen bunten Lindwurm.
 66 Gruppen zogen dabei durch die Innenstadt. Über 100 Pferde wurden geritten oder zogen Gespanne. Musik- und Gesangvereine, Sportvereine, landwirtschaftliche Präsentationen, Festwagen benachbarter Kommunen, zahlreiche Weingärtnergenossenschaften und historische Fahrzeuge machten den bunten Zug zu einem lebendigen Zeugnis von Gegenwart und Vergangenheit.
„Der Bietigheimer Pferdemarkt ist eine der wichtigsten Veranstaltungen in Bietigheim und Umgebung. Er ist ein herausragendes kulturelles Ereignis und Treffpunkt für Pferdezüchter und Pferdefreunde in der Region“, sagte gestern Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch. In Bietigheim stecke die Begeisterung für und die Freude an Pferden in vielen Menschen.
Historisches präsentierte Rolf Seyfried aus Allmersbach mit seiner „Viktoria-/Mylord-Kutsche“. Pferdesport besonderer Art kam von der „Ghost Rider Ranch“ Erligheim mit den „Western- und Wanderreitern“. Alte Traditionen präsentierten Günter Albrecht aus Renningen mit seinem „Metzgerwagen“ sowie der Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Bissingen mit der Gruppe „Alt-Berlin“. Die Karnevalsgesellschaft Buchfinken boten eine „traditionelle Vereinsdarstellung“, musikalisch wurde es mit der Jagdhornbläsergruppe Erlengrund. Aus der Nachbarschaft reiste ein Vertreter der Gemeinde Pleidelsheim mit dem Festwagen „Altes Rathaus“ an. Der Deutsche Böhmerwaldbund Heimatgruppe Bietigheim-Bissingen erinnerte in „1000 Jahre Goldener Steig – Salzsieder mit Pferden“. Nach der Reitergruppe des Reiterhofs Koch aus Sachsenheim folgte die „Historische Schweizer Postkutsche“ von Otto Müller aus Sulzbach. Bunt präsentierte sich auch der DLRG Ludwigsburg/Remseck mit ihrem „Infanterie Regiment Alt-Württemberg Nr. 121“.
Feuchtfröhlich hat die Felsengartenkellerei Besigheim mit Winzergruppe, der württembergischen Weinkönigin Juliane Nägele, der württembergischen Weinprinzessin Sandra Weber und der Besigheimer Schultesgruppe ihre „Weinhoheiten“ präsentiert. Nach der Musikgruppe des Musikvereins Bissingen folgte die Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Bissingen mit historischen Traktoren mit Handdruckspritzen und einem Schlauchwagen aus dem Jahre 1945. Von der Abteilung Bietigheim wurde ein buntes Spektrum aus „150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Bietigheim“ präsentiert.
Einen imposanten Anblick boten Albert Thumm aus Affalterbach mit der „Reitergruppe mit Schwarzwälder Pferdefamilie“ wie auch die „Bestattungskutsche aus dem Jahr 1890“ von Klaus Rebholz aus Oberstenfeld. „Viel vor – viel dahinter“ präsentierte der Bietigheimer Hockey- und Tennisclub mit seiner Abteilung Hockey. Ihnen folgte die Gruppe der Äschebäscher Weiler aus Pfaffenhofen-Weiler sowie die „Präsentation von Leonberger Hunden“ des Deutschen Clubs für Leonberger Hunde und der Festwagen der Stadt Leonberg mit dem Motto „Leonberg im Mittelalter“.
Märchenhaftes hat die Familie Häfner aus Rutesheim unter dem Motto „Frau Holle“ gezeigt. Ihnen folgten die Festreiter des Reit- und Fahrvereins Bönnigheim und Umgebung sowie die Darstellung des Pferdehofs Ehrmann aus Weikersheim-Schäftersheim unter dem Motto „Weintransport um 1850 bis 1900“. Die Strombergkellerei Bönnigheim kam mit einem „Historischen Weinwagen“, und auch die Wobachspatzen waren dabei.
Die Siedler- und Gartenfreunde Bietigheim-Sand und Bissingen präsentierten ihr „75-jähriges Vereinsjubiläum“, der MGV-Gesangverein Frohsinn Bietigheim widmete seiner Gruppe den Titel „Reisen mit Frohsinn“. Auch der Eishockeyclub „Steelers“ war dabei mit „Es für alle“, zudem die Enz-Twirlers Bietigheim-Bissingen, die einen „American-Square-Dance“ stellten.
Das evangelische Waldheim Bietigheim zeigte unter dem Motto „Ägypten“ das diesjährige Freizeitthema, gefolgt vom Musikverein Löchgau und der Weiberzeche Ochsenbach. Ihren prächtig geschmückten „Erntewagen“ präsentierte die Landjugend Markgröningen, gefolgt vom Maientagsstammtisch Vaihingen, die den „Großen Stadtbrand von 1693“ zeigten. Auch Islandpferde waren im Festzug vertreten – sie kamen vom Islandpferde-Waldhof, gefolgt von den „Freunden der Schwarzwälder Füchse“ mit Gerhard Schillinger aus Gündelbach.
Auch der Judo-Club Bietigheim stellte sich im Festzug vor, ebenso das Gemeinschaftsorchester Ingersheim, der Ungarische Kulturverein Bietigheim-Bissingen, der Sängerkranz, das Ponyzentrum Hausser aus Tamm und Helmut Elser aus Markgröningen, der eine „Ausfahrt mit Schwarzwälder Gespann“ zeigte.
Für viel Musik und Rhythmus sorgte die Guggenmusik Bietigheim, bevor „15 Oldtimer-Schlepper“ der Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg Krach und Gestank auf ihre Weise verbreiteten. Anschließend zeigte der Akkordeonverein Ingersheim „Kinderfasching in Ingersheim“ sowie Norbert Weissinger aus Freiberg ein „Lohnunternehmen aus Opa’s Zeiten“.
Den Abschluss bildeten die Musik- und Spielgemeinschaft „Träää“ aus Sulzbach, die Bietigheimer Stadtführer Hanna Hornmold und der Nachtwächter sowie als gewohnten Abschluss der Bietigheimer Festwagen „Turm der grauen Pferde“.




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