Donnerstag, 09. Februar 2012

Beraterhaus öffnet Türen




Das Beraterhaus in der Friedrichstraße. Foto: Bögel
Das Beraterhaus in der Friedrichstraße. Foto: Bögel

Vaihingen (ub). Das Beraterhaus in der Friedrichstraße 21 in Vaihingen öffnet beim Tag des Denkmals am 12. September wieder seine Türen für die Öffentlichkeit. Bereits im letzten Jahr beteiligten sich die Eigentümer am Denkmaltag.
. Allerdings mussten Michael Stenzel, Oliver Nestle und Heiko Krauss eine Brücke schlagen, um das Thema zu treffen. Der 12. September steht unter dem Motto „Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr“ – doch was hat das Beraterhaus, in dem verschiedene beratende Unternehmen wie Unternehmensberatung, Steuerberatung oder Rechtsberatung ihre Heimat haben, mit Verkehr zu tun? Recherchen haben Stenzel und Nestle weiter gebracht. So flankiert das unter Denkmalschutz stehende Haus aus dem Jahr 1908 zusammen mit dem Nachbarsbau die neu entstandene Stadtzufahrt zum Bahnhof.
2006 haben der Diplom-Betriebswirt Michael Stenzel, Steuerberater Oliver Nestle und Techniker Heiko Krauss den zweigeschossigen Putzbau mit Mansard-Walmdach von der Stadt Vaihingen gekauft. Mittlerweile haben hier fünf Firmen ihre Büroräume.
Das 1908 errichtete und bis in Details unveränderte Haus an der Ecke Friedrichstraße/Franckstraße gilt als anschauliches Zeugnis des im Barock-Klassizismus orientierten Baustils des frühen 20. Jahrhunderts und belegt zugleich die bewusste Bezugnahme auf städtebauliche Gesichtspunkte.
Und die traditionsreiche Geschichte ihres Gebäudes ist den Eigentümern durchaus bewusst. „Wir sind dankbar für jeden Hinweis über die Geschichte des Hauses“, sagen Stenzel und Nestle in einem VKZ-Gespräch. So werden immer wieder Daten über die Historie gesammelt und vielleicht gibt es auch am 12. September neue Erkenntnisse.
Nach den Recherchen der Eigentümer wurde das Haus 1908 von Luis Seitz und der Fabrikantenwitwe Mina Jung erbaut. In den 30er Jahren bewohnte der Rektor und Lehrer Wilhelm Feil das erste Obergeschoss. Anschließend zog seine Tochter ein. Auch Klaus und Brigitte Zimmer haben das Haus bewohnt – sie unterhielten hier eine Zweigstelle einer Spedition. Nestle: „Auch das passt zum Denkmaltag.“ In den 40er oder 50er Jahren wurde das Haus der Stadt geschenkt. Nach dem Krieg wurden Flüchtlinge einquartiert, später wohnte hier ein Tierarzt, bevor in den 80er Jahren die Landwirtsfamilie Rehfuß einzog.
2006 haben Nestle, Stenzel und Krauss das Gebäude für rund 230 000 Euro gekauft. Ein Jahr dauerte die Kernsanierung, rund 420 000 Euro wurde in den Umbau gesteckt. Viele Details mussten mit dem Denkmalamt geklärt werden, bis das Beraterhaus im heutigen Zustand präsentiert werden kann.
Am Sonntag (12. September) ist es von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Nach Bedarf werden Führungen angeboten.




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