Donnerstag, 24. Mai 2012

Der Gemeinderat tagt




Vaihingen (ub). Zum regulären Auftakt gibt es jede Menge Arbeit. 24 Tagesordnungspunkte im öffentlichen Teil muss der Vaihinger Gemeinderat am Mittwoch (30. September) um 18 Uhr abarbeiten. Darunter auch die Wahl der Ortsvorsteher.
 Die jeweiligen Ortschaftsräte haben den Ehrenbeamten auf Zeit vorgeschlagen, gewählt wird er aber vom Gemeinderat. Und es ist nicht unbedingt ein Automatismus, dass das Gesamtgremium dem Vorschlag aus den Stadtteilen folgt. So hat im Oktober 2004 Hans-Dieter Eisinger aus Roßwag keine qualifizierte Mehrheit bekommen. Bei 14 gültigen Stimmen gab es damals auch 25 ungültige Stimmen – die Wahl von Eisinger zum Roßwager Ortsvorsteher musste in eine zweite Runde.
Bei der jetzt anstehenden Wahl der Ortsvorsteher, die auf Antrag auch geheim durchgeführt werden kann, können auf Vorschlag der Ortschaftsräte gewählt werden: Helga Eberle zur Ortsvorsteherin in Aurich, Werner Rohloff zum Ortsvorsteher in Ensingen, Kurt Erhardt zum Ortsvorsteher in Enzweihingen, Thomas Fritzlar zum Ortsvorsteher in Gündelbach, Stefan Wasserbäch zum Ortsvorsteher in Horrheim, Sieglinde Kühnle zur Ortsvorsteherin in Kleinglattbach, Roswitha Haid zur Ortsvorsteherin in Riet und Hans-Dieter Eisinger zum Ortsvorsteher in Roßwag.
Vorgestellt wird bei der Sitzung auch die Schulentwicklungsplanung von 2009 bis 2019, die angesichts der Neuordnung der Hauptschullandschaft von den Fraktionen eingefordert wurde. Im Schuljahr 2008/2009 sind 84 Jugendliche in den drei städtischen Hauptschulen in der Klassenstufe 5 eingeschult und werden in vier Klassen unterrichtet. Betrachtet man den Durchschnitt der Einschulungszahlen der Jahre 2017 bis 2019 mit rund 50 Hauptschülern, dann ergibt sich eine Zweizügigkeit. Nimmt man die voraussichtliche Schülerzahlen aus der Verwaltungsgemeinschaft mit rund 28 Schülern hinzu, ergäbe sich in der Summe mit 78 Schülern auch bei einem dann voraussichtlich geltenden Klassenteiler 28 eine Dreizügigkeit. Verteilt auf zwei Standorte würden es voraussichtlich wieder vier Züge.
Im Schuljahr 2008/09 besuchten 164 Schüler in Klassenstufe 5 die beiden städtischen Realschulen. Sie werden in jeweils drei Klassen unterrichtet. Die Ottmar-Mergenthaler-Realschule in Kleinglattbach wird vor allem von Schülern aus Kleinglattbach, Horrheim, Ensingen, Gündelbach sowie Oberriexingen und Sersheim besucht, während die Ferdinand-Steinbeis-Realschule hauptsächlich Schüler aus der Kernstadt, Aurich, Enzweihingen, Riet, Roßwag und Eberdingen hat. Die Fortschreibung der Geburtenzahlen auf den Schuleintritt in die Realschulen in den Jahren 2017 bis 2019 mit voraussichtlich 87 Schülern aus Vaihingen und 50 Schülern aus der Verwaltungsgemeinschaft ergäbe rechnerisch 137 Schüler jeweils in den Klassenstufen 5 bis 7, das entspricht fünf Klassen bei einem Klassenteiler von 28. Durch die Aufteilung auf zwei Standorte wird es wahrscheinlich zur Bildung von insgesamt sechs Zügen kommen. Die räumlichen Voraussetzungen lassen sieben Züge zu.
Im Schuljahr 2008/09 wurden in den beiden Gymnasien rund 1800 Schüler in 73 Klassen und in noch 13 Klassenstufen unterrichtet. Die Verwaltung schätzt, dass es im Zeitraum 2017 bis 2019 bis zu 20 Klassen weniger als heute gibt. Das Friedrich-Abel-Gymnasium ist räumlich auf vier Züge, das Stromberg-Gymnasium auf drei Züge ausgelegt.
Beraten wird auch, ob sich die Stadt Vaihingen an Gemeinschaftseinrichtungen im Rahmen des Neubaus von betreuten Seniorenwohnungen bei einem nachgewiesenen Bedarf mit einem Betrag von jeweils maximal 150000 Euro beteiligt. So steht beispielsweise der Bau von Seniorenwohnungen auf dem Grundstück Pforzheimer Straße gegenüber der Volksbank in Horrheim im Fokus.
 In den Verhandlungen mit dem potentiellen Investor hat dieser ein Engagement davon abhängig gemacht, dass sich die Stadt mit dem Erwerb von Gemeinschaftsräumen zu einem Kaufpreis von 150000 Euro als kommunalen Beitrag beteiligt. Diese kommunale Beteiligung ist mittlerweile beim Bau von Seniorenwohnungen die Regel.
In der Turn- und Festhalle Enzweihingen muss die Dachkonstruktion wegen mangelhafter Statik saniert werden. Den Sanierungsarbeiten muss der Gemeinderat zustimmen. Für die rund sechs Wochen dauernde Sanierung ab Anfang November muss die Halle aus Sicherheitsgründen geschlossen werden.




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